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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 262 -
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262 den es wenig kümmerte, ob sein Sohn sich fortbildete, oder sein Talent im leidi gen Handwerk verwahrloste. Aber dieser ließ sein Talent selbst nicht verkümmern und bildete sich sorgfältig im Zeichnen, in der Perspektive, Optik, kurz m allen mit der Malerkunst mehr oder minder verwandten Fächern, daß man ihn seiner Wissenschaftlichkeit und Gründlichkeit wegen den Rap ha el seiner Zeit nannte und als den correctesten Maler der vene< tianischen Schule bezeichnet. Die Aufträge zu.Arbeiten nahmen mit seinem Rufe zu und es fehlte nicht an Einladungen auS der Fremde, denen er jedoch keine Folge leistete, da er sich nicht entschließen konnte, Venedig zu verlassen. Die Zahl seiner Arbeiten, von denen die bedeutendsten in Venedig noch vorhandenen weiter unten folgen, ist ungemein groß. Er lebte sehr eingezogen und ausschließlich seiner Kunst, die ihn so reichUch nährte, daß er, als er im hohen Alter starb, ein Vermögen von 80.000 Ducaten hinterließ. Von seinen Arbeiten sind anzuführen: in Venedig im Dogenpalast in der sogenannten 8Z.1a äollo ZLi-utww auf dem der Ein« gangspforte gegenüberstehenden, dem An« denken des Dogen Morosin i errichteten Triumphbogen sechs allegorische Ge- mälde: „Nie Wehrkraft und Beständigkeit werden unn der Göttin des Friedens gekrönt" ; — „Nie Religion reicht dem Nagen Hegen und Hut"; — „Nas Verdienst reicht ihm die Stäbe, welche die uier Ghrengrade andeuten, die zn Anleihen die Republik dem Dogen eingeräumt hat"; — „Nie Graunung von Muren" (die Insel als allegorische Figur, wird dem Dogen von Venedig vorgeführt, in der Ferne ist Candia sichtbar); — „NieSiegesgüt- tin zur See, ant dem Sparn der Galeere sitzend", mit der Aufschrift: Viotoria noowrua UkvaiiL; — „Nie Siegesgöttin zuJand", auf dem Schilde, den der Doge in der Hand hält, steht: K6U02L und in der Kirche Mar ia Trost (gemeinig. lich genannt: 0ki6sa äsiig. ^ava) auf dem vierten Altare zur Linken: „Ner gekreuzigte Ghristuz"; — in der Kirche San Pie t ro di Castello in der größeren Capelle an der linken Wand: „Nie MlllMätigKeit des Aj. Aarenza Musti- maul", der sein Eigenthum unter dieArmm und Kranken vertheilt, eines der gerühm- testen Gemälde dieses Künstlers; — in der Kirche der HH. Johannes und Paulus (gemeiniglich Aainpolo ge> nannt) in der Taufcapelle hinter dem Taufbecken: „NieGaukeOhristi"; — ebenda m der Kreuzcapelle: „Nie Straie mit den Schlangen"; — „Nie Unruhestifter umden lebendig ulln der Grde verschlungen", beides Stoffe aus der Bibel; — ebenda in der St. Magdalenmcapelle: „Ner Nannalall in der Wüste"; — ebenda in der größeren Capella Maggiore: „Nie muMscheu Nächte der H. Katharina"; — in der Kirche Mar ia B a r m h e r z i g k e i t (N^ria äolla NiLOriooräia) in der Capelle der H. Philomena: „Nas GpkerAbralMn's";— ebenda an der rechten Wand deS Hoch. altars: „Mnriä Darstellung im Tempel", jedoch ist es nicht ganz bestimmt, daß dieses Bild von I. ist; — in der Bar» füßerkirche (gemeiniglich genannt 8an Na,r1a. in ^Nuarot) im Chor: „Ner todte Christus und die Marien"; — auf der Decke über der Orgel: „Nie Visionen der H. Ghe- resia"; — in der Kirche des H. Eusta« chius in der größeren Capelle; „Ner H. Paulus umd in den Himmel enttülirt"; — in der St. Pantaleonskirche in der zweiten Capelle in der oberen 3unette: Ner H. Pantalean macht die Kranken gesund"; — ebenda in der ersten Capelle links: Nie h. Nreilaltigkeit, der H. Zahannes und noch ein anderer Heiliger" ;— in der Kirche der HH. Gervasius und Protasius
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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