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Löffler 38ß Löffler
Bilder erheben sich nicht über das Genre
hinaus. 3. hat Ideen und malt nicht,
wie sie viele Andere, die sich dem Genre
zugewendet, was ihnen einfallt und oft
Objecte die geradezu unmalbar sind;
Löffler greift in das volle und reiche
Leben und greift immer glücklich, er hat
dieß mit unserem Dan hauser und dem
englischen Wi lk i r gemein, nur fehlen
ihm die virtuose Technik des letzteren, der
herbelegische Ton des Ersteren. I n sei-
nen früheren Bildern war 3. mit dem
Farbenton des Fleisches nicht sehr glück-
lich, und das nicht eben künstlerische Zie-
gelroth einige Zeit vorherrschend; nach
seiner Rückkehr von Paris war dieser
Farbenton verschwunden, hingegen war
ihm eine andere auch nichts weniger als
den künstlerischen Eindruck wohlthuende
Manier haften geblieben, in der Gruppi-
rung seiner Farben wechselten nämlich
immer Braun und Blau mit einem
schmutzigen Weiß, wodurch jeder Farben-
Wechsel in voraus aufgehoben wird. Auch
diese Manier zeigt sich auf späteren Bil.
dern nicht mehr. Im Nebligen ist seine
Zeichnung correct und die Gruppirung
geschickt, am höchsten steht er jedenfalls
in der Behandlung von Stoffen aus der
polnischen Geschichte und sein „Czar-
niecki", wie seine „Rückkehr von Wiens
Belagerung", sind echte CabinetSstücke,
die reichen und verdienten Beifall ernte-
ten. Seit mehreren Jahren schon lebt
und arbeitet der Künstler in Wien.
Die Künstler aller Zeiten und Völker. Begon»
nen von Prof. Fr. Mül ler , fortgesetzt von
Dr. Karl Klunz inger (Stuttgart i860, Eb»
ner u. Seubert, gr. 8".) Bd. I I , S. 6ll. —
Kataloge der Monats<Ausstellungen des
österreichischen Kunstuereins in Wien (8".)
1852. Februar, Nr. 32 u. 33. April Nr. 66,
October Nr. 2l , November Nr. 43; 1853,
April Nr. 33. September Nr. 38. October
Nr. 47; 1854. Juli Nr. 2 ; 1855. Juni Nr. 20.
November Nr. 1; 1856, Februar Nr. 9, März Nr. 32. Mai Nr. 17. 26, November Nr. 6. 7i,
74. December Nr.1, 48; 1857, Februar Nr. 28,
September Nr. l6; 1858, März Nr. 30. Mai
Nr. 29, October Nr. 10. 22; 1859. Jänner
Nr. 4l , »7. April Nr. 39; 18K0. Jänner
Nr. <0, April Nr. 12. Mai Nr. 3; 18hl, Iän»
ner Nr. 6, Mai Nr. 49. 64; October Nr. 21,
November Nr. 13. 34; 1862. Mai Nr. 4. April
Nr. 10, October Nr. 1; 1863. September Nr. 19.
— Eng ert (Erasmus) , Katalog der mo»
dcrnen Schule der k. k. Gemälde-Gallerte
im Beloedere zu Wien (Wien 1860. Gerold,
80.) S. 19. — I>o5t6i>, d. i. der Fortschritt
(Wiener Unterhaltungsblait in polnischer
Sprache), herausgegeben von O siecki. Jahr-
gang l860, S. 132. — 0225, d.i. die Zeit
(Krakauer polit. Blatt) 1860, Nr. 93.- „^w>
Ltana odla,2ow n Xrakonio". — Luksio,
Slavische Blätter (Wien, 4«) I. Jahrgang
(1865), S. 604.
Außer obigem Maler Leopold Löff ler sind
noch mehrere Künstler und andere Personen
dieses Namens aus älterer und neuerer Zeit
bemerkenswerth,, und zwar: 1. Christoph L.
lsiehe Nr. 8 ä). — 2. Elias L. lsiehe Nr. 8 o).
— 3 Ferdinand L ssicheNr. 8^. — 4. Franz
Vaver L. (geb. zu Komotau in Böhmen im
Jahre 1?51, gest. zu Dresden 18. April 1817)
hatte die Theologie studirt und kam nach
Dresden, wo er ton. sächsischer Hofcaplan
und Hofprediger wurde. Er war ein vortreff-
licher Kanzelredner und von seinem Könige
mit dem sächsischen Verdienstorden ausgezeich<
net worden. ^Erneuerte vaterländische
Blätter für drn österreichischen Kaiserstaat
(Wien. Strauß, 4".) Jahrgang 1817, Intelli«
genzblatt S. 392.) — 5. Gregor L. lstehe
Nr. 8 o). — 6. Hanns Christoph 3. lsiehe
Nr. 8 c). - 7. Kar l L. (geb. zu Haslach im
Mühlviertel Oberösterreichs). Zeitgenoß. Ein
noch junger, jetzt in Wien sich fortbildender
Künstler, der anfänglich die kaufmännische
Laufbahn betreten hatte und längere Zeit
Commis in einer Wiener Handlung war.
Doch gab er endlich diese Richtung auf und
wurde aus Vorliebe Maler. Mit seinen ersten
Arbeiten trat er in Linz in die Ocssentlichkeit.
Es war ein „Mädchenkopf", eine Studie,
aus welcher aber bereits deutlich die nicht
gewöhnliche künstlerische Begabung 3.'s sprach.
Wenn Herausgeber nicht irrt. so hatte der
Künstler im Juni 1861 ein Knaben.Porträt
ausgestellt, welchem nach mehrjähriger Pause
eine Genrestudie, „Das Erdbeerenmädchen",
folgte, das vom österreichischen Kunstvereine
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Leon-Lomeni, Band 15
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Leon-Lomeni
- Band
- 15
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1866
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 499
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon