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Haimberger 213 Haimberger
den österreichischen Hochschulen vorge-
schrieben. Im Jahre 1839 erschien eine
italienische Uebertragung desselben von
Dr. (ĂĽ. Vosio nobilo X1ar6ndru.iiN)
und dem von Ioh. Henfner herausge«
gebenen „liomai ma^ä^oF täddu^ils ",
d. i. römisches Privatrecht (Pesth 1836.
2 Theile), ist neben Bruno Schilling,
Haimberger's gediegenes Werk zu
Grunde gelegt. AuĂźerdem hat H. mehrere
rechtswissenschaftliche Abhandlungen in
der von Dr. Wagner, später von Dr.
Dolliner und Dr. Kudler heraus-
gegebenen „Zeitschrift für österreichische
Rechtsgelehrsamkeit", veröffentlicht, u. z.:
„Ueber ben Aebertritt ullm griechiLch-Küthlllischeu
znm lateinischen und umgekehrt uam lateinischeil
zum griechisch-katholischen AitnZ" ^1823, 1^
183—192^; — „Ueber den Ichrnt mn
Mlqien" ft826, I I , 223 -24^ ; —
„Ueber l>ie Tngiltigrrklärnng
^827,1, 322—330^; — „Neber t>ie
keit ller Oeistliälln, eine Vormnndschatt u^ über-
nehmen" ^l828, I I , 324—328^, — „Vrber
die Mrkungrn der letzten Mllrnserklärnngen der
GrdenZnntglirder vor Iblegnng der feierlichen
OelĂĽbde nach ĂĽem gemeinen nnd dem ĂĽster-
reichischen Kirchenrrchtr" ^1838, I I , 53—
6 ^ ; — „Nemerknngen über dll5 DrrliältniüZ
der österreichischen Rechte zn dem römischen
Zechte" ^837, I, 179—186^ — „Ueber
den Gerichtsstand der VnlMindrr" s4837, I I ,
419^.126^ — „Von der Getnhr und dem
Nutzen einer zwar verkantten aber nach nicht
übergebrnen Sache" ^1837, I I , 345—330)
— und „Kurze kirchrnrechrliche Bemerkungen
zu den §§. 57Z u. N9 des allg. bürg. Gesetz-
bnches" ft838, I I , 37—60^. Haimber-
ger zahlt noch zu der gediegenen Schule
der älteren österreichischen Juristen, welche
Namen wieDolliner, Pratobevera,
Nippel, Kudler, Vinc. Wagner,
Winiwarter, Zeiller aufzuweisen
hat, und welche den Ruf begründeten, dessen sich die österreichische Jurisprudenz
bis zum Jahre 4848, also in einer Zeit
erfreute, in der alles Andere sich bereits
ĂĽberlebt hatte.
Verhandlungen des österreichischen verstärk«
ten Reichsrathes 1860. Nach den stenogra-
phischen Berichten (Wien 1860, Friedrich
Manz, kl. 80.) Bd. I I , S. 387.- Kurze bio«
graphische Daten; Bd. I, S. 120: AeuĂźerung
Haimberger's über den Austritt des Gra»
fen Barkoczy; S. 396: Neber die Finanz»
procuraturen; Bd. I I , S. 24: Ueber die
Sprachenfrage in Galizien; S. 287: Ueber
den Minoritätsantrag. — Gothaisches
genealogisches Taschenbuch der freiherr»
lichen Häuser (Gotha, Iustus Perthes, 32".)
I86U (lO. Jahrg.) S. 295; 1881 (ll.Jahrg.)
S. 270. — Freih errN'Dip lom vom
t8. Octoder 1856. — Wappen. Gevierteter
Schild, i : in Blau die rechtsgekehrte Themis
aus dem FuĂźrande hervorwachsend, mit
weißer Vinde um die Augen, rothem Ueber»
wĂĽrfe ĂĽber die rechte Schulter um das
faltenreiche weiĂźe Gewand, mit pfahlweise
aufgerichtetem Schwerte in der von sich
gestreckten Rechten und der goldenen Schalen»
wage im Gleichgewichte in der zur Brust gezo»
genen Linken; 2 : in Gold ein aufgeschlagenes
Buch im schwarzen Einbande mit rothem
Schnitt; 3: in Roth drei goldene Sterne, zwei
ĂĽber einen; 4: in Vlau ein aufgerichteter ein'
wärts schreitender silberner Greif mit rother
Zunge, in der erhobenen rechten Vorderpranke
einen goldenen SchlĂĽssel pfahlweise aufrecht
tragend. Auf dem Schilde ruht die Freiherrn»
kröne mit drei darauf gestellten gekrönten Tur»
nierhelmen. Aus der Krone des mittleren Hel»
mes erwächst das in 1 angegebeneThemisbild;
aus jener des rechten Helmes ragt zwischen
einem offenen, rechts von Gold und Roth,
links abgewechselt quergetheilten Adlerfluge
ein schwarz bekleideter Unterarm mit einem
dem in 2 ähnlichen Buche in der bloßen Hand
empor; die Krone des dritten Helmes trägt
einen dem in 4 ähnlichen Greif. Waylspruch.
Unter dem Schilde auf blauem, auf« und aus'
wärts flatterndem Bande in Silber die Devise:
„I^bor oninia. vinoit". — Stand der Familie.^
Aus der Ehe mit Iulie, gebornen von Csala
(gest. 19. Juli 1842) stammen zwei Söhne
und vier Töchter: Jul ius (geb. 12. April
1827); Antonia (geb. 29. December 1830),
vermalt seit 3. Juni 1850 mit Anton Ralfchcck,
Kreisgerichtsrath zu Tarnow; Pauline (geb.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Habsburg-Hartlieb, Band 7
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Habsburg-Hartlieb
- Band
- 7
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1861
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 472
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon