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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 392 -
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392 dernd auf G.'s Talent wirken. Endlich gelang es dem wirklich originellen Ko- miker , der keine der bekannten Größen in diesem Fache nachahmt, sich Bahn zu brechen und seit etwa 4 Jahren zählt G. zu jcnen Specialitäten im Gebiete der Bühnen-Komik Wiens, die gesehen zu werden verdienen. Die unbedeutendste Rolle wird in G.'s Händen zu einer ori- ginellen Studie, die ächte Wiener Jovia- lität, die wienerische ungefährliche Leicht- fertigkeit, die humorvolle gemüthliche Keabeit, die immer die jacher auf ihrer Scite hat, finden in O. den vollendeten Ausdruck, und mit einem zwerchfellerschüt- ternden Mienenspiele, einer launigen Sprachweise verbindet er, und das will in der Wiener-Komik Etwas sagen, ein maßvolles Benehmen in jeder Rolle. Nie verletzend, nie gemein, drückt er auf seine Gestalten Lichtblicke, deren künstlerische Wirkung erst nachträglich recht hervor- tritt, wenn man über die Auffassung des einen oder andern seiner Charaktere nachsinnt. Die Zahl seiner Rollen ist sehr groß. I n seiner Maske des großen Kaisers oder kleinen Corporals, mit den rückwärts übereinander gekreisten Hän- den, verdiente er durch das Bild verviel- fältigt zu werden. Tritsch-Tratsch (Wiener Caricaturcnblatt, 4°.) 1853, Nr. 24: „Wiener bekannte Persönlich- keiten. VII. Johann Grün." — Dasselbe 1859, Nr. 6. lIn beiden Nummern sein gut getroffenes Brustbild im Holzschnitts — Der Telegraf (Wiener Journal, kl. Fol.) 1857 ^IX. Jahrg.) Nr. 87: «Wiener Sühnen-Cha- raktere" Imit G.'s Porträt in ganzer Figur). Grün, Milo Johann Nepomuk (theo- logischerSchriftsteller,geb. zuFlöhau im Saazer - Kreise Böhmens 11. Nov. 1751, gest. zu Prag 20. Jänner 1816). Besuchte die unteren Schulen in Saaz, die philosophischen Jahrgänge in Prag, wo er auch die Theologie studirte und sowohl die Philosophische als theologische Doctorswürde erhielt. 1769 trat er in den Orden der Prämonstratenser und empfing 1776 die heil. Weihen. Durch 10 Jahre versah er das Amt eines Se- cretärs seines Abtes, kam dann als De- chant nach Iglau, wo er blieb, bis er 1804 zum Abte des Stiftes Strahow er- wählt wurde. Anf diesem Posten wirkte er für die Hebung des theologischen Stu- diums im Stifte, u. z. führte er das theo- logische häusliche Studium in demselben ein und trug selbst als Abt durch 3 Jahre die Moral- und Pastoral - Theologie im Stifte vor. Auch hob sich unter ihm das Gymnasium zu Saaz, das sein Orden nnter sich hat, zu neuem Glänze. 1799 ernannte ihn Kaiser Franz zum Propst im Stifte und 1809 zeichnete er ihn durch den Leopold-Orden aus. G. bekleidete mehrere akademische Würden, als d^ eines Directors des Philosoph. Studiums an der Prager Hochschule, im I . 1812 die des Ii.ect0r Ag.FQiü<M8, auch war er Beisitzer des landständischen Ausschusses in Böhmen. Als theologischer Schrift- steller gab er unter andern heraus: „Tan- retanizche Titanen,. Snm Nutzen seiner Hrertie ans- gelegt" (Iglau 1795); — „ / ?rg.A 1779); — „Sätze ans der Maral- und Pastorat» Oheulugie" (Ebenda 1805, 1806 und 1807, 4".); — „Rnrz- getaute pragmatische Geschichte des Nänigreichs Rühmen nnter Josephs ll. Negiernng/' (Wien 1783, Trattner, 8°.); von dieser meldet Graff er, er habe sie in Handschrift zu- rückgelassen , sie ist aber, -wie es sich hier zeigt, gedruckt erschienen; hingegen dlie- ben seine > Anales Ft^a/lorienseF" in Handschrift zurück. G. starb als Abt sei- nes Ordens im Alier von 65 Jahren. Neue Annalen der Literatur des östr. Kaifer- thums. II. Jahrg. I. Bd. (Wien, Doll, 4°.) 1808. Intelligenz-Blatt April, Sp. 155. — Erneuerte Vaterländische Blätter, herausgeg. von Di>. Frz. S arto ri (Wien) 1816, S. 117. — Oeftr. Nat.-Encyklopädie von (G raff er u. Czilann), (Wien 1835) II. Bd. S. 435.
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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