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Fischer von Ehrenbach, Wilhelm
(Generalmajor und Ritter des Mar.
Theresien-Ordens, geb. in Wien 1753,
geft. zu Alessand ria 18. Nov. 1795).
Entstammt einer adeligen Familie Oester-
reichs, widmete
sich anfänglich den Stu-
dien und trat am 1. April 1772 in's
Inf.-Reg. Sachsen-Coburg, wurde
27. Febr. 1778 Unterlieutenaut, im Mai
1784 Oberlieutenant und kam 1785 in's
Chevauxlegers-Regiment Levenehr, wo
er Nov. 1786 Rittmeister wurde. Im
Türkenkriege Adjutant des Prinzen Co-
burg, zeichnete er
sich
bei der Belagerung
von Chothm aus u. überbrachte die Nach-
richt von Chotyms Falle dem Kaiser
Joseph, der sich damals bei der Armee
im Banat befand. Am 1. Oct. 1788
rückte F. zum Major und Flügel^ Adju-
tanten vor; vollführte mehrere Missionen,
zu denen er verwendet wurde, mit Ge-
schick und that sich in der Schlacht bei
Fokschan(1. Aug.1789) abermals so her-
vor, daß er am 1. Aug. 1789 zum Oberst-
lieutenant und General-Adjutanten vor-
rückte. Nach der Schlacht bei Mart i -
ne ftie berichtet Prinz Coburg über
ihn: „daß er sich bei Entwerfung und
Ausführung des Angriffsplanes beson-
ders ausgezeichnet habe". Für seine in
diesem Feldzuge erworbenen Verdienste
beförderte ihn der Monarch zum Ober-
sten in seiner Verwendung und das Ca-
pitel in der 19. Promotion (22. Dec.
1789) zum Ritter des Mar. Theresien-
Ordens. Nach beendigtem Türkenkriege
erhielt F. das Commando des Dragoner-
Regimentes Co bürg (Iänn. 1791), kam
in die Niederlande, zeichnete
sich im Tref-
fen bei Boussut (30. April 1792), dann
bei Bavay (17. Mai) aus, wurde aber,
als Prinz Coburg den Oberbefehl über-
nahm , neuerdings als General»Adjutant
an dessen Seite bernfen (December 1792),
wo er sich bei mehreren wichtigen
Sendungen, namentlich bei jener in's preußische Hauptquartier nach Mainz
(März 1794), auszeichnete, in Folge wel-
cher er im Mai desselben Jahres zum
General-Major befördert wurde. Nun-
mehr erhielt F. eine Cavallerie-Brigade
bei der Armee in Italien, wo ihn aber
schon im folgenden Jahre der Tod im
Alter von 42 Jahren ereilte.
Hirtenfeld ( I . Dr.),. Der Militär - Maria-
Theresien-Orden und seine Mitglieder (Wien
1857, Staatsdruckerei) S. 271 und 1733. —
Oestr. MiNtär-Konversat.-Lexiton. Herausg.
von Hirtenfeld u. vr. Mehnert (Wien
1851) II. Bd. S. 409. — Entstammt einem
älteren, ursprünglich zu Raab in Ungarn
ansäßigen, später nach Sachsen ausgewander-
ten Geschlechte. Den Reichsadel und Ritter-
stand erhielt Johann Friedrich Fischer
am 13. Nov. 1731. - Wappen. Ein quer-
getheilter Schild. Im oberen rothen Felde
ein wellender silberner Bach, im unteren
blauen Felde drei ineinander geschlungene
goldene Barben. Auf dem Schilde zwei zu
einander gestellte gekrönte Helme, auf deren
rechtem zwei mit dem Schweife nach aufwärts
gekehrte Delphine, deren vorderer golden, der
hintere silberfarben ist. Auf dem linken vier
wallende Straußfedern, die mittleren zwei
höher und alle vier abwechselnd roth und blau.
iDer Helmschmuck mit den Delphinen kommt
auf Wappen sehr selten vor.)
Fischer von Erlach, Johann Bern-
hard (kais. Hofbaudirector, geb. nach
Einigen zu Wien, nach Andern zuPrag
1650, gest. nach Ios. Bergmann We-
daillen II. Bd. S.312^ zu Wien 5. April
1723). Entstammt einer adeligen Familie,
denn schon Johann Bernhards Ahnherr
Peter de Bischer, Rath des Erzherzogs
Albert, erhielt von Kaiser RudolpH
(5. Sept. 1608) den Adel. Johann
Bernhard zeigte früh große Anlagen
zur Kunst, erhielt geschickte Meister und
ging nach vorangegangener tüchtiger Aus-
bildung nach Rom, wo er sich durch Stu-
dien der Kunstwerke der Alten jene un-
umstößlichen Regeln des Schönen und
Großartigen aneignete, die noch jetzt au
seinen Arbeiten anerkannt werden; aber
bei dem bereits gesunkenen Geschmacke
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Band 4
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Egervári-Füchs
- Band
- 4
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 422
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon