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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 342 -
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342 bracht. Wer G. näher zu kennen Gele- genheit hat, überzeugt sich vom Gegen- theile. Eine seiner hervorragendsten Ei- genschaften ist die Liebe und Anerkennung jedes Talentes, das er durch freund- liches Urtheil fördert und ermuntert. Bekannt sind die geistreichen schlagferti- gen Antworten, Urtheile, Aussprüche, die in der Conversation aus seinem Munde kommen und deren Sammlung einen großen Reiz für Jedermann böten, weil sie ebenso oft die täglichen Verhältnisse des Lebens, als Kunst- und Literatur» Gegenstände berühren. So z. B. sagte er von derRistori: „Wie groß muß diese Künstlerin gewesen sein, bevor sie berühmt geworden"; — von einem Ar- chäologen, der über jeden verwitterten Stein und jedes Stück bemalter Lein- wand in Extase gerieth, sagte er treffend: „Er ist einer jener Menschen, die sich glücklich fühlen, wenn sie eine Mutter Gottes finden, die wie ein alter Rech- nungsrath aussieht"; — die sinnreiche Definition der Eifersucht: „Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft" wird ihm zugeschrieben; — über Mozart bei Aufführung der 6-moii-Symphonie: „Die hat Mozart sicher vor der Erbsünde componirt"; — über den Styl des Thoas in Goethe's „Iphigcnie": „Der Thoas spricht wie ein taurifcher Hofrath"; — die Bezeich- nung des kühlen nordischen Wesens der Jenny Lind, die er als Sängerin hoch- stellte, mit dem Ausdrucke: „Zugeknöpft bis an die Zähne" u. d. m.; seine Defi- nition der Dichtkunst bei Gelegenheit, als die Richtung der modernen Dramatiker, in Prosa zu schreiben, zur Sprache kam: „ In Versen denken ist Dichten! Mit dem Verse entstand die Dichtkunst" u. d. m. I. Biographien und Biographisches. — Ueber Gr i l lparzers Namen. — Einzelne Lebens- momente, Charakteristiken und Silhouetten seiner Persönlichkeit. Album der östr. Dichter (Wien, Pfautsch, 8°.) I. Serie, S. 97. Bio- graphie G.'s von Otto Prechtler lnach dieser geb. 15. Iänn. 1791). — Familienbuch des österr. Lloyd (Trieft, gr. 4",) I I I . Bd. (18S3) S. 370 — 380: „Franz Grillparzer" von Heinrich Laube leine geistvolle literarisch- kritische Lebensstizze des österreichischen Dich- ters, ihn gegen das ungereimte Ignoriren der norddeutschen Literar- und Literaturgcschichtler, deren jeder spätere den früheren ab- und nach- schreibt, energisch in Schutz nehmend, und die- ser duftvollen Blüte die hervorragende Stelle . wahrend, welche ihr im deutschen Dichtergarten gebührt). — Wiener Theaterzeitung, herausg. von Adolph Bäucrle. 1857, Nr. 25: „Vor Vierzig Jahren" von A. S i las leine treff- liche, kurze aber Alles umfassende Lebensskizze. Nach dieser ist G. am 15. Iän. 1786 geboren. Diese Angabe ist unrichtig; das im „Album östr. Dichter" mit 15. Jan. 1791 angegebene das einzig richtige und durch die 1841 seinem 50. Geburtstage zu Ehren geprägte Erinne- rungsmedaille bestätigte Datum). — Oesterr. illustrirte Zeitung (Wien, 4°.) 1852, Nr. 39, S. 307. Biographie mit Porträt im Holz- schnitt. — Frank l (L. A. Dr.), Sonntags- blätter (Wi2N, gr. 8°.) VI . Jahrg. (1847) Nr. 1 : „Franz Grillparzer" von I . S. Tau- ber seine kurze literarische Skizze, in welcher zu Ende eines in einem deutschen Journale erschienenen Aufsatzes von G. erwähnt wird, worin neben der Anerkennung des Dichters mit unzarter Faust in das innerste Leben des Menschen gegriffen wird). — (Leipziger) I l lu- strirte Zeitung, hcrausg. von I . I . Weber 1846, Nr. 132, S. 30 »aselbst feine Lebens- slizze mit Porträt in einem Tableau, zugleich mit den Porträts von Bauernfeld, Castelli, Deinhardstein, Ebert, Feuchtersleben, Frankl, Grün, Halm, Lenau, Pyrker, Seidl, Stelz- hammer, Vogl u. ZedliA. — Iris. Original- Pariser-Moden-Magazin für Damen (Graz) 1. Dec. 1850 (II . Jahrg.) IV. Bd. Lfrg. 9: „Franz Grillparzer. Eine flüchtige Skizze." Wahrhaftig nicht mehr!j — Oestr. National- Encyklopädie (von Gr äffer u. Czikann), (Wien 1835) II. Bd. S. 423. — Graf f er (Franz), Historisch-bibliographisches Bunterlei (Vrünn 1824, kl. 8°.) S. 221. — (Brockhaus) Conversations-Lexikon (10. Auflage) VII. Bd. S. 181. — XouvsUü Ni03?2.pkio ßönsrais . . . pnbliäs sous 1Z. äireation äs Nr. 1e .Dr. Noeksr (?ar!8 1853) XXII . Lä. 8p. 62 fteidc mit der unrichtigen Angabe des Geburts- jahres 15. Jänner 1790. Wenn dieses Werk sagt: »82 vie 82 iä8unis priQcixaluaent äg.Q3 1e« oeuvres rsrua rynabies, gu'U a äun- 2,6s5> ä, Ik 5oeno alleuiailä" und Querard in seinem „1.5 ^i-aueo Uttsrüire« 1olU..III.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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