Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 336 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 336 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5

Bild der Seite - 336 -

Bild der Seite - 336 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5

Text der Seite - 336 -

336 Grigoletti, Michelangelo (Maler, geb. zu Roi^i - Franäe äi Voräsnons 29. August 1301). Lebte bis zu seinem achtzehnten Jahre im Elternhause, in den Mußestunden im Zeichnen sich übend, wofür er große Neigung zeigte. Als sein Onkel von väterlicher Seite, Pfarrer zu San-Giorgio in Pordenone, das Talent des Jünglings gewahr wurde, schickte er ihn uach Venedig in die Akademie der schönen Künste, in welcher er schon im ersten Jahre einen Preis erhielt. Aber nun wurde er der Knnst entrissen, da er als Rekrut in die Armee eintreten mußte. Sein Onkel, um die hoffnungsvolle Lauf- bahn seines Neffen in so trauriger Weise nicht unterbrechen zu lassen, kaufte ibn los und die östr. Regierung, als sie das Ta- lent des jungen Künstlers kennen gelernt, wies ihm auf die Dauer von 5 Jahren eine Unterstützung cm, welche ihn in die Lage versetzte, sich ohne Sorgen der Kunst zu widmen. Er trieb nun ernstlich seine Studien, erhielt mehrere Preise und malte im I . 1824 sein erstes größeres Werk: „InMr liebknZt Gatt Amur"; das Bild gefiel und der Fürst von Lucca kaufte es. Sein zwcites Bild: „Erniinia verbindet die Wunden CancreuZ", wurde Eigen- thum des Herrn Pietro Sar tor io in Trieft. Nun erhielt G. mehrere Aufträge, sein Sild: „Orminia, den blutende? Eancrea erblickend, stürzt uan: Pferde" wurde in der Ausstellung der Akademie belobt, von dem Hrn. Ant ivar i in Udine angekauft, und G. mußte es für Hrn. Parente in Trieft wiederholen. Ungeachtet so erfreu- licher Anfänge gelang es Gr igolet t i noch immer nicht, sich Bahn zu bre- chen, und er war genöthigt, zu seinem Lebensunterhalt in reichen Häusern Zeichnenunterricht zu ertheilen und in einem lithographischen Institut Copien der classischen Gemälde der Venetianer- Schule auszuführen. Als der Coneurs für die Altarbilder der St. Antonskirche. in Trieft ausgeschrieben wurde, bethei- ligte sich G. auch an demselben. Er wählte die „H. Anna mit Maria dem Ninde nnd andern Miigen". Bevor er aber an die Ausfüh- rung ging, begab er sich nach Rom, Flo- renz und den andern Städten Italiens, um die Meisterwerke der Kunst kennen zu lernen. Nach seiner Rückkehr vollen- dete er das Bild und stellte die Auftrag- geber so zufrieden, daß sie zu dem Preise, um den sie übereingekommen waren, noch eine Prämie hinzufügten. Nun erhielt er von dem Erzbischof Ladislaus Pyrker den Auftrag, zwei Altarblätter für die Kathedrale von Erlau zu malen; Grigo- lett i malte den „Grzengel Michael, wie rr Aaciler geleitet" , und eine „Heilige Familie". Nun wurde sein Name bekannt, und die Bestellungen häuften sich seit dieser Zeit ohne Unterbrechung. 1838 erhielt G. von Sr. Maj. dem Kaiser Ferdinand den Auftrag zu einem histor. Gemälde im großen Maßstabe: „Frannsrü Füscari schickt Zeinen Gia^ omli in'Z GelängnisZ", das- selbe befindet sich in der Belvedere - Gal- lerte in Wien, und G. mußte es für Lord Fi l ipsin London wiederholen. Im Jahre 1839 wurde G. Professor an der Kunst- akademie zu Venedig. Seinem Dienste obliegend, setzte er demnach seine eigenen Arbeiten fleißig fort, und fallen in diese Epoche folgende Gemälde: „Nie heil. Maria Mllgdalena", für Hrn. Peter Gas pari in Latisana; — „Ve? heil. Francisco", für den ErzPriester Ost ermann in Codroipo; — „Nie heil. Matter Gattes" und der „Heil. Alai5lN3 nunGllnzllgll", beide für das Semi- nar in Portogruaro; — „Nie heil. Fila- mena", im Auftrage der Stadt Porto- gruaro ; — „Sngllimll im Nüüe. belauscht uvn den Mi Zlten", für Herrn Sante Giaeo- melli in Treviso; — „Franrrsrll üa Kimini", für Hrn. Pet. Sartor io in Trieft und wiederholt für Grafen Girol. Sugana in Treviso; — „Ner uerlarne Zolin" , für Herrn Caal in Trieft und wiederholt
zurück zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich