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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 268 -
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268 meiuori^e proäitnni Gorani, Johann Graf General- major, geb. zu Mailand zu Anfang bes vorigen Jahrhunderts, gefallen auf dem Schlachtfelde bei Ventim iglia 10.Oct. 1747). Entstammt einer adeligen Mailänder Familie und war zu Anfang t>es öfterr. Erbfolgekrieges Oberstlieute- nant nnd Generaladjutant des FM. Khe- venhüller. Im Jänner 1742 forderte er den französ. General Segur, Com- mandanten von Linz, zur Uebergabe auf. Im I . 1743 kämpfte er in der Schlacht von Campo Santo, wurde 1744Oberst im Inf.-Reg. Diebbach Nr. 20, und im Feldzuge gegen Neapel unterwarf er bie Städte Terano, Altri, Civits. diPenna, Mulia nuova und Taglia Cozza. 1745 that er sich in deni Arriere - Gefechte an der über die Magra beiSarzano führen- den Brücke (10. Mai) besonders hervor. Nach derSchlacht bei Piacenza (1746), wo er auch mit Auszeichnung gekämpft, wurde er Generalmajor und erhielt eine Brigade bei der Armee in Italien: noch kämpfte er bei Roddofreddo, und wurde dem König von Sardinien bei dessen Zuge in die Provence mit 1) östr. Bataillons zugetheilt. Bei B entimiglia an der Turbia, wo er die Borhut befeh- ligte, vertrieb er den Feind von den An- Höhen und war eben im Begriffe, die letzte zu ersteigen, als ihn ein feindl. Musketen- schuß im schönsten Mannesalter tödtete. Oeftr. Militär-Konversat.-Lexilon. Herausgeg. von Hirtenfeld u. Dr. Meynert (Wien 1851 u. f.) II. Bd. S. 760. Garant, Joseph Graf von (Publi- zist, geb. zu Mailand 1744, gest. zu Genf 12. Dec. 1819). Einer alten Fa- milie angehörig, erhielt er eine sorgfältige Erziehung in seiner Vaterstadt. Mit Verri,Beccaria,Frifi,Lamber. tieghi u. A. bildete er einen Berein, betitelt Obttz, der eine gleichnamige Zei, tung herausgab, worin politische und phi- losophische Fragen verhandelt wurden. Als Gegner dieses Vereins und seines Blattes trat Joseph Baretti mit seinem Journal: ^?ru.t.tg> lettOr^rig." auf. Eine mächtige Stütze hingegen fand der Ber- ein an den Encyklopädisten in Frankreich. Gorani machte sich alsbald durch seine Angriffe gegen die Regierungen bemerk- bar, vor Allem aber durch seine Abhand- lung gegen den Despotismus, die er ano- nym 1770 veröffentlichte. Als die fran- zösische Revolution ausbrach, übernahm der Clubb ihre Vertheidigung in seiner Zeitschrift, und für Gorani, der mit den Häuptern der Revolution in Verbin- dung stand, verlangte und erhieltBailly von der Nationalversammlung das franz. Bürgerrecht. 1792 kam G. nach Paris und verkehrte mit den Revolutionären der äußersten Richtung. Er betheiligte sich an der periodischen Presse und im „Nonittzur" erschienen seine Briefe an die Fürsten, gerichtet gegen Ludwig XVI. und zu Gunsten der Revolution; auch gab er eine heftige Flugschrift gegen die italienischen Höfe heraus. Alles dies be- stimmte den Erzh. Ferdinand, damal. Gouverneur von Mailand, Gorani aus seinem Vaterlande zu verbannen und seine Güter zu confisciren. Nichtsdesto- weniger übernahm G. von Seite des Wohlfahrtsausschusses eine geheime Mis- sion für Italien und begab sich an die Schweizer Gränze, aber dem österr. Ge- sandten Freih. v. Buol gelang es, das Verbot seines Aufenthaltes an derselben zu erwirken. Robespierre's Sturz machte auch seinen Umtrieben ein Ende; G. begab sich nach Genf u.lebte nun daselbst inftillerZurückgezogenheit.G.'sSchriften sind: „!?>aite ^u ÖeHpot«ms^ 2 Läs. (1770); — s") 2 Lä6 1793, 8".), die Briefe sind an den Her-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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