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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12
Seite - 234 -
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Seite - 234 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12

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234 Köpp lichung seiner polizistischen Erlebinffe inne- zuhalten. K. wurde zu den wichtigsten polizeilichen, selbst politischen Missionen in Frankreich. England, in der Schweiz und in den deutschen Staaten verwendet, und gewöhnlich mit solchem Erfolge, daß er, wie eine biographische Notiz meldet, „für die mitwirkenden Beamten betreffen« der Staaten Orden erlangte, während er selbst bis zu seinem Ende nicht einen einzigen hatte". Schon im Jahre 1847 wurde den von Kuranda redigirten „Grenzboten" geschrieben, daß K. mit der Abfassung seiner Memoiren beschäf. tigt sei. und in der That erkennen wir im obengenannten 1. Bande des Werkes ,AuS der Praxis eines österreichischen Polizeibeamten" nur ein Fragment der Aufzeichnungen auS seinem bewegten und an merkwürdigen Thatsachen so reichen Leben. Soll er doch selbst bei irgend einer Gelegenheit statistisch nachgewiesen haben, daß der Drittheil der zu jener Zeit in Haft gehaltenen sckweren Verbrecher von ihm zu Stande gebracht worden ist. Was mit seinen Au^eichnungen geschehen und ob bei seinem Tode überhaupt welche vorgefunden worden seien, ist nicht be> kannt. Der seinerzeit vielgenannte, bei Ho.ffmann und Campe 1839 erschienene Roman „DiägoIwinF VisnZ", welcher unter der Maske einer Salongeschichte österreichische Personen und Zustände schildert, laßt unter den Figuren des Romans auch eine auftreten, welche für jene Kopp's von Felsenth al erkannt wurde, und im Roman eben die Auf' gäbe hat, einem durch seine Verbin, düngen und seinen Reichthum geradezu unnahbaren Verbrecher auf die Spur zu kommen. Köpp war vor seinem Tode längere Zeit bereits leidend und endlich genöthigt, zu seiner körperlichen Erholung einen einjährigen Urlaub zu erbitten. Er hatte den Urlaub erhalten; sein Leiden aber war bereits so weit gediehen, daß er schon wenige Tage nach erlangtem Urlaube demselben erlag. Wirner Zeitung (gr, 40.) 1861. Nr. 208, S. 3146. — Grenzboten, herausgegeben von Ignaz Kuranda (Leipzig, 8«.) Jahrg. 1847. S. 230 sin der „Correspondenz aus Wien"). — Fremden-Blatt (Wien, 4o.) l861. Nr. 243. — I l lustr i r te Zeitung (Leipzig. I . I. Weber) l86l. Nr. 949 Finder Todtenschau). Köpp Edler von Felsellthal, Wolf. gang (Maler und Mosaikkünstler, geb. zu Eisen st adt in Ungarn 24. De« cember 1738, gest. zu Wien im Jahre 1807). Sein Vater Christian war Maler und Architekt bei dem Fürsten Paul (Kßterhäzy. Wolfgang zeigte früh Talent für die Kunst und kam. zwölf Jahre alt, nach Wien, wo er die Akademie der bildenden Künste besuchte und bald die Aufmerksamkeit desAkademiedirectors Martin von Meytens auf sich zog. Von allen Künstlern, welche zu jener Zeit an der Akademie lehrten, fühlte sich K. zu Maulbertsch hingezogen, dessen Arbeiten er so steißig studirte und copirte, daß die Copien vom Originale oft nicht zu unterscheiden waren. So jung er war, so erhielt er doch schon Aufträge, und Heiligenbilder, Opfertafeln u. dgl. bil« deten damals einen guten Erwerb. Im Jahre l760 verließ er die Akademie und ging zuerst nach Wiener-Neustadt, wo er heirathete und mehrere Altarblätter auf Bestellung nach Ungarn malte, und dann in Eisenstadt den Plafond der Pfarr« kirche am Calvarienberge al ti-ssoo aus« führte. Nachdem er diese Arbeit beendet, begab er sich wieder nach Wien, wurde Professor der Zeichenkunst an der There» finnischen Ritterakademie, und in den Mußestunden beschäftigte er sich mit der Malerei. Zu gleicher Zeit machte er Ver«
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Band 12
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Klácel-Korzistka
Band
12
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
528
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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