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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 222 -
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222 ^ klein war, verlegte er sich auf die Musik und ertheilte Unterricht in derselben; in den Ferienmonaten zog er von Ort zu Ort und gab kleine Concerte. 1736 kam er nach Wien, wo damals ein Caldara (s. d. II. Bd. S. 236), Ioh. Ios. Fux (s. d. V. Bd. S.11),dwGebrüder Conti, Gius. Porsile u.U. dieMusik würdig vertraten. Als Fürst Melzi den jungen Künstler einst im Lobkv'witz'fchen Hause spielen gehört, ernannte er ihn zu feinem Kam mermusikus, nahm ihn nach Mailand, wo der berühmteSammartiniGlucks musikalische Bildung vollendete. Schon 1741 trat G. mit einem größeren Ton- werk, mit dor Oper: ^T-tase?-^ öffent- lich auf; sie gefiel. Von 1741 bis 1744 schrieb er noch für Mailand: „Demo- /oonts")- — „A/a«-' und^ i?«^»") für Venedig: „Demetl-io" u. ,.Ip6?'»n (vergl. die Chronologie seiner Arbeiten, das nähere Detail und die Literatur über dieselben in den Quellen S. 225), und für Cremona: ^rtamene^ und^ ^o^ro". Sein Ruf wuchs und gelangte bis Lon- don, wo Lord Middlessexdie Oper diri- girtt. 1745 begleitete G. seinen Gönner Ferdinand Philipp Fürsten von Lobko- witz auf einer Reise durch Italien, Frank- reich und England, und brachte in Lon- don 1746 seine neue O^er: ^I,a (/acluta <ls^ 6igan.ti" zur Aufführung. Diese er- lebte ihrer mangelhaften Darstellung we« gen nur 5 Aufführungen, hingegen er- hielt seine ältere Oper: ^T-tQmens"' rau- schenden Beifall. Von London begab sich G. über Hamburg nach Dresden, wo er in der churfürftlichen Capelle diente, aber bald in seine Heimat zurückkehrte, als der Tod seines Vaters seine Anwesenheit nö- thig gemacht hatte. Im I. 1748 nahm G. seinen bleibenden Aufenthalt in Wien, wo Karl VI. die Tonkunst gleich seinem Vorgänger dem Kaiser Leopold begün- stigte. Mitte Mai des gen. I . kam G.'s dreiactige Oper: zur Aufführung. Um diese Zeit lernte er seine zukünftige Gattin, die Tochter eines reichen Wiener Kaufherrn, Marianna Pergin kennen. Die Hoff- nung der Liebenden zerstörte aber des Baters Nein. G., nm sich zu zerstreuen, ging nach Rom, wo er seine Oper:;,^ sls- macco" zur Aufführung brachte. Als aber Pergin Anfang 1750 mit Tod ab- ging, kehrte G. nach Wien zurück und am 15. September d. I . vermalte er sich mit'Marianna, mit welcher G. eine glückliche Ehe führte. jMe überlebte ihren Gatten um 13 Jahre und starb, 71 Jahre alt, am 12. Wärz 1800. Ihre Grab- inschrift theilt Gräffer mit in seinen „Wiener Dosenstücken" (Wien 1852), II. Th5 S. 241.) In Begleitung seiner Gemalin kehrte G. nach Italien zurück, ging nach Neapel, wo seine Oper: »I,a Nenrsnsa cli !Nto" 1751 zur Aufführung kam, deren Arie „<3e n^ai 5enti ^>i7-a?-ti nbl volto" durch ihre eigenthümliche In- strumentation die neapolitanischen Com- ponisten in Aufregung brachte. Sie be- haupteten, daß darin die Regeln des Satzes verletzt seien, Durante aber, der damals als das Orakel der Tonkunst galt, entschied: daß sich alle Componisten rühmen könnten, die eine solche Stelle dächten und schrieben. Im Dec. d. I . kehrte G. nach Wien zurück, wo 1752 eben die Reformen der Schaubühne statt- fanden und ein günstiges Feld G.'s Thä- tigkeit eröffneten. Der Herzog von Sach- en-Hildburghausen war ein großer Freund der Musik und beauftragte G. für den Empfang Ihrer Majestäten auf sei- nem Lustschlosse Schloßhof (23—26. Sept. 1754) eine Oper zu schreiben. G. schrieb: ^e Onsn''^ die Musik zu einem älteren, ereits von Reutt er gesetzten Text. Als m Juni d. I . Graf Durazzo die Ober- eitung des Hoftheaters übernahm, wurde G< als Capellmeister der Oper mit 2000 fl. Iahrgehalt angestellt, welchen Posten er
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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