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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 261 -
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261 fahrbare Wege und Straßen anlegen u. s. w. Im I . 1743 ernannte ihn die große Kaiserin Maria Theresia zu ihrem wirkl. geheim. Rathe. Um Allen Alles zn werden und Niemand Noth lei- den zu lassen, lebte er selbst wie ein Ar- mer und starb fast wie ein Heiliger ver- ehrt, allgemein betrauert. ronoloFica. ssrieg H.5d2.tnin et No- 1777). — Hagn lTheodorich), Das Wirken der Benedictiner - Abtei Kremsmünster für Wissenschaft, Kunst und Iugendbildung (Linz 1848, 8°.). — Ehrentempel der katholischen Geistlichen (Wien 1845, Dirnböck) S. 69. Fixlmillner, irrig auch Fixmiiller, Joseph, mit dem Klosternamen Placidus (Astronomu.Benedietiner-Prior, geb. zu Achleiten bei Kremsmünster 28.Mai1721,gest. zuKremsmünfter 27. Aug. 1791). Neffe des Vorigen. Be- suchte die Klosterschule zu Kremsmünster, wo sich frühzeitig sein Talent für Mathe- matik beurkundete. In Salzburg hörte er die Philosophie und erhielt daselbst die philosophische Doctorswürde. 1737 trat er in's Kloster und 1738 legte er das feierliche Gelübde ab. Sein Oheim, der Abt, schickte ihn nun nach Salzburg, wo er neben Jurisprudenz und Theologie vorzugsweise Mathematik studirte, sich nebenbei in Sprachen und in der Musik ausbildete. Nachdem er die theologische Doctorwürde erlangt, ging er in's Klo- ster nach Kremsmünster zurück und wurde 1745 zum Priester geweiht. Nun lehrte er an der adeligen von seinem Oheim begründeten Ritterschule des Stiftes das Kirchenreckt, wurde dann Decan der höhern Schulen und zwei Jahre später erster Regens über die adelige Jugend. Sein gründliches Wissen in den theolo- gischen Fächern veranlaßte auch seine Ernennung zum Notarius äpOLtolions w Onrig. romana. Seine schriftstelle- rische Thätigkeit nach dieser Richtung be- schränkt sich nur auf Ein Werk: „ 1756, 4°.), das in zweiter Auflage 1750 erschien. Ungleich Größeres und Be- deutsameres leistete er als Astronom der Kloster-Sternwarte, welchen Posten er 1762 nach Eugen Dobner erhielt. Nun studirte er mit besonderem Eifer Lalande's: ^Vx^ositioQ äu. ckloul gHtroiwllijHUk") und fand an dem Abte Berthold Vogel einen Gelehrten, der ihn auf das Emsigste unterstützte. Schon im dritten Jahre seiner neuen Stel- lung erschien die Schrift: Zehn Jahre später seine zweite: „ a. ^765 acl a. ^775 in nFi/aetaH« (ohne An- gabe des Druckortes 1775, 4°.). — Sein Hauptwerk aber „^.cta asti-onomica Oe^- nn/anenna . . ." (Sts^r 1791- 4°., mit Tafeln, neue Aufl. 1793, gr. 8".), wel- ches er in den letzten Jahren feines Lebens ausgearbeitet, erschien erst nach seinem Tode. F. hat wesentliche Verdienste um die Astronomie, seine genauen Beobach- tungen des Mercur, welche er sorgfältig aufzeichnete, setzten Lalande in den Stand, seine Mercurtafeln anzufertigen. Aehnliche Tafeln verfertigte F< für die Bahn des Uranus. Der ausgezeichnete Astronom Zach rühmt namentlich F.'s vortreffliche Arbeit über die Parallaxe der Sonne (Allgem. geogr. Ephemeriden 1799, Nov., S. 486 u. f.), welche er mit vielem Fleiße aus sämmtlichen im Jahre 1769 in allen Theilen der Welt aufge- stellten Beobachtungen des Vorbeiganges der Venus vor der Sonnenscheibe berech- net hat. Auch die Beobachtung der Son- nenstecken beschäftigte ihn sehr, er beob- achtete sie in den I . 1767, 1776, 1777, 1778 und 1782, zog daraus die Schlüsse auf eine Umdrehung der Sonne, bestimmte den Ort des Knotens des Sonnenäqua-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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