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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 391 -
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391 Haftn von Holländern besetzt waren, einen Weg einschlagen, den vor ihm noch kein Europäer gemacht. Er durchwanderte zu Fuß dieTartarei, Hinboftanund Persien. Eine Beschreibung seiner Reise durch die Tartarei und Mongolei, ferner des chinesischen Reiches, meistens in Briefen an seine Ordensbrüder enthalten Kirch ers: „ObiliÄ iUnstrata"; — ferner Thevenots ,Nk1l>,ti<)N8 äss äivorssL vo^ases." lVergl. über alle drei Johann Nep. S to eger am angez. Orte S. 110 u. 111.) Grueber, siehe auch: Gruber. Grübler, Florian (Bildhauer, geb. zu Kolbnitz im MöllthaleKärntens 21. März 1746, gest. zu Wien 2. April 1813). Da er schon frühzeitig Neigung zur Kunst au den Tag legte, brachte ihn sein Vater in jungen Jahren zu einem Verwandten nach Burghausen in Baiern, wo er die Bildhauerkunst erlernte. Nach beendeter Lehrzeit machte er Reisen, ar- beitete in den größeren deutschen Städ- ten , und während er früher vornehmlich in Holz schnitzte, wählte er nunmehr Stein und Metall. In Mannheim, wo er mit einer Arbeit einen akademischen Preis errungen hatte, um den viele Künstler mitgeworben, lenkte er zuerst die Aufmerksamkeit der. Kunstwelt auf sich. Nun einem Nufe nach München fol- gend , arbeitete er an den Statuen des kon. Hofgartens in Nymphenburg theils mit, theils führte er die Leitung dieser Kunstarbeiten. Von München ging er 1780 nach Wien und wurde da mit noch zwei anderen Bildhauern vom kaiserlichen Hofe nach Innsbruck beordert, um dort an dem Monumente zu arbeiten, wel- ches Maria Theresia ihrem Gemal Franz I. errichten ließ. Nach beendetem Werke kehrte er nach Wien zurück, er- warb daselbst mit mehreren Werken aka- demische Preise und wurde Mitglied der Akademie. Als Fürst Kaunitz in Auster- litz eine neue Kirche erbauen ließ, wurde G. mit noch zwei anderen Bildhauern mit der Ausführung der Bildhauer- arbeiten für das Gotteshaus betraut. Die langen und blutigen Kriege zu Ende des vorigen und Anfang dieses Jahrhun- derts waren für die Kunst nicht günstig und es gab für G. keine bedeutenderen Arbeiten mehr. In den vorgerückten Jahren beschäftigte er sich nur noch mit Ausführung von Alabaster-Figuren. Von seiuen Werken sind außer den bereits erwähnten noch zu nennen: Das Brust- bild des Erzherzogs Karl aus carrari- schem Marmor für den kaiserl. Hof in Wien, und ein zweites für den Münch- ner Hof. In der Kirche zu Austerlitz die 12 Statuen der Apostel und alle Altar- blätter in Basreliefs aus Oyp?. An der von Zauner ausgeführten Statue des Kaisers Io seph hatte G. nicht geringen Antheil. Eine ansehnliche Summe in Gold nebst dem Ausdrucke der kaiserl. Zufriedenheit wurde ihm dafür zu Theil. G. starb im Alter von 67 Jahren. Nagler (K. K. Dr.), Neues allgeui. Künstler- Lexikon (München 1835, 8°.) V. Bb. S. 402. — Oestr. National-Encyllopädie (von Gräf- fer und Czikann), (Wien 1837) VI. Bd. u. Suppl. S. 464. Grün, Anaftasius, siehe: Auersperg, Anton Alexander Graf (I. Bd. S. 86). Grün, Johann (Schauspieler, geb. in Wien um dasI. 1820). Grüns Laufbahn, wie die aller Talente, war eine dornenvolle. Früh ging er zum Theater und mußte sich jahrelang mit untergeordneten Rollen begnügen. Erst als er in der Rolle eines „Wachters" in einem Volksstücke sehr beifällige Auf- nahme fand, richtete sich die Aufmerk- samkeit des Pnblicnms auf ihn. Bei dem herrschenden Rollen-Monopol hatte aber dieser Erfolg für G. kein anderes Er- gebniß, als daß er nun dreiviertel Jahre immer nur Wächterrollen spielte. Ein anderes Mal ging es so mit dem Charak- ter eines Bauerntölpels, den G. meister- haft durchführte. Ein solcher Vorgang konnte aber weder ermuthigend noch för-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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