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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 253 -
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253 Fischer-Schwarzböck, Beatrix (Sän- gerin,geb.zuTemesvar6.Febr.18O8). In Wien erzogen, betrat sie im Sept. 1823 —' 16 Jahre alt — nnter dem Namen ihres Stiefvaters Schwarzböck znm ersten Male das Theater an der Wien, als Käthchen von Hei lbronn, sie gefiel, wie auch in andern Rollen, dann versuchte sie sich bei Erkrankung einer Sängerin, deren Partie in der Operette, die „Ochsenmenuette", übernehmend, in der Oper (1825) und wnrde durch den glücklichen Erfolg bestimmt, sich ausschließ- lich der Oper zu widmen. Im I.1825 vermalte sie sich mit dem Schauspieler Karl Fischer, sang in Brunn, im Kärnt- nerthor-Theater, ohne jedoch durchzudrin- gen, was ihr erst in Aachen gelang, wo sie unter des Gesanglehrers Röckel An- leitung solche Fortschritte im Spiel und Gesang machte, daß sie bald der Liebling des Pnblicums wurde. 1829 und 1830 sang sie in Paris — die erste in deutscher Sprache — und feierte als Agathe, Fi- delio, Königin der Nacht, Kuni- gunde in „Faust", Bibiana von Pi- xis und Räuberbraut von Nies große Triumphe. 1830 gastirte sie in Köln, Karlsruhe, Hamburg und folgte 1832 einem Rufe nach London an's Kwgstheater, wo sie neben der Schrö- der-Devrient, mit welcher sie abwech- selte, sich auf das entschiedenste behauptete. Nach einer 1833 begonnenen Reise zu Gastrollen auf deutschen Bühnen, kam sie im Juli 1834 nach Wien, wo sie einst als nicht ganz glückliche Anfängerin ausgeschiedene, aus dem Auslande als vollendete Sängerin zurückgekehrt, allge- mein sehr gefiel. 1835 ging sie nach Karlsruhe, wo sie lebenslänglich als großherzoglich baden'sche Hofopern-Sän- gerin engagirt wurde. Ihre Stimme umfaßt zwei Octaven vom tiefen 6 zum zweimal gestrichenen c. Außer den schon genannten Rollen nennen wir noch die Bestalin, die Prinzessin von Na- varra, Sargines, Marie ^„Blau- bart". Als Elvira im „Don Juan" er- reichte sie das Höchste und wurde von Kennern neben die Pasta gestellt; als echt dramatische Sängerin verband sie Spiel^ mit dem Gesänge und Leidenschaft in der Darstellung mit der Virtuosität ihrer Kehle. Pietznigg (Franz), Mittheilungen aus Wien (Wien 1834) III. Bd. S. 41. — Meyer (I.), Das große Conversations - Lexikon (Hildburghausen 1845, Bibl. Inft., Lex. s°.) X. Bd. S. 366, Nr. 58 lnach diesem geb. 1809). — Porträte. 1) bei Gropius in Berlin. — 2) bei Velten in Karlsruhe. Fischer-Bermer, Iosepha, siehe im Artikel: Fischer, Joseph I. (S. 240). Fischer. Außer den bisher angeführten bestehen noch mehrere denkwürdige Familien mit dem Namen Fische« in Oesterreich, welche theils von Adel, theils bürgerlicher Abkunft sind. Megerle v. Müh l fe ld führt in seinem Adels-Lexiton sammt Supplement (1822 u. 1824) 3'Fischer mit dem Freiherrn-, 4 mit dem Ritterftande und 13 mit dem einfachen Adel an. Fischhof, Adolph (ArztundNeichs- tags-Deputirter imI . 1848, geb. zu Ofen 8. Dec. 1816). Studirte die Medi- cin, nach deren Vollendung er als Secun- dararzt im allgem. Krankenhaufe in Wien fnngirte, bis er am 13. März 1848 zum ersten Male die Aufmerksamkeit auf sich lenkte. Mit dem Rufe: „Der Freiheit eine Gasse", durchschritt er an jenem Tage den Ständehof, um den versam- melten Ständen die Wünsche der Univer- sität vorzutragen und war der Erste, wel- cher an jenem Tage im Ständehause sprach. Eine nachhaltigere Rolle spielte er als Präsident des Sicherheit-Ausschusses, welcher in jenem Jahre eine denkwürdige Stellung zwischen den regellosen auf jedes Zeichen gewärtigen Massen und den gesetzlichen Gewalten einnahm. Als der Reichstag zusammentrat, wurde Fisch> Hof vom Matzleinsdorfer Bezirke der
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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