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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Guadagni-Habsburg, Band 6
Seite - 385 -
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Seite - 385 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Guadagni-Habsburg, Band 6

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Habsdurg — Karl 388 Habsburg — Karl (Fol.);— 18) Stahlstich vonWeger (Leipzig, 4°.), Kniestück; — t9) Seele x., F. Wrenk8o. (Noyal-Fol.), Kniestück, Schwarzk., 4 Thlr. (Drugulin); — 20) ohne Angabe des Stechers (Kininger?) (Imp. Fol.), ganze Figur, die mit einem LorbeerkranZe umwundene Fahne haltend, Schwarzk., 4 Thlr. (Drugulin). VIII. Gedichte. Groß ist die Zahl der Gedichte, in welchen der Erzherzog Kar l , vornehmlich als Held von Aspern, ist besungen worden. Hiergeschieht nur einigerderselben Erwähnung. I n den „Spatziergängen eines Wiener Poeten" befindet sich unter der Neberschrift: „Aspern" eine der begeistertsten Hymnen dieses Sängers der Freiheit. — Theodor Körner singt von ihm: „Was die Tage auch zerschmettert haben, Kar l und Aspern ist in's Herz gegraben, Karl und Aspern donnert's im Gesang", und an anderer St?lle: „Aspern klingt's und Kar l klingt's sie« gestrunken, Wo nur deutsch die Lippe lallen kann". — Nikolaus Lenau widmet in seinem Gedichte auf das Jubelfest des Erzherzogs Kar l im Jahre 1843 demselben begeisterte Strophen, in einer derselben heißt eS: „Die Donner Asperns Haben's ausge- sprochen: Er ist besiegbar, unvergeßlich Allen, Und Leipzig wird die Donner widerhallen, Napoleon's Waffenzauber war gebrochen. O Karl! es war Dein schönster Heldentag, O Oesterreich, dein höchster Herzensschlag!"— Freiherr von Zedlitz in seinen „Todtenkrän- zen" gedenkt in den an Napoleon gerichteten „Canzonen" (Karl weilte damals noch glück- licherweise unter den Lebenden, sonst hätte des Sängers Muse an seinem Grabe mehrere der herrlichsten Canzonen dichten müssen) des Heb den von Aspern in der herrlichen Canzone: — Dick) — grüß' ich, Sproße der Cäsare; Der Du voran flogst in des Kampfes Wetter, Du, zweimal Deutschlands Hort und sein Erretter; Daß sieghaft Du gescheucht die fränk'schen Aare Dem Kränze reich die Heldenstirn umgaben, Als, trau'n! der Ruhm nicht wohlfeil war zu haben, Und wenn auf andern Feldern tapf're Schaaren Um Kronenrecht, um alte Grenze stritten, Um künft'ges Glück, um schöner Hoffnung Blüthen, v. Würzb ach, biogr. Lexikon, V l . Du stritt'st, um lange Schmach, die wir erlitten, Zu rächen und den deutschen Ruhm zu wahren; Und, keinen Bessern gab es, ihn zu hüten! Aus rauher Stürme Wüthen Hast Du ihn rein und unversehrt getragen. — Hammer-Purastal l verewigt das Natur- ereigniß, das sich bei Karl 's Leichenzuge den Blicken der angegriffenen Menge darbot. Wäh- rend ein Doppelregenbogen den Himmel mit der Erde zu verbinden schien, krachte in die Salven der Geschütze der Donner des Stur- mes, und Hammer singt aus diesem Anlasse: „Der Himmel stimmt zum Leichenzug hie« nieden, Der Doppeldonner gilt dem Feldherrnstab, Den Sieger Asperns senken sie in's Grab! Der Doppelregenbogen kündet Frieden, Und doppelt Heil als Trost dem Haus be- schieden, Das Deutschen ihrenHelden-Retter gab." — Heinrich von Kleist nennt in seiner Dichtung an den Erzherzog denselben: „Ueberwinder des Unüberwindlichen". — Der königliche Sänger Ludwig von Bayern verherrlicht den Helden mit den Worten: „Mag auch Alles anders sich gestalten, Solche Namen werden nie veralten, Leben fort in der Erinnerung; Deutschland werden mächtig sie begeistern, Daß kein Feind sich seiner kann bemeistern, Mächtig ziehet nach derThaten Schwung." — Außer den bisher angeführten sind aus der großen Zahl heimischer und fremder Dichtun» gen zu nennen: Wi lhelmine Maisch' „Ge- sang, dem Erzherzoge Kar l gesungen". — I . M. v. G.'s „Todtenfeier Carl 's.— A. Ber- ger: „Zur Enthüllungsfeier des CarlMonu« mentes". — Auch hat außer der von I . G. Seid l gedichteten Festcantate (siehe oben: VI . Monumente) der Nestor der österreichi- schen Poeten, „Castelli", eine Cantate geschrie- ben, welche ihres geharnischten zeitgemäßen Tones wegen bei der Feierlichkeit nicht abge« sungen wurde. — Ferner enthält die „Militär- Zeitung",herausg. vonI . Hirtenfeld,1860, Beilage zu Nr. 41: „1324 ein Gedicht von Joseph Ferdinand Weigl". M s Erzherzog Kar l im Jahre 1824 die Festung Peterwardein besuchte und um Mittagszeit die höchste Stelle der Festung bestiegen hatte, kreiste um sein Haupt ein Adler, so daß von diescm schönen Zufalle die Umgebung ergriffen die Häupter entblößte und sich vor dem Helden verneigte. 23
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Guadagni-Habsburg, Band 6
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Guadagni-Habsburg
Band
6
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1860
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
502
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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