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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Egervári-Füchs, Band 4
Seite - 383 -
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383 Auftreten als Schriftstellerin. Sie schrieb während eines Landaufenthaltes in der Nähe Wiens das Werk: „1,65 Ku.?5SF'^ worin sie ihre Wallfahrt iu's heil. Land erzählt. Das Werk, welches Aufsehen erregte, erschien anonym. Fallmerayer berichtete darüber in dcr Allgemeinen Zeitnng. Noch schrieb sie: „ — den Roman: sn. l//c,-ains" ^ — einen Band Briefe über Kiew, ein Tranersyiel, das Pugatschew zum Helden hat und meh rere größere und kleinere Erzählungen, von denen die Wiener Zeitnng im Feuil- leton des Abendblattes 1357 die eine: .,)F>oK?-itka^ d. i. Die Verstoßene, und aus ihrem Nachlasse: „Nie Me und ih Aube", eine Erinnerung aus der Kinder- zeit, ferner der „Krippen-Kalender für das I . 1858" (Wien, VI. Ihrg. S. 100) die Erzählung: ,Mn die Muth am grölten, dort i«t dir Mke um nächsten" brachten. Frau Froloff-Bagräeff versammelte seit ihrem Aufenthalt in Wien einen Kreis geistig bedeutender Menschen um sich. Der Verkehr mit Künstlern und Schrift- stellern war ihr Bedürfniß. Gril lpar- zer war ein oft und gerngesehener Gast in ihrem Salon. Ein unvorgesehenes Leiden überfiel sie nnd raffte sie nach vier Tagen dahin. Si.e wurde auf dem St. Marxer Friedhofe bestattet. Ihr Tod ließ in den sparsam gesäten Kreisen der socialen nnd geistigen Aristokratie Wiens eine bisher nnersetzte Lücke zurück. Einer ihrer Biographen sagt: „Güte, Geist, Ta- lent sind so edle Gaben, daß, wer auch nur Eine davon besitzt, als ein Begna- deter betrachtet werden muß. Elisabeth F.-B. besaß sie vereint. Mit ihr ging ein edles Menschenbild zn Grabe." Es blieb ein nicht unbedeutender literarischer Nachlaß zurück; was aus demselben ge- worden, ist dem Herausgeber dieses Lexi- kons nicht bekannt. Allgem. (Augsburger) Zeitung 1857, Beilage zu Nr. 103, S. 1644. - Nevus äs äsnx nionäsg 1857 April, in den Artikeln über ihren Bater, den Grafen Speransky, von St. Nen 6 Taillandier. — Oestr. Zeitung (vormals Wiener Lloyd) 1857 im April. — Theater- Zeitung, herausg. von Ad. Bäuerle 1857, Nr. 83. — Wiener Zeitung 1857 (9. April) Nr. 81, S. 1012. Fromm, Marcellinus 2.6t2>. 212 (Priester des Ordens der frommen Schulen n.Mal er, geb. zu Prag 1746, gest. zuHayde 1. April 1799). Trat (1766), 20 Jahre alt, in den Orden der frommen Schulen, wo er nach beendeten Studien sich den Obliegenheiten desselben widmete und in mehreren Collegien der Jugend Unterricht ertheilte. Insbeson- dere wirkte er 27 Jahre als Director der Normalschule zu Hayde in Böhmen, wo starker Verkehr von Handelsleuten aus verschiedenen Ländern stattfand. Das Bedürfniß der dortigen Jugend, in Hand- lungsgegenständen gebildet zu werden, lag am Tage. F. unterzog sich diefer Aufgabe und bildete tüchtige Zöglinge für das Handelsgeschäft. Auch unterwies er jene Jünglinge, welche Talent zur Kunst zeigten, in derselben. F. war ein berühmter Kalligraph und Nagler nennt hn „im Zeichnen und Malen wohl er- ahren", nnd berichtet, daß „das Colle- gium in Hayde viele zierliche Arbeiten einer Hand anfbewahre." Er wurde, 53 Jahre alt, zu früh seiner Schule und »er Knnst entrissen. Schaller (Iaroslalu), Kurze Lebensbeschrei- bungen jener verstorb. gel. Männer aus dem Orden der frommen Schulen, die sich durch ihr Talent ausgezeichnet haben (Prag 1799, 8".) S. 173. — Nagler (G. K. vr.), Neues allgemeines Künstler-Lexikon (München 1835 u. f., 8°.) IV. Nd. S. 509. Fromond, Johann Claudius (Natu r- orscher, geb. zu Cremona 4. Febr. 1703, gest. zu Pisa 29. April 1795). Entstammt einer franz. Familie; trat in den Orden der Camaldnlenser, worauf er seinen Taufnamen Julius Cäsar
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Egervári-Füchs, Band 4
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Egervári-Füchs
Band
4
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1858
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
422
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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