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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Jablonowski-Karolina, Band 10
Seite - 292 -
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Zrinyi 292 Zrinyi d. i. Ungarische Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschreibungen. Von Jacob Ferenczy und Joseph Danie l i t (Pesth 1836. Gustav Emich, 8«.) S. 225. — HHkdb kor i isms- retek täi-a, d. i. Neues ungarisches Conver» sations.Lexikon (Pesth, 8°.) Bd. IV, S. 488. — Vasärnax i u^LüF, d. i. Sonntags« zeitung (Pesth. 4<>.) 1858. Nr. 13 l^mit Porträt im Holzschnitts. Irintji, Joseph (ungarischer Poet und Mitglied deS ungarischen Reichs» tages im Jahre 1848/49, geb. zu AlbiS im Biharer Comitate im Jahre 4822. gest. am 20. Februar 1839). Sein Vater war ein ausgezeichneter Landwirth. Der Sohn studirte theils in Großwar« dein, theils in Debreczin, an welchem letzteren Orte er die Rechte hörte. I n Pesth, wo er die Advocatenprüfung abzu« legen die Absicht hatte, kam er viel mit den Notabeln der ungarischen Literatur in Berührung, waS ihn bald selbst auf daS üterarische Gebiet führte. Im Jahre 1842 unternahm er eine Reise, besuchte einen beträchtlichen Theil Deutschlands, ging nach Paris, wo er längere Zeit ver« weilte, und zuletzt nach London. Seine Reiseeindrücke veröffentlichte er in dem Werke: „Hellaet-, 1^2110212.- 62 H.HF0I- 05822.^ 1 uti HäZr^etsk", d. i. Notizen einer Reise in Deutschland, Frankreich und England (Halle 1846). I n seine Heimat 1843 zurückgekehrt, wo eben der Landtag in Preßburg tagte, legte er nun die Advocatenprüfung ab, und trat bereits damals gegen die Censur, welche sein Werk erst nach vielmonat« licher Censurhaft hatte passiren laffen, in einem offenen, an den ungarischen Kanzler gerichteten Briefe auf. Indem er sich nun auf journalistischem Gebiete herumtummelte und sozusagen der Erste war, der in französischem Geiste seine magyarischen Artikel niederschrieb, sich für seine politischen Ansichten duellirte und in einem Duelle dem Redacteur des „tlirs.6.0 Viä.3." den Arm durchschoß, kurz das Leben eineS Pariser Feuilletonisten auf das Pesther Pflaster verpflanzt hatte, wendete er sich allmälig von dem schön« geistigen Gebiete, welches er bisher ge» pflegt, dem politischen zu, und schrieb für den „Nrikp", den damals Csengery und Kemeny redigirten. Als die März- tage hereinbrachen, stellte er sich bald an die Spitze der Bewegung und war mit Petöf i und dem Volksredner Vas« Vary der dritte im Bunde. Als die Wahlen in den Landtag stattfanden, wurde er in einem der Wahlbezirke deS Biharer Comitates in den Landtag ge» wählt. I m Parlamente, zur republika« nischen Partei sich haltend, entwickelte er eine große Rührigkeit und hieß darob im Hause „2. kä.2 maoLkä/ja") d. i. die Hauskatze. Diese seine Geschäftigkeit ließ ihn auch als geeignet erscheinen, im October 1848 mit einer geheimen Mission, mit welcker ihn eines der Revolutions« haupter in Pesth beauftragte, nach Paris zu gehen. Dort fand er aber bei der ungarischen, von dem Grafen LadislauS Teleki geführien Deputation eine glan» zende Anstellung; auch war er sonst unter fremdem Namen (er führte einen Paß, auf den Namen Louis Laccone aus Corfu lautend) für die Zwecke der Revo» lution thätig. Nachdem er in seine Heimat zurückgekehrt war, fand er bereits den Reichstag nicht mehr in Pesth vor und folgte demselben nach Szegedin. Dort wohnte er zwei Sitzungen bei und in einer, derselben ist daS Gebahren deS Revolutionsmannes deßhalb interessant, weil es den Beweis liefert, daß die Opposition, wenn sie an's Ruder gelangt, nicht anders vorgeht als die Partei, welche von ihr früher auf das heftigste bekämpft wurde. I n der Sitzung vom
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Jablonowski-Karolina, Band 10
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Jablonowski-Karolina
Band
10
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1863
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
524
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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