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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Habsburg-Hartlieb, Band 7
Seite - 269 -
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Dammer-Purg stall 269 „Tiger", den Sir Sidney Smith befehligte. Hammer an diesen von Sidney's Bruder, Spencer S mith, englischem Minister, empfohlen, erwarb sich bald dessen Zuneigung, die sich bei den trefflichen Diensten, welche ihm Ham- mer als Secretär und geschickter Dol. metsch, namentlich bei der britischen Expe« dition nach Egypten leistete, nur noch steigerte. Hammer wohnte den Con- ferenzen des Großveziers in Jaffa bei, machte 1801 den Feldzug in Egypten mit, ordnete nach Beendigung desselben die gesammte .türkische Korrespondenz und die den Feldzug wie die Ver- handlungen der Mameluken betreffenden Schriften und Documente, und reiste im Auftrage Herbert's nach der Uebergabe Alerandriens nach England. Während dieses nahezu zweijährigen Aufenthaltes im Orient entwickelte H. auch eine reiche literarische Thätigkeit; er übersetzte zum ersten Male in's Deutsche den „Divan des Hasis" (Nr. 40). schrieb die „Topo- graphischen Ansichten der levantinischm Reise" (Nr. 27), studirte und übersetzte während seiner Ueberfahrt von Alexan« drien nach Portsmouth IbnWahshies' Werk über Hieroglyphen und unbekannte Alphabete, welches er dann aus dem Arabischen übersetzte. Wilkins gab diese Uebersetzung mit dem Originalterte auf Lord. Spencer's Kosten in London heraus (Nr. 38). Auch verdankt Hain« mer's Bemühungen in jener Zeit das Wiener kais. Münz» und Antikencabinet den von Hieroglyphen bedeckten egyp« tischen Grabstein Ibisnumin; die Hof- bibliothek den bis dahin in Europa unbe» kannten arabischen Ritterroman „Antar" (Nr. 53), und H. war der Erste, welcher den Marmor von dem Tempel des alten Paphos beschrieb. Als Freiherr von Her- bert im Februar 1802 starb, wurde Hammer von England abberufen und im Herbste desselben Jahres dem zum Internuntius in Constantinopel ernannten Staatsrathe Baron von Stürmer als Legationssecretär beigegeben, indem er bei einer ihm anheimgestellten Wahl zwischen Madrid und Constantinopel sich für letzte» res entschieden hatte. Während seines vier. jährigen Aufenthaltes in Conftantinopel, wohin er mit des Kaisers Erlaubniß den durch ihn erworbenen orientalischen Roman „Antar" mitgenommen, densel» ben durchstudirt und Auszüge gemacht hatte, beschäftigte er sich außerdem noch mit Uebertragung der bis dahin unüber« setzten Theile des arabischen Romans: „Tausend und eine Nacht" (Nr. 43), und mit Auszügen aus einem Werke über den heiligen Krieg, welch' letztere sein Freund Johannes von Müller, dem Hammer sie zugesendet, unter dem Titel: „Posaune des heiligen Krieges" (Nr. 38) im Drucke herausgab und lange für den Verfasser derselben galt. Im Jahre 1806 erhielt er als kais. Agent in der Moldau seine Bestimmung nach Iassy, folgte aber schon 1807 einem Rufe nach Wien, wo seine Bekanntschaft und nach- malige Freundschaft mit Wenzeslaus Grafen Rzewuski für die Förderung orientalischer Studien so erfolgreich wer» densollte. Denn kaum hatte Rzewuski die Absicht ausgesprochen, das Studium der orientalischen Sprachen und Cultur durch ein gemeinnütziges Unternehmen zu fördern, als ihm bereits Hammer den Plan zur Herausgabe der „Fund» gruben des Orients" (Nr. 32) vorlegte, deren Programm mitten unter Kriegs» wirren am 6. Jänner (als dem Tage der drei Könige des Morgenlandes) 1809 ver« öffentlicht wurde, und welchem alsbald die Ausgabe des 1. Heftes folgte. In anderer Weise fördernd und Hammer'S
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Habsburg-Hartlieb, Band 7
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Habsburg-Hartlieb
Band
7
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1861
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
472
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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