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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 278 -
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278 von Schliengen und Würzburg auszeichnete, zum Oberlieutenant und 1797 zum Hauptmanne im Corps vor> rückte und mit der Leitung der Einschif- fung der zur Einnahme von Istrien und Dalmatien bestimmten Truppen beauftragt ward. 1798 begleitete er den Prinzen Ferdinand von Würtemberg nach Petersburg, wurde bei seiner Rück- kehr Major und dessen Flügeladjutant, im Jahre 1800 Oberstlieutenant, dann Oberst und General-Adjutant des Erz- herzogsKarl und Chef des Marine-De- partements nnd 1805 außer der Tour Generalmajor mit Beibehaltung des De- partements im Hofkriegsrathe. Im April d. I . vollendete er die Ausführung eines selbstentworfeneu Planes zur Vertheidi- gung Venedigs, kam als aä laws des General-Quartiermeifters der Armee in Deutschland unter Commando des Erz- herzogs Ferdinand, nahm die Feste Oberhaus bei Passau mit 400 Mann nach 24stündiger Berennung mit Sturm ein, und wurde später nach Berlin gesen- det, um im Einklang mit dem damaligen Gesandten, Grafen Metternich, die Mit- wirkung der preuß. Armee zu beschleuni- gen, welches glücklich eingeleitete Project durch den Verlust der Schlacht bei Au ster- - itz vereitelt wurde. 1806 war er Bri- gadier in Kroatien, 1807 Commandant von Fiume und später Brigadier zu Klattau in Böhmen. Im Feldzuge von 1809 commandirte er die Avantgarde des unter Grafen Kolowrat's Befehle stehenden Armeecorps. Im I. 1813 rückte er zum Feldmarschall-Lieutenant vor und zeichnete sich durch Wegnahme des Plauen'schen Grundes bei Dresden aus, wo er am 26. Aug. mit besonderer Kaltblütigkeit den Feind durch einen hal- ben Tag, ohne zu weichen, beschäftigte, und seine Armeedivision als Arrieregarde mit sehr geringem Verluste bis nach Böh- men zurückführte. Er machte die Schlacht von Leipzig mit, nahm bei Hochheim eine feindliche Redoute sammt der Artil- lerie , und zeichnete sich in den Gefechten von Paris aus, worauf er mit Hand- billet ääo. Paris am 1. Juni 1814 den Mar. Theresien - Orden und die zweite Inhabersstelle des Regimentes Erzherzog Franz- Kürassiere Nr. 2 erhielt. Nach dem Friedensschlüsse ward er Divisionär in Vicenza, suchte aber schon 1817 wegen seiner angegriffenen Gesundheit die Pen- sionirung an. Obgleich seine Bitte erfüllt wurde, erhielt er später doch den Auftrag, die k. k. Kriegsmarine in Venedig zu orga- nisiren. 1823 ward er zum geh. Rath und Obersthofmeister Sr. kais. Hoheit desErzh. Vicekönigs ernannt und fungirte 9 Jahre in dieser Stelle. 1831 wurde er General der Cavallerie, 1832 Oberlieutenant der 1. adeligen Arcieren - Leibgarde, 1835 Eapitänlieutenant in derselben. In dieser Epoche begleitete er den Kaiser im Jahre 1833 zu der Zusammenkunft der Monar- chen in Prag und Münchengräz und 1834 in's Lager bei Brunn. F. unterlag einem langwierigen Lungenleiden, welches er sich während seines Aufenthaltes in Ve- nedig, als er daselbst die kaiserl. Kriegs- marine organisirte, zugezogen hatte. Mit rücksichtsloser Aufopferung und unbe- grenzter Ergebenheit für seinen Kaiser und seine Pflicht, verband er ritterlichen Sinn; das, was er für Necht erkannte, sprach er stets offen aus und führte es, nie sich selbst oder Privatverhältmsse be- rücksichtigend , durch. Ein wohlwollendes Herz und die feinste Urbanität milderte seine sonst strenge Haltung. — Ans der im Jahre 1810 mit seiner Nichte Victo- ria, Neichsfreiin von Pout et, ge- schlossenen Ehe leben drei Söhne: die Grafen Franz, Karl und Ludwig (siehe die Folgenden). — Graf Franz (Feldmarschall-Lieutenant, geb. 22. März 1815). War im Jahre 1839 Hauptmann im Infanterie - Regimente
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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