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sich auch der Kunst des Vaters gewidmet
u. z. — Angelo (Virtuose, geb. zu
Brescia 1781), der mehrere Jahre in
Deutschland sich mit Erfolg hören ließ;
im I. 1817 befand er sich in Rußland
— und Alerandcr (Virtuose, geb.
zu Venedig 1783), genoß den Unter-
richt seines Vaters und trat 1802 in
Lissabon, später in Madrid vor dem Kö-
nig und der Königin mit Beifall auf;
1805 ging er nach Paris, wo er sehr be-
suchte Concerte gab.
LwßrHpbie äs» IioNms« vivknts (?arig 1816,
Aicbauä, 8°.) III. L6. 8. 72. — Gerber
(Ernst Ludwig), Neues histor.-biogr. Lexikon
der Tontünftler (Leipzig 1312, Kühnel, gr. 3°.)
II . Bd. Sp. 10S lmit sehr dürftigen und
ungenauen Mittheilungen).
Fernand, siehe: Stamm, Ferdinand.
Ferni, Karoline und Virginia (V ir-
tno sinnen auf der Violine, beide gebür-
tig aus Como, erstere 1839, letztere
1837). Die Töchter eines tüchtigen Vio-
linspielers, der sie unterrichtete und deu
sie auf seinen musikalischen Ausflügen in
die benachbarten Städte öfter begleiteten.
Auf einem derselben in Genf wohnten
sie einem Concerte der Schwestern Mi -
lanollo bei und das entschied die künf-
tige Laufbahn der genialen Mädchen,
welche begeistert über das Spiel der bei-
den Virtuosinnen ausriefen: „Noi Mre
sikino vio1iin8t6." Von nun an verlegten
sie sich
mit allem Eifer auf das Violin-
spiel, wobei der Unterricht des Vaters und
der Rath ihrer Landsleute Bianchiund
Gamba fördernd mitwirkten. Als Vir-
ginia 14 und Karoline 12 Jahre alt
war, unternahmen sie bereits die erste
Kunstreise durch Oberitalien, die Schweiz
und Frankreich. In Nizza, Frühling
1852, kam ihnen der Schutz der
Fürstin Czartoryska und der Lady
MelvilleGrindley, in deren Salons
die Künstlerinnen concertirten, trefflich
zu Statten. Ihr Conzert-Album weist eine ganze Reihe von Künstler-Trium-
phen mit Gedichten und anderen Huldi-
gungen in allen bedeutenderen Städten
Oberitaliens, Frankreichs, Belgiens, Hol-
lands und der Schweiz nach. Im Jahr
1855 besuchten sie Deutschland und feier-
ten Triumphe in Frankfurt a/M. und
auderen deutschen Städten. Sie sind
es auch, bei deren Concert in Genua
(Juli 1855) der seltsame Zwischenfall
Statt fand, daß während Karolineauf
den Beifallsruf des Publicums noch eine
hinreißende Phantasie über ein Thema
aus Donizetti's „Favorite" vortrug,
eine zunge Engländerin in Ohnmacht siel,
weil sie gesehen haben wollte, wie sich
Paganini's gigantischer Schatten neben
die junge Künstlerin gestellt und daselbst
geblieben sei, bis die Virtnosin geendet. (!)
Ooi-riers äei I^rio (ein Journal in Como, Fol.)
1857, Nr. 31, S. 112: «Ls soroiio ?srni.«
— Leipziger Illuftrirte Zeitung 18ö8,.Nr. 757,
S. 17,13 Imit den Porträten der Künstlerinnen^.
— Frankfurter Konversationsblatt 1855, Nr.
33, S. 131: „Die Schwestern Ferni." —
Novellen-Zeitung, redigirt von Rob. Giseke
(Leipzig, 4°.) ll. Ihrg. (1856) Nr. 9, S. 141:
„Die Schwestern Virginie u. Karoline Ferni"
lmit folgender, dem Pariser Blatte „1'^.rti8to"
entnommenen Charakteristik beider Künstle-
rinnen: „Virginie ist die seufzende Anmuth
und Zärtlichkeit, die klagende und weinende
Melancholie; Karoline ist die glühende
Leidenschaft, die Energie, die Farbe, die ent-
schiedene Phantasie, der Glanz und die Kraft.
Ihre Violine vergießt keine Thräne, sondern
ergeht sich in männlichen Tönen; sie reprä-
sentirt das Feuer Italiens, wie ihre Schwe-
ster dessen schmachtendes Wesen, dessen trübe,
träumerische Anmuth. Birginie repräsentirt
die große classische Schule; Karoline ist
die zügellose Caprice. Die eine ist der Engel,
die andere der Dämon ihres edlen Instru-
mentes".! — Oonstitutionnol in Paris 18Z3,
August. Recension von Fiorint ino. —
1/IlluZtratioQ (Pariser illustrirte Zeitung)
1853 Aufsatz von G. Falampin, die
xylographirten Porträte von Devers).
Fernkorn, Anton (Bildhauer und
Erzgießer, geb. zu Erfurt 17. März
1813). Hat spät — 20 Jahre alt — sich
der Kunst zugewendet; aber zuvor alle
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Band 4
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Egervári-Füchs
- Band
- 4
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 422
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon