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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Füger-Gsellhofer, Band 5
Seite - 395 -
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395 Franz Grafen Cr enne ville, welcher an seine Stelle als erster General-Adjutant des Kaisers trat. Schon früher besaß der Graf. das Commandeurkreuz des österr. Leopold-Ordens, außerdem noch Deco- rationen von Rußland, Preußen, Baiern, Sachsen, Würtemberg und andern Staa- ten. Der Graf ist (seit Ift. Mai 1831) vermalt mit Karoline Gräsin Traut- mannsdorff, aus welcher Ehe drei Söhne und drei Töchter abstammen (siehe unten die Genealogie). I. Zur Biographie des Grafen v.Grünne. Wiener Theaterzeitung. 1861, 4. August. — Oestr. Militär - Konversations - Lexikon. Herausgeg. vonHirtenfeld u. Dr. Meynert (Wien 1851 u. f.) II. Bd. S. 806. — (Brockhaus) Conversations-Lerikon (10. Aufl.) VII. Bd. S. 230. — Berlinische Nachrichten von Staats- und gelehrten Sachen. 1850, Nr. 189. — Wiener (amtliche) Zeitung 1859, vom 24. Oct. II. Genealogie der Grafen van Grü'nnc. Die Grafen v. Grünne entstammen einem alten niederländischen Geschlechte u. z. dem der Herren von Hemricourt, welches schon im 12. Jahrhunderte in der damals sogenannten N2.5d2?s, einem beträchtlichen am linken V^aas- ufer gelegenen Theile des Lütticher Landes blühte. Arnold II. wurde 1320 mit der Herr- schaft Mozkt belehnt, Arnold III. war im Jahre 1363 Hranä Lkilli (so viel etwa wie Oberstburggraf) der Provinz Namur. Den Namen Grünne nahm zuerst Anton, Herr zu Mozet, an, der die Herrschaft Grünne von seiner Mutter erbte und 1558 starb. Nikolaus Franz Nemricourt äo 2lo2St, Graf und Herr von Grünne (geb. 25. Dec. 1701, gest. lö. Febr. 1751), wirtl. geheimer Rath, General-Feldzeugrneifter, ein Liebling des Kaisers Franz I., folgte demselben nach Wien und erhielt 1745 bei der Krönung des- selben in Frankfurt für sich und seine sämmt- lichen Geschwister die erbliche Reichsgrafen- würde. Im Begriff mit Ankauf des Für- ftenthums La Röche in Luxemburg die reichs- fürftliche Würde in die Familie zu bringen und das Gouvernement von Luxemburg zu übernehmen, ereilte ihn der Tod. Von seinem Bruder Graf Philipp Anton I. (geb. 26. Nov. 1702, gest. 17. Mai 1753) stammen bie jetzigen Glieder der Familie ab. Graf Philipp Anton I. war mit Anna Therese Gräsin von Elllerhäzu (gest. 1752) vermalt; aus dieser Ehe stammt Graf Milipp An- ton II. (geb. 11. Febr. 1732, gest. 3. April 1797), kaif. Generalmajor, vermalt (feit176i> mit Christiane Nagdalena Rayel v. Holstein. Aus dieser Ehe stammen: Graf Philipp Ferdi- nand Wilhelm (siehe den Folgenden), der Stifter der österreichischen — und Graf Joseph Maria Earlomann, der Stifter der niederländischen Linie, welche beide noch heute blühen. — I. Oesterreichifche Li- nie: Philipp Ferdinand Wilhelm war mit Rosaüe Freiin v. Felz vermalt. Aus dieser Ehe stammt Graf Kart Ludwig (siehe den Obigen), vermalt (seit 16. Mai 1831) mit Varoline Prinzessin v. Trnulmannsdorss, Tochter des Fürsten Johann von und zu Traut- mannsdorff-Weinsberg, k. t. Oberst- Stallmeister. Aus dieser Ehe stammen drei Söhne und drei Töchter: Graf Philipp (geb. zu Wien 4. Nov. 1833), Rittmeister im Ad- jutantencorps; — Graf Ferdinand (geb. zu Arao 2. Nov. 1836), kais. Oberlieutenant bei Graf Civalart-Uhlanen Nr. i ; — Graf Rudolph (geb. zu Wien 19. Sept. 1838), Lieutenant ebenda; — Gräsin Karoline (geb. zu Wien 5. Juli 1832), vermalt (seit 27. April 1852) mit Aaloman Grafen SMjönui; — Gräsin Marie (geb. zu Wicn 8. Juli 1835); — Gräfin THerese (geb. zu Saaz 1. Aug. 1840). — II. Niederländische Linie: Von Grafen Joseph Maria Carlomann, dem Stifter derselben (geb. 20. Febr. 1763, gest. ?) stammen drei Söhne: Graf Alexander, Graf Wilhelm und Graf Gugen. Von dem ältesten, dem Grafen Alexander (geb. 11. April '814, gest. 16. Dec. 1841), vermalt (seit 10. Juli 1838) mit Varia Charlotte Vrlavie Freiin von 5enzeik (geb. 7. Jänner 1817> stammt das gegenwärtige Haupt der nieder- ländischen Linie Graf Karl Arthur Philipp Ernst (geb. zu Lüttich 15. März 1840). lBergl.: Kneschke (Dr. Ernst Hemr.), Deutsche Gra- fenhäuser der Gegenwart (Leipzig 1852, Wei- gel, gr. 8".) I. Bd. S. 298. — Gothaisches- genealogisches Taschenbuch der gräfl. Häuser für das I. 1859. XXXII. Jahrg. S. 324. — Histor. heraldisches Handbuch (Gotha 1856, Perthes, 32°.) S. 283.1 III. Wappen der Grafen von Grünne. ^. der österreichischen Linie: Im rothen Schilde ein silberner rechter Schrägbalken. Ueber der Grafenkrone ein gekrönter Helm, auf welchem drei Straußfedern lroth, silbern, roth) stehen. Das Wappen erscheint auch mit folgender Abänderung: auf dem gekrönten Helme ein offener rother Adlerftug, dessen rechter Flügel mit einem silbernen schräglinken, der linte mit einem schrägrechten Ballen belegt ist. L. der niederländischen Linie: Quergetheilter Schild, oben in Roth ein silberner schräg-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Füger-Gsellhofer, Band 5
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Füger-Gsellhofer
Band
5
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1859
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
426
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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