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Mm, bie Schntzplltrllnin mn Tngarn", für
den Grafen Keglevich; — „Ner
Vunns" und „Ner H. Mklllam uan
, beide Altarblätter in der
4817—1820 sehr verschönerten Pfarr-
kirche zu den h. Schuhengeln auf der Wie«
den in Wien; — „Ghri5tnZ am Kreuze mit
Marill, IahllnneZ nnd Magtlalena", in der
Pfarrkirche zum h. Kreuz auf der 3aim-
grübe in Wien; — „Nie Gante des H. ste-
phlln", Hochaltarbild im erzbischöflichen
Dome zu Gran. Dieses Bild mit 8 Fuß
hohen Figuren ist mit bewunderungs»
würdigem Fleiße gemalt und ungeachtet
der, die natürliche Größe weit überschrei-
tendenDimensionen in Gruppirung, AuS-
druck der Personen, Gewandung und
übrigem Beiwerke vortrefflich. Auch sind
die vier Seitenaltargemalde zu Szamos«
Ujvar in Siebenbürgen von seiner Hand,
gehören jedoch zu seinen Erstlingsarbeiten.
Mehrere Werke feines Pinsels befinden
sich im Besitze von Privaten. Heß hat
auch mehrere Blatter geätzt.
Hormayr's Archiu für Geographie, Historie,
Staats» und Kriegskunst (Wien, 4<>.) Jahrg.
1824. Nr.35 und 36. — Nagler (G.K.Vr.),
Neues allgemeines Künstler-Lexikon (München
1838, E. A. Fleischmann, 8".) Bd. VI I , S.147.
— Tschi schka (Franz), Kunst und Alterthum
in dem österreichischen Kaiferstaate (Wien 1836,
Friedr. Beck, 8».) S. 20. 28, 277, 365. —
Es gibt noch mehrere Künstler in Oesterreich
des Namens Heß. Ein Franz Leonhard
Heß (geb.zu Preßburg 17?7, Todesjahr unbe»
kannt), Sohn eines Malers aus Preßburg,
über den übrigens nichts Näheres bekannt ist,
malte, wie Meusel und nach ihm Nagler
berichtet, in Miniatur und 8l llsüeo. Nagler
vermuthet zwischen diesem und dem Obigen
Johann Michael eine nähere Beziehung.
Nach den Geburtsjahren deö Einen wie des
Andern: Johann Michael (17V8), Franz
Leonhard (1777), konnten sie übrigens nur
Brüder oder Vettern sein. ^Nagler, Künstler-
Lenkon. VI , 187.) — Johann Friedrich
Heß (gest.zu Prag 1693), ist von Geburt ein
Böhme und ließ sich t632 in Prag nieder. Er
malte Altarbilder, u. z. sind folgende bekannt: „DieStiftungdes Dominikaner.Ordens", Altar<
blatt in der St. Aegidiuskirche der Prager
Altstadt; — „DerH.Thomas", nach Skreta,
Marblatt; — „Der H. Beneditt", „Der H.
Wenceslaus" und „Die schmerzhafte Mutter
GotteS", alle drei Altarblätt?r für die Bene-
dictinerkirche zu St. Niklas, ebenfalls in der
Altstadt. sDlabacz (Gottfr. Johann). Allge»
meines historisches Künstler.Lmkon für Böhmen
(Prag 1813. Haase. 4«.) Bd. I , S. 618. —
Dobrowsky, Böhmische Literatm, Bd. I,
S. 228. — SamnlS7<Hs7i»»lse?, ?ro4romu2
(31oli26 ?i>H36N3j5. — Nllgler, am bez.
Orte, Bd. VI, S. 139, stellt in Betreff dieses
Künstlers die Vermuthung auf, daß er mit zwei
anderen: in Füßli's „Künstler-Lenkon" und
Zani's „Luo^oiop. iQstoäioH« genannten,
eine und dieselbe Person sei.^ j — Kar l Adolph
Heß. Pferdemaler ss. d. besond. Art. auf dieser
Seite, unten). — Pau l Heß (geb. zu Bam<
brrg 1743, Todesjahr, unbekannt), ein Bildhauer,
der längere Zeit in Brüssel für den Prinzen
Kar l von Lothringen arbeitete und nach dessen
Tode sich nach Wien begab. Er arbeitete auch
in Elfenbein und es finden sich von ihm mit
großem Fleiße verfertigte Figuren, aus Elfew
bein zusammengesetzte Landschaften, architekto»
nische Ansichten u. dgl. m. auf blauem Grunde
von Ultramarin ausgeführt. ^Nagler, am
bez. Orte. Bd. VI , S. 1S8.) — Ein Heß,
dessen Taufname nicht bekannt ist, und seines
Handwerks Schlosser, wird uon de Luca in
dem nebenbezeichneten Werke als „vortrefflicher
und berühmter Elfenbeinarbeiter in Wien" ange«
führt. Sollte er nicht mit obigem Paul H.
eine und dieselbe Person sein? Freilich passen
der Schlosser und Bildhauer nicht gut zusammen,
aber der Zeit nach — denn de Luca schrieb
dieß im Jahre 1778 — könnte es ganz gut
möglich sein. s(De Luca) Das gelehrteOester»
reich. Ein Versuch (Wien 1773. v. Trattnern).
I. Bandes 2. Stück. S. 3l5.)
tzeh, Karl Adolph (Pferde- und
Schlachtenmaler, geb. zu Dresden
1769. gest. zu Wilhelmsdorf bei Wien
3. Juli 1849). Er betrieb anfänglich
die Kupferftecherkunft und die Anfangs«
gründe in derselben brachte ihm der
sächsische Hofkupferstocher Krüger bei;
später unterrichtete ihn Karl Christian
Klaß, der Inspeetor des churfürstlichen
Kupferstichcabinets in Dresden, und unter
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Hartmann-Heyser, Band 8
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Hartmann-Heyser
- Band
- 8
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1862
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 514
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon