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Signalhorne l^ s. weiter unten) von demselben
Stabstrompcter geblasen wurde, der an K o<
pal's Seite bei Sta. Iucia den rechten Fuß
uerlon'n hatte, erfolgte am 17. Octobcr 1333.
— Koplü-Stiftung. Von den zur Errichtung
deS Kopal'Denkmals eingelangten Beträgen
ergab sich nach Vestreituna aller Ausgaben
ein Ueberschuß von 1082 fi. 48 kr. Diese
Summe wurde zu einer Stiftung, welche den
Namen „Kopal»Invaliden«Stiftung" führt,
bestimmt und erreichte in Folge dessen durch
neue Beiträge die Höhe von 4200 fi., von
deren Interessen drei Stiftungsplatze, einer
mit jährlichen 12l) fl., der zweite mit 60 ft.,
der dritte mit 30 fi., dotirt wurden. Diese
Beträge wurden für drei Invaliden des
10. Iager<Baiaillons bestimmt. Der mit dem
ersten Stiftungsplatze betheilte Invalide über-
nimmt die Verpflichtung, in Znaim zu woh«
nen, die Anlagen des Nopal'Denkmals zu
überwachen und die Neinhaltung deS Platzes
daselbst zu besorgen. Das Präsentationsrecht,
das ursprünglich dem GoC. Grafen Franz
Schlik zustand, wird nunmehr von der hoch«
sten Militär'Ccntralbehörde, also jetzt von dem
Krieasministerium ausgeübt. — Sopal-Denk,-
mal-Medaille. Zur Erinnerung an die Ent«
hüllungsfeicr wurde vom Professor Rad»
nitzky eine Gedächtnißmedaille geschnitten,
von welcher 700 Stück in Bronze im kaiserl.
Münzamte kostenfrei geprägt wurden. Die
Medaille, deren Erlös dem Iäger'Invaliden«
fonde gewidmet, zeigt im Avers duS Porträt
des Obersten Kopal , geschmückt mit dem
Theresien»Orden und dem Armeetreuze, wel-
ches, von einer Einrahmung aus Eichenlaub
umgeben, die Namen 6t. I^ucia und Vieonsg,
nebst passenden Emblemen enthält. Die Aurus«
seite hat die Inschrift: (>'H!'1 von Xo^a.!,
clou 3. 1''ow'ua.r 1788, ^Ltoldeu cion 17. »luni
1848. TcrRcuers zeigt das Monument lnit
der Inschrift: (^«.i-i von Iva^a!'« ^onkinal
boi ^nuiin; dundl,ic-nti^t im ^.uxust 1848,
HNForost im »sanrs 1849, eutnüNr am
16. Occodoi' 1353. Das Segment zeigt in
einem Ornamente daS Wappen der Stadt
Znaim. — Das Kopal'Invalidenhäuschcn ist
durch manche sinnige Spenden ein kleines
Museum geworden; dann befindet sich unter
anderem der Grcgoriuö-Orden, den Feldmar«
schall Radetzky getragen. Ein Bruder K o»
pal's spendete dahin ein Album mit der Be<
schreibung der Thaten deü 1<). Iäger'Batail«
lons und einer Zeichnung deS Kopalhorns u. s. w. ^Denkschrift bezüglich des Kopal-
Denkmals in Znaim und der damit verbun«
denen Invaliden-Stiftung (Wien 1835, K.
Gerold u. Sohn. gr. 8«.). (Diese vom Kauf«
mann Matthäus Elsinger verfaßte Schrift
bringt eine genaue Darstellung des Zustande-
kommens des Kopal'Denkmals und des Ko»
pal'Invalioenfonoes, und derHauptantheil bei
beiden muß unbedingt Elsinger zuerkannt
werden. Auch ist dieser Schrift eine lithogca«
phirte Ansicht des Koftal-Denkmals beigegeden.)
— Oesterreichischer Soldatenfreund
(Wien, 4°.) 1833, S. 671.- „Enthüllung des
Kopal.Denkmals". — Gratzer Ze i tung
1860, Nr. 108. —Znaim er Wochenblatt
1354, Nr. 3?: „Rechnung über die Kosten des
Kopal'Denkmals in Znaim".) — Kopal.-
Horn. Dieses schöne Horn, aus Silber gear-
beitet, wurde von der küiscrl. Armee dem
10. Feldjäger.Bataillone als Ausdruck der
Anerkennung für sein heldenmüthiges Kämpfen
bei Sta. Lucia und Vkenza l549 verehrt.
Es ist ein Signalhorn, auf welchem in einem
von., dem kaiserlichen Doppelaar gehaltenen
silbernen Schilde die Worte: „klonte tisrico"
und „lvopki rult". am unteren Rande aber:
„Dem tapfern 10. Iäger«Pataillon die italie«
nische Armee unter dem Sieger Radetzky, 1848"
zu lesen sind. ^Die Abbildung und Beschreib
düng siehe in Strack's Buche.- „Das Kopal»
Denkmal in Znaim", S. 12l.) — Gedichte
an Aoplü. Die Heldenthat Ko pal's wurde
auch in der Dichtung gefeiert und Q5. August
Schi l l ing verherrlichte in einer Neihe rühm»
voller Momente des österreichischen HeereL»
auch den „Oberst Kopal bei Vicenza" und
I . N. Höltzl widmete ihm in Versen eine
„Erinnerung" (abgedruckt im Oesterreichischen
Zuschauer 183«). — Porträte. 1) Lith. von
Cd. Kaiser (Wien, Paterno. kl. Fol.); —
2) lith. von Ieydolot (Wien, Neumann,
4«. u. Fol.) sin der Serie der Maria There>
siemiiter); — 3) guter, schöner, wohlgetrosst.''
ner Holzschnitt in Strack's Buche: „Das
Kopal'Denkmal in Znaim", ohne Angabe deö
Zeichners und Holzschneiders. — Freiherr'-
liches Wappen. Rother Schild mit Schildes«
Haupt uno erhöhtem Schildeöfuße. Im silver--
nen Schildeshaupte drei quer nebeneinander
gereihte blaue Sterne. Ueber dem erhöhten sil»
kernen Schildeöfuße ist eine autz dem Fußrande
des Schildes aufsteigende blaue Spitze gezogn.
Im rothen Schilde ist ein blankes quergeleg»
tes Schwert an goldenem Gefäß zu sehen.
In der blauen Spitze erscheint die Abbildung
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Klácel-Korzistka, Band 12
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Klácel-Korzistka
- Band
- 12
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1864
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 528
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon