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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Guadagni-Habsburg, Band 6
Seite - 341 -
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Seite - 341 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Guadagni-Habsburg, Band 6

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H»bslmrg — Aarl Habsburg — Aarl von Frankreich geschloffen. Beide Fürsten sollten Frankreich zugleich angreifen; Heinrich von der Picardie aus, Kar l von der spanischen Grenze mit 40.000 Mann, und um diesen Bund zu festigen, sollte Kar l mit Marie, der einzigen Tochter des englischen Königs, sich ver- malen. Wolsey, welcher langst nach der Tiara strebte, waren vom Kaiser Hoffnun» gen gemacht worden, die sich jedoch nicht erfüllen sollten. Während diese Bündnisse für die Zukunft geschloffen wurden, ward das Mailändische Schauplatz des Krieges. Lautrec, welcher das französische Heer commandirte, operirte mit aller Gewandt» heit, konnte aber.nicht verhindern, daß die kaiserlichen Truppen im Vereine mit den päpstlichen Mailand besetzten, welches ihnen die Partei der Ghibellinen übergeben hatte. Parma und Piacenza erhielt der Papst und zu Ende des Feldzugs besaßen die Franzosen nur mehr Cremona, das Mailänder Castell und einige unbedeu- tende Forts. Obwohl der im folgenden Jahre erfolgte Tod Leo's X. (2. Decem ber 1322) die Liga auflöste, waren die Erfolge der Franzosen nicht glücklicher', Lautrec wurde bei Bicocca (22. April 1322) von C o l o nn a geschlagen und zog sich nach Frankreich zurück, worauf unmit- telbar nach seinem Abzug sich Alles, Cremona ausgenommen, den Kaiserlichen ergab. Die weiteren Erfolge der kaiser« lichen siegreichen Waffen wurden durch den Ausbruch neuer Bürgerkriege in Spanien unterbrochen. Toledo und die anderen castilischen Städte hatten sich gegen den Adel erhoben und Juan de Padi l la an die Spitze gestellt. Segovia, Burgos, Zamora thaten ein Gleiches und endlich auch Valladolid. Hadrianvon Utrecht, der in des Kaisers Nbwesen- heit die Regentschaft führte, war zu schwach um den Aufstand zu bandigen, dessen einzelne Gemeinden sich ver« bündeten und die santa Hunta. schloffen. Kar l V., zu jener Zeit in den Nieder» landen, gab den Admiral Fedrique Enriquez und den Connetable von Castilien, Iun igo de Velasca, mit aller Machtvollkommenheit Hadrian an die Seite. Aber erst mit P ad i l las Fall nahm der Aufruhr ein Ende, der für Spanien traurige Folgen hatte; denn die Städte, welche daran Theil genommen, verloren ihre Privilegien und mit diesen ihren Handel und ihre einstige Blüthe, und konnten nimmer wieder sich erholen. Als bei der Rückkehr des Kaisers nach Spanien (October 4522) der Aufruhr überall gedämpft war, konnte jetzt erst Kar l auf ein neues Bündniß gegen Frankreich und die Fortsetzung des unter- brochenen Krieges denken. Der Conne« table, Kar l Herzog von Vourbon, war von Franz I. beleidigt und von Kaiser Kar l V. für seine Zwecke gewon« nen worden. Der Krieg begann wieder zuerst im Mailändischen, wo der unfähige Höfling Gouffier, Admiral von Bon» nivet, den Oberbefehl des französischen Heeres führte. Bonnivet erlitt mehrere Niederlagen, aber die von den Kaiser» lichen gewonnenen Vortheile wurden durch das Mißgeschick an anderen Puncten beeinträchtiget, indem die englische Armee von 3a Tremouille, die Spanier aus La Guienne und die Reichstruppen aus Burgund gedrängt wurden. Schon hatte Gouffier Mailand verloren und der Kaiser war entschlossen, in Frankreich ein- zufallen. Bourbon drang auch (August 1324) bereits in der Provence ein, wurde aber zurückgeschlagen. Franz I., von diesem vorübergehenden Erfolge er» muthiget und von der Idee gestachelt, Mailand wieder zurück zu erobern, er» öffnete im folgenden Jahre selbst den
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Guadagni-Habsburg, Band 6
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Guadagni-Habsburg
Band
6
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1860
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
502
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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