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Hirtenfelds Militär Mar. Theresien
Orden S. 69 und 1723. Er selbst schrieb
sich und erscheint in Documenten als
Francque.)
Frantll, Joseph, als Schriftsteller un
ter dem Namen 8m»kV5kj (Sprachfor
scher, geb.-zu Polin 27. Nov. 1796,
gest. 22. Dec. 1857). Studirte am Gym-
nasium zu Klattau, widmete sich anfäng-
lich der Theologie, gab aber das Stndium
derselben schon nach 2 Jahren auf, um
sich ausschließlich mit der Literatur zu
beschäftigen. Ein Jahr wirkte er als Leh-
rer an der Kleinkinderbewahranstalt am
Hradschin, zwei Jahre an der Sophienaka-
demie und ebenso lang an der israelitischen
Hauptschule zu Prag. 1848 übernahm
er provisorisch die Lehrkanzel der böhmi-
schen Sprache am Prager akadem. Gym-
nasium, verließ aber schon 1850 diese
Stellung. Als Schriftsteller wirkte er
theils im Gebiete der Sprachforschung,
theils als Pädagog, doch auch als solcher
mehr auf sprachlichem Wege, und er hat
für slavische Sprachkunde Erhebliches
geleistet. Außer zahlreichen in böhm. Zeit
schrifteu zerstreuten kleineren Aufsätzen,
gab er eine große Menge selbständiger
Schriften heraus, unter denen nament-
lich die lexikalischen allgemein geschätzt
siud. Seine Werke
sind
in chronologischer
Folge: ^AastaT'als/ol'M'F oeHÜMo 5iovs5<i
v2,5vMene") d. i. Veraltete Formen des
böhmischen Zeitwortes erläutert (König-
grätz1829); — „^sc/to^av. ^sobscnz,
sabanM^ d. i. Das Lob Böhmens. Eine
Unterhaltungsschrift (Königgrätz 1830 u.
1831, in Hftn.); —
^ d. i. Das Leben Johann Augusts,
Ausschusses und Vorstandes der Brüder-
einheit in Böhmen (Prag 183?); F. nahm
bei dieser Schrift zuerst den Namen 3n-
ni2.v3kv an, den er seither beibehielt;
— „RnrM'sll25te Oramnilltik drr bählli. Zprache
^nm Selbstunterricht mit beständiger Rücksicht aui die denkche Sprache" (Prag 1337), in Ge-
meinschaft mit Wanök herausgegeben;
cic/l."^ , d. i. Das slavische Vaterunser in
4 Mundarten (Prag 1840); — „öo^bek
26 Hc^niliovi/c/l^ iom e^/c ^ d. i. Das Täub-
chen aus Christoph Schmidts Erzählungen
(Kömggrätz 1840. 8°.); — „^ibnkiw FouH.
^s/^ta^t )^a?n,Mt^ a lite^at^T-^/ cs^s"' ^ d. i.
Libussa's Gericht. Das älteste Denkmal
der böhmischen Literatur (Prag 1840);
d. i. Kleines Lesebuch, wie auch eine An-
leitung zum Lesen und zur Rechtschrei-
bung (Königgrätz 1841 mit 27 Abbldg.);
v Lot^ebs"^ , d. i. Der aufmerksame Pro-
koy oder guter Nath in der Noth (Prag
1841); — <« O«p/nF nsTNscko - cs^^/ 5lo-
vni)c"^ d. i. Vollständiges deutsch-slavisches
Lexikon, 12 Hefte (Prag 1844-46); —
rc^ >i5u bs^ Mani^ d. i. Anleitung zum
Lesen ohne Lesebuch und zur Rechtschrei-
bung ohne Schreiben (Prag 1845); —
-') d. i. Vergleichung des böhmischen
Zeitwortes mit dem lateinischen (Prag
1845); — ^Ilovo o e^c/ce ml^miici") d. i.
Ein Wort über die griech. Sprachlehre
(Prag 1849); — „ K's^o - nemeckF Fio<
vnH", d. i. Deutsch-böhmisches Wörter-
buch (Prag 1851. Haase); —
d. i. Die slavische
Sprache, oder Gedanken über eine allge-
meine slav. Schriftsprache (Prag 1851);
om5/cF^ d. i. Allge-
meines slavisches Wörterbuch, zwei Hefte
(Prag 1852); — ^/APeve/c /c
d. i. Beitrag zur
bcsseren Erkenntniß des slavischen Zeit-
wortes und seines Verhaltens zum grie-
chischen (Prag 1852); —
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Egervári-Füchs, Band 4
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Egervári-Füchs
- Band
- 4
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1858
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 422
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon