Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12
Seite - 235 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 235 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12

Bild der Seite - 235 -

Bild der Seite - 235 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12

Text der Seite - 235 -

2355 Köpp suche in der florentinischm Mosaik, nam lich mit einer Komposition von weichen Pasten, welche nach ihrer Calcinirung steinhart werden und dann im schönsten Glänze hergestellt werden konnten. Bald erreichte er darin eine solche Vollkom- menheit, daß er die Muster, nach denen er arbeitete, weit übertraf. Seine erste voll« endete Arbeit in dieser Kunst und wohl auch in Deutschland durfte er der Kai» serin M ar iaTheresia vorlegen. Seine Mosaiken fanden bald gerechte Würdi- gung, die Bestellungen im Auslande mehrten sich mit jedem Tage; von Paris, St. Petersburg, Iondon, Rom, von allen europäischen Höfen häuften sich die Auf' trage. DieWienerAkademieder bildenden Künste zeichnete K. 1774 durch Aufnahme in den KreiS ihrer Mitglieder aus. Die Akademie von Florenz schickte ihm 1783 das Diplom als Mitglied und Professor, jene zu Berlin im Jahre 1787. und das Jahr zuvor verlieh ihm der Papst den Orden des goldenen Sporns. Noch in seinem sechzigsten Jahre erfand K. eine ganz neue Art Mosaik, welche er die spartanische nannte. Sie besteht aus kleinen KieS» und Backsteinen, welche auf eine Steinplatte in Kitt mit großer Sorg. fält aufgetragen werden. Trotz der Ein- farbigkeit dieser Steinchen verstand es K. doch, denselben durch geschickte Zusam» menstellung eine Kraft von Schatten und 3icht zu geben, daß die aus ihnen zusam« mengelegten Bilder die größte Wirkung hervorbrachten. Für seine Verdienste wurde Köpp im Jahre 1303 in den erblandischen Adelstand mit dem Pradi» cate von Felsenthal erhoben. Von seinen Nosaik ZaaFlioiH-Arbeiten — wie er sie selbst nannte — liegt vor mir ein in Wien 4800 gedrucktes, schon höchst seltenes Verzeichniß, welches jene Ar< noch in K.'S Besitze befanden und ausge- stellt waren, und zwar: „Amvlt etrnrischc Stücke", mit verschiedenen Darstellungen; — „Sechzehn Köpfe". Bildnisse verschiedener Helden und Gelehrten des Alterthums; — „Zlcht GhierMcke", nach Berghem und Rosa; — „Aninnzig einzelne Fign- ren" ; — „Fünfzehn Stücke mit Figuren, Tand- schatten nnö Ollnnerslltillnsszenen"; — „Nrei grasse Masaiken", nach Correggio. nach Tiz ian, nach Rubens; — ,ä breissig <l)llntlschllften". je zwölf Mtt ^ ten von Rom, Neapel und Florenz; — „Nrci Stucke MaZaiken", mit Raphaelischen Arabesken; — „Awanzig Pferdestücke", die Na^en verschiedener Länder; — „Smanzig Ztücke mit Vageln", theils einzeln, theils in Gruppen; — „Fünfnnbuierzig uerschieöene Köpfe", und zwar 8 nach Raphael , je 6 nach Tiz ian, Ostade und Rem- brandt, 2 nach Spagnolet to .3 nach Holbein, 4nachRubens, je 2 nach Correggio und Carracci , 1 nach Michael Angelo und 3 nach Pia« zetta; — „Nie zuM Mannte", in land« schaftlichen Darftellungen; — „Vier Jagd- stücke" ; — „Vier Nlnmenstücke", und ^ier römische Mosaiken". Außerdem hatte er nocb Mosaiken aus den verschiedenartigsten Stoffen gearbeitet, und zwar aus Baum« rinde den „Napf eines Eremiten" ; — aus Moos und Blättern eine „Ullndschait"; — aus natürlichen Baumblättern den „Knut eines lllcen Gelehrten" ; — aus Glas eine llnaschlitt"; — aus Rohr und Stroh eine „Florentiner Gegrna"; - aus verschie- denen Samensorten eine „Aandschllkt"; — aus Wollfäden eine „A'andschnft" und Zwei Näpfe", Moses darstellend; — auS Zwiebelschalen ein „FrnuenbiltmiSZ"; — auS Wachs eine „Mnilschatt". und eine alt« deutsche Malerei auf Gold und Silber. Die aufgeführten Arbeiten find aber nur betten aufzählt, die im Jahre 1800 sich j jene, die in seinem Besitze sich befanden;
zurück zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Band 12
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Klácel-Korzistka
Band
12
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
528
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich