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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Band 7
Seite - 264 -
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Hamilton 264 Arbeiten begegnet man öfter auf den Schlössern des niederösterreichischen Adels. Sein Todesjahr, welches Nagler nichi angeben kann. setzt Tschischka S. 363 um das Jahr 1730 an. — Johann Georg oder öfter auch John Georg (geb. zu Brüssel 1666, nach Anderen 1672, gest. zu Wien um 1733). Zwei- ter Sohn Jacob's und Bruder Fer- dinand Phil ipp's und Kar l Wil- Helm's; erhielt den Unterricht in der Kunst von seinem Vater; er malte Blumen, Früchte, Insecten mit großer Meisterschaft, vornehmlich berühmt ist er als Pferdemaler und verstand er als solcher insbesondere das Charakteristische der verschiedenen Racen zum Ausdrucke zu bringen. Er malte viele Jahre in Brüssel, begab sich aber dann nach Wien zu seinem Bruder. Von Wien folgte er einem Rufe an den Hof nach Berlin, wo er bis zum Tode Friedrich's I. verblieb, dann aber wieder nach Wien zurückkehrte und daselbst als Cabinets» maler des Fürsten von Schwarzen- berg starb. Doch lauten über ihn die Angaben verschieden; nach Fr. Müller's und nach dessen Tod von Klunzing er fortgesetztem Werke: „Die Künstler aller Zeiten und Volker", Bd. I I , S. 339, wäre er aus preußischen in Dienste des Churfürsten von Bayern getreten und 1733 in München, nach Nagler und Tschischka im genannten Jahre zu Wien, nach Kr äfft und Engert zu Wien, bei beiden im Inder 1737, im Texte 1740, gestorben. Von seinen Arbeiten befinden sich zu Wien in der kais. Gemälde» gallerie im Belveoere: „Mrr Merde nnd M i Füllen in einer Iand5chatt Neidend"; — „Funk Pterde ant der Mide"; — „Nn5 Kai5. Gestüte jn Aipiczll in Arain mit einer Menge (72) nach der Natnr gemalter Pterde" (gem. 1727, 3'8"H., 8'10"Br.);-„W nnd zwei Nrhe in riner Vandschatr"; — „Auf der Grde liegender Gberkaut, daneben allerlei Iligdger'äthe" (gem. 1718); mehrere seiner Pferdestücke befinden sich im kais. Lust- schloffe zu Schönbrunn, in der Bilder- sammlung des Stiftes Kremsmünster und an anderen Orten. Er unterzeichnete sich auf mehreren Bildern: ^ean (36or^ ä'Nainiitoii?6intr6 äs Oadinet äs 8. U. ^. 6t 0atko1itiu6. — Kar l Wil- helm (nach Tschischka S. 363 geb. zu Wien 1668, gest. zu Augsburg 1734), Sohn Jacob's und Bruder Ferdinand Philipp's und Johann Georg's. Nagler's Angabe, daß er 1670 (nach Anderen 1668) in Brüssel geboren sei, erscheint uns wahrscheinlicher, da sein Vater Jacob in Brüssel sich seßhaft niedergelassen und es nicht bekannt ist, daß derselbe in Wien gemalt habe. Die Kunst erlernte er bei seinem Vater. Karl Wilhelm trat in Dienste des Bischofs Alexander Sigmund von Augsburg. Mit der Kammerdienerstelle, die er bei diesem Kirchenfürsten bekleidete, ist nicht der untergeordnete Posten ge< meint, den man heut' zu Tage unter diesem Titel versteht; dieß war zu jener Zeit ein Ehrenamt, welches Künstlern und Musikern öfter als Auszeichnung und um ihnen volle Muße zur Arbeit zu geben, verliehen wurde. Kar l Wilhelm malte für den Bischof viele Bilder, u. z. Porträte, Vögel, Amphibien, Insecten, Schwane, Pflanzen, vornehmlich Disteln und für den bischöflichen Marftall große Pferdestücke. Seine Arbeiten sind mit großem Fleiße u,nd seltener Kunstfertigkeit ausgeführt; er malte auf Leinwand, aber auch auf Holz und Metall, und haben die auf den zwei letztgenannten Stoffen aus« geführten Bilder oft und zwar eine den Eindruck störende Spiegelglätte. Seine Porträte sind werthlos. Seine Arbeiten,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Habsburg-Hartlieb, Band 7
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Habsburg-Hartlieb
Band
7
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1861
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
472
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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