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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Band 13
Seite - 466 -
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Seite - 466 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Kosarek-Lagkner, Band 13

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Lacn 466 Lacn stelledes damaligen Carabinier-Regiments Erzherzog Franz, heute4.Kurasfier.Regi« ment Kaiser Franz Joseph, und wurde endlich auch Kanzler des Maria There- sien.Ordens. Im Jahre 1778 trat 3acy noch einmal an die Spitze der österreichi» schenArmee, jedoch nicht als Oberbefehls« Haber, sondern mit seinem Fürsten, gleich« sam als dessen Lieutenant. Auch über« nahm er wieder das Präsidium des Hof» kriegsrathes, welches er im Jahre 1774 freiwillig niedergelegt, und war nicht wenig erstaunt über die Vielschreiberei, welche sich wahrend der wenigen Friedens» jähre eingeschlichen, und welche von Nn« kenntniß und seinen Feinden ihm zuge« schrieben wurde. 3acy erkannte selbst nicht mehr seine Organisation und klagte der Erste über die unnöthige Schreiberei, welche ihm in allen Anordnungen störend entgegentrat. Wahrend 3. selbst die Schreiberei — sie auf das zur guten Ordnung und Evidenz Nöthige beschrän kend — als ein nothwendiges Uebel angesehen hatte, hatten seine Nachfolger und ihre Untergebenen daraus ihr Haupt« geschäft und gewissermaßen ihre Unter» Haltung gemacht. Um ihre überflüssige Existenz zu rechtfertigen, mußte ihnen für jene, die sich mit einem oberflächlichen Einblicke begnügen. eine -grauenhafte Verwickelung des Einfachsten, welche herbeizuführen sie meisterlich verstanden, cinen Scheingrund liefern. 3. begleitete den Kaiser auf den Kriegsschauplatz, der dießmal an der unteren Donau sich befand. Die erste Kriegsthat war die Einnahme von Sabacs. Weiteres von Erheblichkeit geschah in diesem ersten Feldzuge nichts; zur Belagerung von Belgrad ließ es der Kaiser aus Mensch- lichkeitsgründen, weil er das Blut seiner Soldaten ebensosehr, als das seine wenig, schonte, nicht kommen. Man hat diesen ersten Feldzug und einige mißlungene Anordnungen dazu benützt, um Lacy als Urheber eines Systems der Streit. kräfte«Vertheilung theils lächerlicb, theils für Mißgriffe verantwortlich zu machen, die entweder gar nicht geschehen, oder wenn sie vorgekommen, nicht ihn zum Urheber hatten. Fürst Dietrichstein in seiner in den Quellen bezeichneten Schrift: „Huldigung, dargebracht der Wahrheit u. s< w.", vollzieht in einer des Fürsten würdigen Weise die Ehrenrettung des Helden. 3acy kehrte mit dem Kaiser nach Wien zurück, denFeldzug des folgen« den Jahres befehligte 3oudon; 3acy selbst hatte sich in's Privatleben zurück- gezogen. Bei den bald darauf gefolgten Kriegen gegen Frankreich hatte er an den Plänen der alliirten Armee keinen Antheil gehabt. Wohl hat er deren Resultate ge« ahnt und in dieser' Hinsicht dem Herzoge vonBraunschweig imFrühjahre1792 zu Mainz, sowohl über die, seiner Meinung nach, unzulänglichen Streitkräfte über- Haupt, als auch über die entworfenen Operationen, Vorstellungen gemacht; aber er wurde nicht gehört. Der edle Held lebte nach feiner Rückkehr aus dem türkischen Feldzuge auf seinem Schlosse zu Neuwaldegg dei Wim, welches er bereits im Jahre 4763 von Philipp von Manager in angekauft hatte, und in Folge dessen er am 8. März 1766 als 3andesmitglied unter die alten Geschlech« ter des Herrenstandes von Niederösterreich aufgenommen wurde. Zu seinem Garten hatte ihm Kaiser Joseph eine große Strecke Wald geschenkt, und nun ließ 3. den schönen Park auf eigene große Kosten erweitern, auf die reizendste Art ver- schönern und den größeren Garten davon dem Publicum öffnen. 3acy, wie schon erwähnt worden, erfreute sich der vollen Huld Kaiser Joseph's, der ihn seinen
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Kosarek-Lagkner, Band 13
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Kosarek-Lagkner
Band
13
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
546
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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