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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 414 -
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Cavallieri Chyy in jedem Concerte mit und trug außer vielen einzelnen Arien in den damals zahlreich gegebenen Oratorien und Cantaten die Hauptsopranpartien vor. C. war nicht bloß Bravoursangerin, sondern sang auch ernste und geistliche Compositionen mit großem Erfolge. Der Umstand, daß sie immer in Wien blieb und nie auf fremden Bühnen sang, war wohl die Ursache, daß ihr Ruf kaum über das Weichbild der Residenz hinaus, drang, so wie denn die Italienisirung ihres Namens veranlaßte, daß ihr Nach- rühm nicht ihrem Vaterlande,' sondern den Italienern zu Gute kam. In der mit vieler Frische von B. von Woisky geschriebenen Novelle: „Ein Tag aus dem Leben Mozart's", welche im „Illu- strirten Familien-Journal" (Stuttgart, Hallberger, gr. 8".) Jahrgang 1863, S. 418 u. 450, abgedruckt steht, tritt unter den handelnden Personen auch eine Sängerin Marie Caval ier i auf und wird dieselbe in einem innigen Her» zensbündniffe mit dem berühmten Teno» risten der kais. Hofcaoelle Adamberger dargestellt. Obgleich die Sängerin in der Novelle den Taufnamen Marie führt, so ist doch aus dem Zeitraume und den handelnden Personen der Novelle zu ent» nehmen, daß darunter nur unsere Sän» gerin Katharina gemeint sei. Die Künstlerin, welche früh — im Alter von 14 Jahren — begonnen hatte, zog sich auch frühzeitig zurück. Nachdem sie von 1773 bis 1793, 18 Jahre, thätig ge- Wesen, trat sie im letztgenannten Jahre in Pension, welche sic noch acht Jahre genoß, worauf sie im Jahre 1801, erst 40 Jahre alt. starb. Recensionen für Theater und Musik (Wien, 4«.) Jahrgang 4861, Nr 2. S. 48: „Bio. graphische Skizze", von Dr. Leopold Sonn- leithner; S. 48: Berichtigung eines nicht unwesentlichen, den Namen der Sängerin betreffenden, in der vorgenannten Lebensskizze vorkommenden Druckfehlers. ^Die Bemerkung Sonnleithner's, auf deffen ausführliche biographische Skizze übrigens hingewiesen wird, „daß ihr Name in keinem Künstler- Lexikon zu finden sei", berichtigt sich durch die Angabe der folgenden Quellen von selbst.^ — Gerber (Ernst Ludwig), Historisch<bio- graphisches Lexikon der Tonkünstler (Leipzig 1790. Breitkopf, Ler. 8«.) Bd. I , Sp. 260. — Derselbe, Neues historisch-biographi» sches Lexikon der Tonkünstler (Leipzig 1813, A. Kühnel, gr. 8«) Bd. I, Sp. 674. Cllvilhll, Pseudonym für August An- dreasBoltz, siehe: Voltz. August An- dreas j^ -j-V CHezy, Wilhelm von ^ d. Bd. I I , S. 338^, gestorben zu Wien 14. März 1863. Am 14. März g. I . 6 Uhr Abends hatte Ch. wohlauf das Kaffeehaus Daum verlassen. Auf dem Kohlmarkte, nur einige Schritte von Daum, stürzte er plötzlich besinnungslos zusammen. Er wurde, da man nicht wußte wer er sei» sogleich in das allgemeine Krankenhaus gebracht, wo er um 10 Uhr Abends ver- schied. Er war einem wiederholten Schlag« anfalle — einige Monate früher war er bereits vom Schlage berührt, aber leid« lich wieder hergestellt worden — erlegen und nicht mehr zur Besinnung gekommen. Aus einer bei ihm gefundenen Visitenkarte wurde er erkannt. Der schriftlich hinter- lassene Wunsch des Dahingeschiedenen, als katholischer Christ und als „armer Mann", der er sei, begraben zu werden, ging in Erfüllung. Er wurde auf dem WähringerFriedhofe beigesetzt, ein kleiner Kreis von Freunden gab ihm das letzte Geleite, eine Frauenhand, welche liebe» voll bemüht gewesen, dem alternden, schon etwas unbehilflich gewordenen Poeten, das Dasein möglichst auszu» Ichmücken, hatte für den schlichten Sarg, als finnigen Schmuck, einen Lorberkranz gespendet. Als Ergänzung zu der im
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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