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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12
Seite - 210 -
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Seite - 210 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12

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210 Kägl Balladen oder erzählenden Inhalts, be> Urkunden eine nicht gewöhnlich poetische Kraft. Von Rudolph Köffinger, dem Sohne, können sie nicht sein. da dieser erst w Jahre 4823 daS Licht der Welt erblickte; doch möchten sie wohl seinem Vater angehören, von dessen literarischem Verkehre mit den „Besten seiner Zeit" in der Lebensskizze seines Sohnes aus. drücklich Erwähnung geschieht, und dann ist es wohl eine und dieselbe Person mit Johann Paul K., von dem ein Band- chen „sMchtl" (Pefth 4807. Leyrer. 8".) im Drucke erschienen ist, und der außerdem im Verein mit Ioh. Nep. Grafen Mai- läth den „Koloczaer Codex altdeutscher Gedichte" (Pesth 1818. Hartleben, gr.8".) und eine Uebersetzung von Doussin» Dubreui l 's „vsg O^aremsntL Lsersts" unter dem Titel: „Tebrr die Befahren der selwbeflecknng" (Pesth 1816. Hartleben. 8".) herausgegeben hat. Abendblatt der Pesth-Ofner Zeitung l856. Nr. 63: Nekrolog. — PestherLloyd (polit. Blatt) <836. Nr. 60: Nekrolog. — Pesth'. Ofner Localblntt (4«.) VII. Jahr«. (4836), Nr. 64. l, Joseph Sebastian (Alter- thumSforscher, geb. zu VilS in Tirol 8. Februar 4803. gest. zu Cannstadi bei Stuttgart 30. August 1836). Begann den Schulbesuch in Innsbruck, ging dann nach Hall, wo er durch zwei Jahre am Gymnasium studirte, worauf er zu Brixen die Lehrerprüfung ablegte. Es ist dieß, nebenbei gesagt, jener armselige Lernvor« gang und Lehrgang, welcher daS ganze vormärzliche Unterrichtswesen kennzeich, net und die Halbheit in so vielen Dingen, zu denen gründliche Schulbildung uner« läßlich ist. erklärt. Wer sich nicht ernstlich selbst weiter bildete oder zu Hause tüchtig geschult wurde, war für das Leben ver« loren. Kög l , der nach dieser Vorberei. tung zum Lehrer quallsic.ct war, kam nun als solcher in die obere Knabenclasse nach Neutte. Nach achtjähriger Thätigkeit daselbst kam er an die k. k. Kreishaupt, schule zu Brixen und von dort nach seck. zehnjähriger Thätigkeit an die k. k. Unter, realschule nach Bregenz, wo er noch sechs Jahre lehrte. Ein Lungenleiden, das er sich durch Verkühlung zugezogen und für das er Heilung im Bade zu Cannstadt suchte, raffte ihn im Alter von 83 Jahren dahin. Durch Selbststudium und unge« wohnlichen Eifer in der eigenen Ausbil. düng hat es K. verstanden, nachzuholen, was der so mangelhafte Unterrickt seiner Jugend offen gelassen. Auf die Oertlich. keiten seiner heimatlichen Umgebung sein Augenmerk richtend, fand er bald einen Schah für seine Beobachtungen, welche er in kleinen Schriften, die dem Forscher aber interessantes Materiale bieten, nie» derlegte. So war eS auch gekommen, daß ihn die am 34. December 1830 errichtete Centralcommission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale im Kaiser» staate im Jahre 1853 zum Conservator für Vorarlberg wählte. Von dem um Tirol hochverdienten D i Pau l i von Treu heim ^Bd. I I I , S. 313) aufge- muntert und von dem Nestor der tirolischen Genealogen, dem Canonims Stephan von Meyrhofen, unterstützt, begann K. die Ausarbeitung eines Lexikons des lebenden und erloschenen Adels von Tirol, welches er auch vollendete. aber durch den Druck zu veröffentlichen nicht so glücklich war. Dieses Manuscript, wel» chem auch die bezüglichen Wappen in Federzeichnung beiliegen, kam später in den Besitz des Prälaten von Wilten, AloiS Rögg l . der mittlerweile aber auch verstorben ist. Aus diesem Werke kamen nur ein paar Fragmente in's PMicum. u. z. im 11. und 12. Bande
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Band 12
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Klácel-Korzistka
Band
12
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
528
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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