Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14
Seite - 427 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 427 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14

Bild der Seite - 427 -

Bild der Seite - 427 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14

Text der Seite - 427 -

Zöbler 427 IMer modellirte, gravirte, bossirte und voll. endete einen Ehrensäbel für den Herzog Ernst von Gotha, einen zweiten für den König von Preußen, der erst etwa ein Jahr nach seinem Tode durch seine Witwe an seine Bestimmung gelangte. Eine ähnliche Arbeit für seinen eigenen Kaiser hatte er begonnen, aber nicht mehr vollendet — der Tod hat die kunst- volle Hand für immer gelähmt. Außer den oberwähnten Ehren und Auszeich» nungen, die dem Künstler bei Lebzeiten geworden, erhielt er noch deren in zahl- loser Menge von den verschiedensten Seiten, so verlieh ihm der Herzog von Sachsen seinen Hausorden, Se. Heilig- keit der Papst den Orden vom goldenen Sporn, der König von Preußen die große goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft u. dgl. m. Die Gemeinde aber, in der und zu deren Nutzen er die letzten zweiIahrzehende seines Lebens ge- wirkt, in welcher kein Armer ungelabt und ungetröstet von seiner Schwelle ging, be« wahrt dem wackeren Manne, der sie, und in bedenklichen Zeiten, trefflich beralhen und geleitet, eine treue und innige Er» innerung. Schließlich sei noch bemerkt, daß die so ziemlich allgemein verbrei. tete Redensart: „und noch ein Strauß. che,n", welche bei Vertheilung ungehoff- ter und zahlreicher Gaben und auch sonst bei heiteren Anlässen, ja selbst ironisch bei polemischen Klopffechtereien u.dgl.m. noch gegenwärtig angewendet wird, einem der reizendsten Kunststücke Döb ler's den Ursprung verdankt, indem er aus einem leeren Hute eine nie enden wollende Fülle Sträußchen und immer wieder Sträuß- chen hervorzauberte und unter die ent» zückten Zuschauer vertheilte. Klagenfurter Zeitung 1864, Nr. 123: „Ludwig Döbler". ^Dieser von Franz Din« gelstedt verfaßte und zuerst in der „Wiener Abendpost" abgedruckte Nachruf Döbler's machte die Runde durch die meisten deutschen Blätter, u. a. im „Correspondenten von und für Deutschland" (Nürnberg, kl. Fol.) 1364, Nr. 286; in der „Allgemeinen Theatcr<Chro- nik" u. s w.) — Schaluftpe zum D a m p f- doot (Danziger Unterhaltungsblatt, 40). i84l, Nr.1. — Frankl(3udw. Aug.), Sonn- tagsblätter (Wien, 8".) I I I . Jahrg. (1844), S. 1069; VI. Jahrg. (1847), S. 32: „Neber die optischen Vorstellungen Döbler's". Von S. R eiss ek. —Argus. Herausg. und redig, von E. M. O ettinge r (Hamburg, 4«.) 1837, Nr. 116: „Dobler in Cassel". — Berliner Figaro (Unterhaltungsblatt) 188., Nr. 288: „Dödler's Automaten". — Humorist. Her« ausgegeben von M. G. Saphir (Wen. 4«.) 1839, S. 1046: „Döbleriaden". — Wiener Zeitung I86ö, Nr. 31, S. 414. unter der Rubrik „Zur Tagesgeschichte". — Fremden» Vlat t (Wien, 4".) 1364. Nr. 108; 1363, Nr. 40. — Wiener Abendpost (Abend- blatt der amtlichen Wiener Zeitung) 1864, Nr. 89. — Blätter für Theater. Musik und Kunst. Von Zellner (Wien. 4".) 1864, Nr.33. — AgramerZeitung 1864, Nr. 9.4. — Ungarische Nachrichten (Pesther po> Wsches Blatt) 1864, Nr. 91 ^diese, die Agramer Zeitung, Zellncr's Blätter für Theater u. s. w. und die Wienrr Abendpost geben den 17. A M als Döbler's Todestag an). — Bres- lauer Zeitung l864, Nr. 191. — Zeitung fürNord deutsch land (Hannover, gr. Fol.) 1864. Nr. 4666 fieses Blatt und Dinget, stcdt in seinem Nachrufe Döbler's geben den 18. April als D.'s Todestag an). — Zu Möler's Charakteristik. Dazu dient tref- fend eine Stelle in Dingelstedt's Nach« ruft, welche lautet: „Er bildete sich nach und nach jene eigenthümliche Gattung von Vorstellungen aus, die, auf streng wissen- schaftlichen Grundsätzen und Kenntnissen be- ruhend, mit allzeit wechselnden praktischen Versuchen zu unterhalten wußten. Jede neue Entdeckung wußte er in sein Gebiet herüber» zuziehen. Das Hydrogen-Oxygen Gasmikro- stop, die Dissolvings-Views machte er sich dienstbar, und verstand durch stete Verbin- dung der Theorie mit der Praxis, der 35oc> lesung mit der Vorstellung, wie durch die ihm eigenthümliche Gabe eines freien, eleganten, oft humoristischen Vortrages, der selbst vor einem fremdländischen Publicum den Neiz nicht verlor, sich sein besonderes Genre aus- zubilden. Was widerlich, unschön, unsauber
zurĂĽck zum  Buch Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Laicharding-Lenzi, Band 14"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Laicharding-Lenzi, Band 14
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Laicharding-Lenzi
Band
14
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1865
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
550
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich