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zug in Südtirol und in Italien, dann die
Ereignisse bei Wien, im Jahre 1848/49 den
Feldzug in Ungarn mitgemacht und den Ge<
fechten bei Mal6, Cisano. auf dem Monte
Baldo (lt. Juni), bei Spiazzi (am 18. Juni
1848), ferner bei Ferrara und Riuoli, der
Cernirung und Beschießung von Peschiera,
der Cernirung von Wien. den Schlachten
bei Schwechat. Kapolna und Komorn bei«
gewohnt. Für sein tapferes Verhalten bei
Cisano und bei Spiazzi ward ihm am
27. Februar 1849 die Allerh. Zufriedenheit
zu erkennen gegeben und er mit dem Ver«
dienstkreuze ausgezeichnet. Hauptmann L. war
es auch, der als Commandant der Grenadier-
Division Baden am Morgen deS 7. October
1848, nach Erkrankung des rangsältesten
Hauptmanns, das Commando der durch die
Ereignisse des 6. Octobers von der Wiener Gar-
nison getrennten Abtheilung des Grenadier-
Bataillons Richter, bestehend aus 9 Ober«
ofsicieren und 500 Unteroffizieren und Grena»
dieren mit der Fahne, übernahm und dicse
Abtheilung nach Ueberwindung nicht gerin-
gcr Schierigkeiten der im Schwarzendergischen
Garten aufgestellten Wiener Garnison voll«
zählig zuführte. In Anerkenung stiner 33jäh«
rigen ausgezeichneten Dienstzeit wurde L. im
Jahre 1856 mit dem Ehrenworte Edler von
in den österreichischen Adelstand erhoben.
^Adelstands' D ip lom vom 23. Juni
1856. — Wappen. Gevierteter Schild. 1 u. 4:
in Silber ein aus dem Fußrande ragender
blauer Felsenberg,' 2 u. 3: von Roth über
Gold quergetheilt, zeigt oben einen wachsen»
den uorwärtssehenoen silbernen Löwen mit
Doppelschweif, unten einen achtspitzigen blauen
Stern. Auf dem Schilde ruht ein gekrönter
Turnierhelln, aus dessen Krone ein vorwärts'
gekehrter geharnischter Mann mit offenem
Visir, grüner, von der linken Achsel zur rech-
ten Hüfte herabhängender Feldbinde, empor«
wächst, in der bloßen rechten Hand schwingt
er einen Morgenstern über sich, die Linke
hält einen ehernen Nadelschild neben seiner
Brust. Die Helm decken sind rechts blau
mit Silber, links roth mit Gold belegt.^ —
3. Joseph Alexander Ritter von Leith»
ner (Artillerie-Stabsofficier, geb. zu Wien
im Jahre 1307). trat im Alter von 17 Iah'
ren. am 3. September 1823. in das 2. Feld«
artillerie«Regiment ein, kam auS diesem im
März 1833 in das Feuerwerkcorps, im Juni
1838 als Oberfeuerwerker in das Bombar-
diercorps und wurde am 16. November ls43 Lieutenant im 5. Artillerie>Regimente. An«
fangs 1847 in gleicher Eigenschaft in das
Bombardiercorps übersetzt, kam er aus die-
sem am 1. September 1848 alS Oberlieute»
nant in das 4. Artillerie-Regiment, schon
nach wenigen Tagen in gleicher Eigenschaft
in daS Bombardiercorps und aus diesem
am 1. Juni 1831 als Hauptmann 1. Classe
wieder in das 4. Artillerie-Regiment, worauf
er am 1. August l854 Hauvtmann 1. Classe
im 5. Artillerie-Negiment wurde. In den
Feldzüqen 1848 und 1849 hat fich L. in Italien
namentlich als Lieutenant und Batteriecom-
mandant bei der Beschießung von Treviso,
ferner bei jener von Venedig und ganz be-
sonders bei der Belagerung von Malgbera
(27. Mai 1849) durch große Tapferkeit auS»
gezeichnet. In Anerkennung derselben erhielt
er mit Allerh. Entschließung vom 11. Juni
1849 den Orden der eisernen Krone 3. Classe,
welcher Verleihung im Jahre 1833 statuten-
mäßig die Erhebung in den Freiherrnstand folgte.
Am 12. Juni 183ö wurde Ritter von 3. zum
Major beim Artilleriestabe befördert und ward
der kaiserl. Gesandtschaft in Berlin zugetheilt,
am 13. August 1863 rückte er zum Oberstlieu«
tenant in seiner Waffe vor und befindet sich
in dieser Eigenschaft als aä latus des PräseS
beim Artillerie. Comitö. ^Ritterstands. D i '
plom vom 27. October 1853. — Wappen.
Ein quer und halb nach der Länge getheilter
Schild. Oben im Luftfelde eine Bogenbrücke
auf der Theilung von natürlichem Mauer-
werk erbaut und im sechsten so wie im
neunten ihrer eilf Bogen gesprengt, mit einem
in die zweite Sprengung eingestellten natür^
lichen Bombenmürser auf seinem Gestelle in
schrägrechter Nichtung. Unten rechts im silber»
nen Felde erheben sich aus dem unteren Fuß»
rande drei rothe schwarz ausgefugte Thürme,
jeder mit ausgebrochenem Thore und zwei
eingespitzten Zinnen, der mittlere erhöht. Links
im blauen Felde ein aufspringender goldener
Löwe mit ausgeschlagener rother Zunge. Auf
dem Schilde ruhen zwei zueinandergekehrte
gekrönte Turnierhelme, die Krone des rechten
Helms trägt einen auf seinem Eldogen
ruhenden geharnischten Arm mit über sich
gezücktem blanken Schwerte an goldenem
Griffe. Aus der Krone des linken Helms
erschwingen sich drei wallende Straußenfedern,
und zwar eine rothe zwischen zwei blauen.
Die Helmdecken sind rechts roih mit Silber,
links blau mit Gold belegt. — Dieser und
der Vorige fehlen in K n e sch ke's Neuem allge
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Laicharding-Lenzi, Band 14
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Laicharding-Lenzi
- Band
- 14
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1865
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 550
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon