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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 234 -
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Seite - 234 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14

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Layer 234 Layer Zeichnen, und lieferte schon damals, vor nehmlich mit der Feder Arbeiten, die daS Staunen von Kunstverständigen erregten. So zeichnete er treffliche Kupferstiche mit einer Genauigkeit ohne Gleichen, und bewunderungswürdiger Reinheit nach Ein zu jener Zeit erledigtes landstän- disches Stipendium für einen Candidaten der Akademie der bildenden Künste in Wien bestimmte ihn, sich als Zögling der Kupferftechschule um dasselbe zu bewer ben, und da ihn seine schönen Arbeiten und sein ausgesprochenes Talent hinrei chend empfahlen, erhielt er es auch. Acht Jahre studirte er nun auf der Akademie in Wien mit andauerndem Fleiße, dann begab er sich nach Florenz zur weiteren Ausbildung. Spater jedoch ging er vom Kupferftechen zur Oelmalerei über und leistet auch auf diesem Gebiete anecken« nenswerthe Arbeiten. Nach einem mehr» jahrigen Aufenthalte in Italien, nach« dem er in Florenz und Rom die großen Meister studirt, war er im Jahre 1833 nach Wien zurückgekehrt, und hat dort als Historienmaler seinen bleibenden Auf« enthalt genommen. Sein Künstlerberuf führt ihn zuweilen in seine Heimat, wie es im Jahre 1837 und dann wieder im Sommer 4863 der Fall war, in welch letzterem Jahre er nach Innsbruck kam, um die Kirche in Georgenberg auszu» malm. Bereits im Jahre 1834 trat L. zu Wien in der Ausstellung der Kunst. werke im Gebäude der kaiserlichen Akademie der bildenden Künste bei St. Anna mit einem Porträt, Kreidezeichnung. u. z. zum erstenmale, in die Oeffentlichkeit. I n der Ausstellung deS Jahres 1836 war er mit einem Kupferstiche: „Christus, da, Kllvz tragend", nach 3uin i , vertreten. Länger als anderthalb Iahrzehende schien dieser Künstler verschollen, als er im Jahre 1852 in der Märzausstellung deS (neuen) österreichischen Kunstvereins mit einer größeren auS Florenz eingesende» ten Arbeit, aber dieseSmal mit keinem Kupferstiche, sondern mit einem Oel- bilde: ,Ver Hriunph Haoid'«" (330 fl.), auftrat, welcher wieder nach einer mehr- jahrigen Pause im Jahre 1836 in der April-Ausstellung das Bild: „Schnitter an« der Oampllgnll bei Nllm, uar einem Heilig«, bilde" (230 fi.) und Maria mit dem Kinde und Mi Gngeln" (180 st.) folgten. Damals befand sich der Künstler bereits in Wien. In den Ausstellungen bei St. Anna waren noch in den darauffolgenden Jahren zu sehen: Me HarsteUung Christi w Tempel" (600 fl.) und 1859 ein „P«r> trat". Von sonstigen Arbeiten Layer's sind bekannt: „Hie Grablegung Hhrizti". eine mit Meisterschaft ausgeführte Zeich, nung nach Pietro Perugini, welche sich im Besitze des Innsbrucker Kunst« Händlers Fr. Unterberger befindet; — eine , Madonna" und ein „Naminikanermanch mit einem Ongel", beides Copien nach F ie» sole; — e'me , Geburt Ghrizti" und die „Muttergnttez mit dem OhristuMlide und M i Gngeln", beide in Ferdinandeum zu InnS- brück; — eine „sreue ans der Äpllstelgezchich- te", in der Sammlung des Herrn W.elz« hofer zu Innsbruck. Ferner hat 3. eine Reihe von Costumbildern römischer 3and> leute. Studien nach der Natur, in Aqua» rell ausgeführt, welche sich wohl noch im Besitze deS Künstlers befinden dürften. Hier sei nur noch bemerkt, daß im Jahre 4338 m der Iänner-AuSstellung ein I . R. Lair aus Wien ein Gemälde auS- stellte: ,Her HM. Illleph »it dem Ninde". welches Eigenthum deS Diakovarer Bischofs Joseph von Stroßmayer ist. Da Kataloge in Bezug auf Namen — einerlei, ob Tauf« oder Geschlechtsnamen — nicht immer sehr gewissenhaft vorzu« gehen pflegen, so darf hier die Vermu»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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