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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12
Seite - 288 -
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Seite - 288 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Klácel-Korzistka, Band 12

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Kohl 288 Kohl 700 fl. zu dem Zwecke. daß er sich auf der Universität ;u Göttingen, dieser alt- berühmten PflanzMle historischer For« schung und Kunst, im Fache der Ge- schichte weiter ausbilde. Während seines Aufenthaltes daselbst, wo er unter Pro- fessor Waitz seinen Studien oblag, erkrankte K. schwer und mußte, nachdem er so weit gekräftigt war, eine Reise zu ertragen, nach seiner Heimat transportirt werden, wo er nach längerem Leiden in der Blüthe seiner Jahre starb, eben als er seinem Ziele, eine Professur der Geschichte zu erlangen, sehr nahe war. Die Spanne Zeit. die ihm zugemessen war, hat K. ernst- lich benützt. Noch als Studirender wirkte er für die wissenschaftliche Lesehalle der deutschen Studenten in Prag. deren Aus- schußmitglied er durch längereZeit war, in der verdienstlichsten Weise. 21 Jahre alt, unterzog er sich der Beantwortung einer von der Prager philosophischen Facultät aufgeworfenen Preisfrage und die preis' gekrönte Schrift: „Quellenmäßige Dar« stellung des Verhältnisses Böhmens zum deutschen Reiche, von der goldenen Bulle Kaiser Friedrich's I I . (1202) bis zur Thronbesteigung König Ottocar's I I . (1233)" war die Frucht seiner Studien darüber. Ein Jahr vor seinem Tode noch veröffentlichteer „Nie Wiedereinführung der katholischen Aehre in der königlichen Nrrg- 5wt SchlllMunlllld" (Karlsbad 186l. Franieck. gr. 8<>.). mit welcher Schrift er einen interessanten Beitrag zur Geschichte des Reformationswerkes Kaiser Ferdi» nand's I I . liefert. Während seines Auf. entHaltes in Götiingen arbeitete er an einem größeren historischen Werke: „Das Königthum in Böhmen", welches unvoll- endet in seinem Nachlasse sich befindet. Koh l , durch und durch deutsch, zählte zu den Begründern des historischen Ver» eins in Böhmen, dessen kräftige Entwicke. lung zu sehen ihm leider nicht vergönnt war. Prager Morgenpost (polit. Journal. Fol>> 1862. Nr. <61. - Tagesbote aus Böh. men (Prag. Fol.) !862. Nr. l53. Clemens (Kupferstecher, geb. zu Prag im Jahre 1734, gest. zu W i e n im März l807). Bruder des Zeichnenmeisters L u d w i g K. s^. d. S. 292^; Clemens erhielt früh Unter- richt im Zeichnen, dann übte er sich ohne Meister im Radiren und Kupferstechen und kam, nachdem er schon einige Fer« tigkeit darin besaß, im Jahre 1773 nach Wien, wo er sich unter Director Schmutzer auf der Akademie der bildenden Künste in seiner Kunst so ver« vollkommnete, daß er mehrere Jahre hin» durch ein kaiserliches Stipendium genoß. Nachdem er die Akademie verlassen und selbststandig;u arbeiten begonnen, zog er mit seinen schönen Arbeiten bald die Auf- merkfamkeit der Kunstkenner und Kunst, freunde auf sich und zahlreiche Besiellun» gen selbst aus dem Auslande liefen ein. Auch fiel auf ihn die Wahl, als für die zweite Gemalin des Kaisers F ranz , Mar ia Theresia, ein Zeichnenlehrer gesucht wurde. Von Kohl 's Blättern sind bekannt: „Ner Zrgrn Jacob's" (1773. 4".); — „Gin Mlllgllph", mit der Brille und einem Zirkel in der Hand, einer anderen Figur etwas auf einer Him» melskugel erklärend (4".); — „Gin Gelehrter", seinen Schülern ein grie- chisches Buch erklärend; die drei ge> nannten Blätter sind sämmtlich nach Zeichnungen seines Bruders 3udwig gestochen; — eine Folge „Biblischer Nnr- stellmgen", nach Schal lenberg, zum Gebrauche in Schulen bestimmt; — mehrere, radirte „Nöpte", im Geschmacke des P i a z e t t a (1773); — folgende Porträte: „Zlngnst Mlhelm Hnpel, Pastor
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Klácel-Korzistka, Band 12
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Klácel-Korzistka
Band
12
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
528
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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