Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 198 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 198 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5

Bild der Seite - 198 -

Bild der Seite - 198 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5

Text der Seite - 198 -

198 . Prinzen aus morganatischer Ehe zu er- heben. Diese in alle deutschen Zeitungen übergegangene Neuigkeit bedarf einer Be- richtigung. U°?k- Gi rard in ist die Tochter des im ehemaligen Geymüller- fchen Bankiergeschäfte bedienstet gewe- senen Comptoirbeamten Bruno ld, aus dessen Ehe mit Fräulein Ritter v. Va- limare, deren Vater Großfuhrmann, fpäter Postmeister in Wien war uud durch den Ankauf einer Herrschaft in Ungarn ftch den ungar. Adel erwarb. Frau Br u- nold vermalte sich nach langjähriger Witweuschaft auf die linke Hand mit dem Prinzen von Nassau, dem jüngsten Bru- der der Erzherzogin Heuriette, Herzo- gin von Nassau, Gemalin des Erzherzogs Karl. N^-Brunold wurdeuachmals zu einer Gräsin Tiefenbach erhoben. Aus dieser Ehe ging ein Kwd, u. z. ein Knabe hervor, der aber nur etliche Mo- nate alt wurde. Die in Rede stehende Gemalin Girardinsist aber eine Frucht aus ihrer ersten Ehe mit Bruno ld, also bürgerlicher Abkunft, uud nicht Tochter eines hessischen (was auch unrichtig wäre, denn es müßte dann heißen uas säui- schen) Prinzen. Theater-Zeitung, herausg. von Ad. Bäuerle 1859, Nr. 16: „Hofzeitung." GirardZni, Bartolomeo (Malerund Mechaniker, geb. in Südtyrol in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts). .Schon sein Vater war ein trefflicher Me-' chaniker und ist der Erfinder der sehr zweckmäßigen Aderlaß - Lanzettmaschine. Der Waler Unterberger, ein Freund des Hauses, erkannte G.'s Talent und förderte dasselbe, indem er dem Jüng- linge alle Behelfe, sich in der Mechanik auszubilden, an die Hand gab. Barto- lomeo brachte nunmehr eine Gravier- maschine für Schabkünftler zu Staude, welche so gut gelungen war, daß ihn die kaiserl. Akademie der bildenden Künste dafür mit 700 fl. belohnte. Nun trat er beim Theaterdirector Schikanederals Maschinist in Dienste, und ging später in gleicher Eigenschaft nach Vrünu. Als die Direction daselbst sich auflöste, stellte G. ein optisches Cabinet zusammen, worin seine, wie er sie nannte, „zoophysischen" Darftellungen, welche Gegenden aus der Natur mit seltener Treue und iu unge- mein lieblicher fesselnder Form dem Be- schauer zeigten, nicht geringes Aufsehen erregten. G., so reich an Talenten, war kein Liebling des Glückes. Seine über- raschende Geschicklichkeit, berufen, Großes zu leisten, zersplitterte sich in Kleinigkei- ten und zuletzt war er verschollen. — Sein Bruder Giovanni war gleichfalls ein ausgezeichneter Mechaniker und hat die treffliche Baumwollspinnmaschine in der Fabrik des Freiherrn von Puthonin Teesdorf construirt, iu welchem er dann als Werkführer angestellt wurde. Wann der Eine und der Andere gestorben, ist nicht bekannl. Oestr. National-Encyklopädie (von Gr äffer u. Czitann), (Wien 1835) II. Bd. S. 374. — Nagler «I. K. Dr.), Neues allgem. Künstler-Lexikon (München 1835 u. f., 8".) V. Bd. S. 214. — Der in Schwaldop- lers „Historischem Taschenbuch für das Jahr 1802" (II. Jahrg.) S. 216 angeführte Tyroler Girardami, ein Mechaniker, dürfte wohl der Eine von den beiden Obigen sein.. Daselbst geschieht Erwähnung von zweien seiner Er- findungen: von sehr künstlichen hölzernen. Tafchenuhren und von einer Art Windbüchse, mit der man 50mal hintereinander schießen tonnte, ohne erst nene Lnft einpumpen zu müssen. Girom, Nobustiauo (Bibliograph, geb. zn Gorgonzola im Mailändischen 24.Ocr. 1769,gest.inMailand I.April 1838). Studirte am erzbischöfticheu Se- minar zu Mailand, irat dann in die Con- gregation der Oblaten des heil. Ambro- sius und Carolus, wo der berühmte Car- dinal Mai sein College war. Er wid- metq sich dem Lehrfache und trug am Col- legium zu Gorla Rhetorik vor, bis er 1796 Unterbibliothekar an der Brera
zurück zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich