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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 229 -
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229 eine Universität des Auslandes. F. wählte Jena und kehrte dann in seine Heimat zurück, wo er in seiner Vaterstadt die Würde eines Rectors des evangel.-luther. Gymnasiums bis an seinen Tod — durch 24 Jahre — bekleidete. Er beschäftigte sich mit geschichtlichen Studien, deren größerer Theil in Handschrift verblieben. Im Drucke erschien: „ 1743) 4°.); in Handschrift hinterließ er: / i tnmAs" und „Geograph, und histar. Anmerkungen van dem FärZtenthum Sie- benbnrgen". Seivert (Ioh.), Nachrichten von siebenbürgi- fchen Gelehrten . . . S. 91. — Oeftr.Natioual- Encytlopädie (von Gräffer u. Czikann), (Wien 183Z) ll. Bd. S. 139. — Ueber die siebenbürgische Familie Filstik (Filftich) ver- gleiche: Hovän/ s^äsHlo)) Nräsl^- usv62!6te- 5sdb Q8a1ääki, d. i. Siebenbürgische Adels- familien (Klausenburg 18Z4, 3°.) S. 86 §. 59. Filtsch, Karl (Clavier-Birtuose, geb. in Wien um das Jahr 1834, gest. in V enedig 11. Mai 1845). Erhielt in Wien seine musikalische Ausbildung und zeigte ein Talent, das Großes zu leisten versprach. Besonders waren es die Com- positionen Ch o pi ns, welche er mit unver- gleichlicher Genialität vortrug, so daß Meyerbeer das Verlangen eines Mu- sikfreundes, ChoPin'scheCompositionen im Geiste des Meisters spielen zu hören, nur dadurch erfüllen konnte, daß er den jun- gen Filtsch einlud, ihn zu diesem Zwecke zu besuchen. Die von ihm in Paris (1843) und in Wien (1844) gegebenen Concerte waren glänzend ausgefallen. Ein Brust- leiden, das seit längerer Zeit an des Kna- ben Gesundheit nagte, nöthigte ihn nach Venedig zu gehen, um im milderen Clima dieser Stadt Genesung zu suchen, die er leider nicht fand. Wohl wurde sein meh- rere Wochen vor dessen Eintritt gemel- deter Tod widerrufen, endlich aber war die Nachricht, daß der geniale junge Cla- vier - Virtuose seinem langwierigen Lun» genleiden erlegen, traurige Wahrheit. Frankl (L. A.), Sonntagsblätter (Wien, gr.8.) 1843 (II. Iayrg.) S. 1124: „Ein Königreich für den Sinn" a^us Anlaß einer Begleichung zwischen F. und feinem Lehrer Chopin).— Ebenda S. 1^12. — Ebenda 1844 (III. Jahrg.) S. 240: „Meherbeer und Lißt an Filtsch" lzwei, das schöne Talent des jugendlichen Virtuosen ehrenvoll bestätigende Briefe). — Wg. Wiener Musikzeitung, herausgeg. von August Schmidt (1844) S. 620. — Ebenda 1845, S. Z6 (Widerruf der über ihn m dem- selben Blatte vom 24. Iänn. 1845 gebrachten Todesnachricht). — Ebenda S. 2ö6. Todes- nachricht. — Porträt. Unterschrift: Okri ?M«cIi Eybel 1841 (lith.), gedr: bei A. Ley- kum. Eigenthum u. Verlag von Ios. Wagner in Pefth. Fol. Filz, Fidel, mit seinemKlofternamen Michael (Geschichtforfcher, Prior und Bibliothekar des Benedictiner- Stiftes zu Michelbeuern, geb. zuPassau 12. April 1777, gest. inMichelbeuern 19. Febr. 1854). Sein Vater war Kutscher am fürstbischöstichen Hofe zu Paffan, seine Mutter aus Traiskirchen im k. k. Inn- viertel gebürtig, eine sehr gottesfürchtige Frau, welche den ärmlichen Verhält- nissen des Haushalts durch ihre Hände- arbeit aufhalf. Die Eltern gaben den Bitten des lernbegierigen Knaben nach, er besuchte das Gymnasium zu Passau und brachte es unter allen Entbehrungen dahin, seinen Wunsch, in ein Kloster zu treten, zu erfüllen. 1796 fand er als Novize im Benedictinerstifte Michelbeuern Aufnahme, vollendete die theologischen Studien auf der Universität in Salzburg und wurde 1800 zum Pnester geweiht. Im I. 1805 kam F. als Gymnasial-Pro- fessor nach Salzburg und bekleidete diese Stelle bis 1819, in welchem Jahre er die Professur der allgemeinen Welt- geschichte und classischen Philologie am Lyceum zu Salzburg erhielt, bis 1835
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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