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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hartmann-Heyser, Band 8
Seite - 416 -
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Seite - 416 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Hartmann-Heyser, Band 8

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416 gen, wenn nicht zu vereiteln, so doch möglichst zu schwächen. H. erkämpfte sich bei dieser Gelegenheit den preußischen Militär.Verdienst' und den sardinischen Mauritius, und Lazarus-Orden. 1813 arbeitete H. im Hauptquartiere und machte dort jene Studien der Kriegsführung im Großen, welche er, sie seither immer» dar fortsehend, später so glänzend ver« werthen sollte. Nach beendetem Kriege wurde H. am 16. Juli 1815 Major im Generalftabe — er zahlte damals 27 Jahre. Die folgenden Jahre bis 1822 stand H. in wechselnder Verwendung; und zwar seit t. Juli 4817 befehligte er ein Bataillon des Linien-Infanterie-Regi- ments Baron Piret Nr. 27, in welches er vom Generalstabe überseht worden; am 1. August 1819 kam er in gleicher Eigenschaft zum Infanterie-Regimente Graf Gyulay Nr. 33, in welchem er am 12. Juli 1822 zum Oberstlieutenant vor« rückte. Aber früher schon, 1821 wurde er zum Militär'Truppencommissar der öster« reichischen Besatzungstruppen in Turin ernannt, welche zur Bewältigung der von dem Prinzen von Carignan, nachmaligem Könige Kar l Albert, auch genannt spaäa ä'Itaiw) im Stich gelassenen Revolution in Piemont eingerückt waren und Turin beseht hielten. Bis 1823 bekleidete H. diese Stelle. Am 8. April 1829 zum Obersten des Infanterie-Regi- ments Nr. 2 ernannt, wurde er schon im folgenden Jahre am 22. Mai 1831 zum Generalstabe überseht und zum Chef der Generalstabs'Abtheilung der mobilen Armee in Ober-Italien ernannt. In dieser Stellung war es H. gegönnt, seine frucht« baren leitenden Ideen zum Gedeihen eines großen Körpers, welcher der Ver- vollkommnung bedürfte, nämlich der österreichischen Armee, zu verwirklichen. Er schuf — über Auftrag Radetzky's — eine „Manövrir.Instruction" für größere in taktische Körper vereinigte Heerestheile, dann eine „Feld-Instruction", von denen erstere, ohne sanctionirtes Reglement zu sein, in allen Gmeral-Commanden des österreichischen Kaiserstaates als Richt» schnür bei Truppenübungen angenom» men wurde. H. wählte zu diesem Behufe die strategischen Puncte des Landes und es wurde mit steter Berücksichtigung der Bodenbeschaffenheit eine Reihe der beleh. rmdsten Manövers ausgeführt; es war dieß eine treffliche Schule, welche freilich nur das auf Kriegsfuß stehende Armee« corps in Italien dem strebenden Ofsicier zu bieten im Stande war. Am 8. Mai 1834 wurde Oberst Heß zum General- Major befördert und ihm im October d. I . — H. zählte damals 46 Jahre — das Brigadecommando in Mähren über. tragen. Mit 16. October 1843 rückte H. unter Beibehaltung seiner Anstellung zum Feldmarschall-Lieutenantvor; 1844 über« brachte er bei der Thronbesteigung des Sultans Abdul Medj id die Glück« wünsche seines Kaisers nach Constan« tinopel und wurde noch im nämlichen Jahre Inhaber desInfanterie-Regiments Nr. 49. Der Ausbruch der italienischen Revolution im Jahre 1843 gab nun H. Gelegenheit, seine praktische Tüchtigkeit als Generalstäbler zu bewähren. Das ganze Land war im Aufstande begriffen, überall wimmelte es von Freischärlern; die Straßen wurden unwegsam gemacht, Iebensmittel und Munition fehlten; ein wohlorganisirtes. von den Bewohnern des Landes mit Allem reich unterstütztes feind- liches Heer rückte heran, und Radetzky hielt nach seinem Rückzüge aus Mailand mit unerschütterlichem Muthe in solcher Bedrängniß Verona besetzt. Im Mai wurde H. zum General-Quartiermeister der Armee in Italien ernannt und entwarf,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Hartmann-Heyser, Band 8
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Hartmann-Heyser
Band
8
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1862
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
514
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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