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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12
Seite - 213 -
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Seite - 213 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12

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Köhler Aöhler ihn ^dcn lctzlen Icsuiten in Schlesien" und „vielleicht auch den letzten in Deutsch« land", wo daS violleicht als richtig ange« bracht sich bewahrt. Gründlich in seinem Wissen, gediegen in seinem Urtheil, eine mehr in sich aufnehmende als schaffende Natur, war er ein vortrefflicher 3atinist, der für die Pflege der classischen Sprachen eif- rigst gewirkt, im Griechischen, Hebräischen, Arabischen, Syrischen und Chaldaischen sich selbst gebildet und erster? Sprache, wie schon erwähnt, von Neuem unter die Unterrichtsgegenstande der höheren ka- tholischen Lehranstalten eingeführt hat. K ö h l e r's literarische Thätigkeit be« schränkt sich zwar nur auf Schulpro» gramme, aber in diesen bewährt sich der gediegene Schulmann; diese sind: „^'tmas über üaZ griechische SsiraäzLtniiitUil int den katholischen GquiilaZien in lirm Vjerzllgtljnmr Zchlesien nnd der GratZchatt Glah" (Breslau l 8 N , 4".) ; — „Telier die MtlnneuUgKeit einer hinlünglichen Vllrbereitnng zn den 3chrn Ztntiirn" (ebd. i 8 l 4 . 4".)'. — « (ebd. 1813, 40.); — „GtmllS nuer i>ie bisherigen VerbeZärrnngrn öe2 Elementar- nnterrichteg der KnthllliZchtn Ztadt- nni> 3.'llntl- zchukn in SchkZien . . ." (ebd. 1816. 4".)'. — „/>»s>is^s/O?-«'c'M« (ebd. 1317, 4".) ; — „<Atmll3 über öle Clazzisirntion örr Schüler in l>en lvlltllllliZchen Gl^mnilLien 7.in Onlir tlez Schul- jllhres" (ebd. 1818); — „Vrmrrlvnilgen über einige >lllill Neöten der Schulen nm liirzigrn ^r) Katholischen GiMllizinm gl'lllachtc li" (ebd. 1821. 4".)'. — „Arbcr einigr 'ältere Vorwürfe, welche aeu katholischen Ginn- nasien Schlesiens gemacht morden 3inü" (ebd. 1822, 4^.); — „Ginige Nachrichten ülicr t>cn ^nstantl des G^mnaZiumL" (ebd. 1823). Das schlesischeDiöcesanblatt enthält eine^VItu. RoämHNlii ^uniol-is", deren Latein wie jenes in den zwei genannten Programmen „l)k prol'Itato und „l)e käs Ui von Philologen ein Taciteisches wird. I n einer kurzen Selbstbiographie bemerkt K. von sich: „Hat er in der gelehrten Welt nicht glänzen können, so hat er in seiner literacischen Dunkel« heit zu rosten gewissenhaft vermieden. Er hat auf eine rühmliche Zukunft Ver« zicht geleistet, um mit allen seinen Kräften der Gegenwart sich zu widmen". N 0 wack (Karl Gabriel). Schlesisches Schrift» steller.Leriton u. s. w. (Breslau 4856 u. f.. W. G. Korn. 8".) Heft IV, S. 62. — Schle. fische Zeitung li>36. Nr. l?0: Nekrolog von S tenge l ;— dieselbe l860, Nr. 247. — Hier sei noch des Corporalen Kohl er von Er« dach«, nachmals Wellington« und jetzt Georg V. uon Hannooer«Infcmterie gedacht, der in der Tchlacht bei Deutsch «Wagram am 5. und <i. Juli lsl)9 mit solcher Tapferkeit gefochten und das österreichische Geschütz gegen wieder» holte heftige Angriffe des Feindes mit solchem Heldennmth vertheidigt hat, daß der Genera« lisfimus Erzherzog Kar l im Armeebefehl ver« künden ließ, „wie, gleich dem Spartaner Leo. nidas gegen die Uebcrzahl der Perser, ein österreichischer Corpora! gegen die fran» zösischen Reiter todesmuthig sich vertheidigt habe". Ein Karl Gustav Glaser hat diese Heldenthat Köhler's, der später mit der Tapferkeitsmedaille ^decorirt wurde, in einem Gedichte, betitelt: „Die Artilleriebedeckung", und abgedruckt im Wanderer (Wien, 4".) 1837. Nr. 224. poetisch verherrlicht. — Schließ- ' lich sei hier noch des Johann Georg Koh, ler gedacht, nach welchem die vielgenannte Köhler'sche Erbschaftsangelegenheit getauft worden. Der Vater dieses Johann Georg Köhler war zuerst in österreichischen Kriegs' oicnsten und hatte in diesen den siebenjährigen Krieg mitgemacht. Später trat er in englische Kriegsdienste übrr. Während dieser Zeit wurde ihm in England ein Sohn. oogenannter I o» hann »Georg, acdoren. der zu Jaffa in Syrien im Jahre l8<0 gestorben ist und jenes ungeheure Vermögen hinterlassen hat, dessen Hrvansprecher uon allen Seiten aufgetaucht, von denen mehrere in Folge der darangewendeten Auslagen verarmt sind, und alles nur deßhalb, weil die englische Regierung bei ihrem übel« beleumundeten Rechtsgange in Civilsachen es unterlassen hat, dabei in jener Weise vorzu» gehen, die in einem wohlo")unisirten Rechts'
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Band 12
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Klácel-Korzistka
Band
12
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
528
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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