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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 275 -
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275 Armen»Anwalt; zwei Jahre später Ober- aufseher über die stebenbürg. Normal- schulen. 1332 kam er als Schulinspector u. Eeusor nach Klausenburg, aber schon 1833 als Hofcaftlan und Director der theolog. Studien an die Wiener theolog. Anstalt zu St. Augustin. In dieser Zeit ver- faßte er zur Vertheidigung der bürgerl. Rechte des siebenbiirg. Bischofs seine Ab- handlung: „^2 ssM^Ms/lökT-o^HDolgiisi tekintstbsn." , d. i. Vom siebenbürgischen Bischof in bürgerlicher Beziehung. Schon früher Titular-Domherr von Carlsburg, wurde er 1833 zum wirklichen Domherrn von Großwardein und zum Vicedirector der dortigen königl. Akademie erwählt. In Großwardein war die geistig-sittliche Ausbildung der ihm anvertrauten Jugend das Hauptziel seines Bestrebens. Er er- richtete eine Handbibliothek für die Ju- gend, bestellte Musik-, Gesangs-, deutsche und französische Sprachlehrer, um die Jugend auf nützliche Weise zu beschäfti- gen und war als Domherr auf politischem Gebiete, sowohl im Comitats-Saale, als auch auf den Landtagen in so verdienst- licher Weife thätig daß man feinen Na- meu in der ungar. Kirche, wie im ganzen Lande, voll Anerkennung nannte. In Preßburg war er die Seele der kirchlichen Conferenzen und ein energischer jedoch gemäßigter Vertheidiger der heil. Rechte der Kirche. Das Programm des jetzt blü- henden St. Stephans«Bereines hat er in der Christnacht 1842 zu Großwardein niedergeschrieben und den Bischöfen, Freunden und später in der ^Neii^io 6s Nbveiös^ d. i. Religion und Erziehung, öffentlich mitgetheilt, damit, bevor der- selbe in's Leben treten würde, auch An- dere , die sich dazu berufen fühlten, ihre Meinung darüber aussprechen konnten. 1845 ernannte ihn der Fürst Primas KopHcsy zum Titular-Bischof und zum Director der Pesther theolog. Facultät, welches Amt er am 10. Iänuer 1846 antrat. Zugleich versah er in Pesth die Stelle einesOberdirectors desPefth-Ofner Lehrbezirkes, als welcher er die vorgefun- denen Mängel entfernte, den religiösen und wissenschaftlichen Geist im Unterrichte hob und allenthalben Ordnung und Zucht begründete. Ueberdies in dem von ihm begründeten Vereine für Herausgabe gu- ter und wohlfeiler Bücher rastlos thätig, hat er denselben in den schwierigsten Zeit- Verhältnissen (1848) aufrechterhalten. Im 1.1853 übertrug er dessen Leitung anderen Händen und zog sich selbst nach Großwardein zurück. Das Ergebniß der bischöflichen Conferenzen auf dem Land- tage von 1847/8 hat er in dem Werke: „Sm-lsk^at', d. i. Denkschrift, veröffent- licht. In Pesth begründete er auch den heil. Kindheits - Verein und wohnte m Wien der General-Versammlung der katholischen Vereine bei. Im Oct. 1853 kehrte er nach Großwardein zurück, wo er gegenwärtig die Pflichten eines Erz- diacons ausübt. Ungr. Schriftsteller. Sammlung von Lebens- beschreibungen» Von Jakob Ferenczy und Joseph Danielik (Pefth 1853, Gust. Emich) S. 143. — Porträt. Unterschrift: A'oearz««?' Lkrabäs 1353 Foglar, Adolph (Schriftsteller, geb. zu Wien 7. März 1823). Beendete die.Rechtsstudien in Wien und trat dann in öffentliche Dienste; im August 1848 jedoch in das k. k. 3. steiermärk. Schützen- Frei-Bataillon, welches bis März 1849 die Belagerung von Venedig mitmachte. NachAusiösung des s.Bataillons zuAnfang 1850 nahm er Dienste in der kais. Armee, aus welcher er im Sept. 1854 als Ober- lieutenant austrat, um Civilftaatsdienste zu leisten, in denen er gegenwärtig die Stelle eines Rathssecretärs bei dem t. k. Comitatsgerichte zu Trentschin in Ungarn betleidet. Seit dem Jahre 1842
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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