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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Leon-Lomeni, Band 15
Seite - 387 -
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Llffler 387 zur Verlosung angekauft wurde. Adalbert St i f te r , ein gewiß in Kunstsachen mitzu» sprechen Berechtigter, macht in dem „Bot» schafter" mit beredten und warmen Worten auf den talentvollen Künstler aufmerksam. ^Botschafter (Wiener polit. Blatt) 1865. Nr. 5, im Feuilleton: „Bildende Kunst".) — 8. Löff ler, der Name einer tirolischen Künstlerfamilie, welche im 13., 16. und 17. Jahrhunderte lebte. Der erste, der sich als Büchsenmacher und Kunstgießer hervor» that, war Peter L>, dann seine Söhne, unter denen besonders Gregor sich bemerk« bar machte; nun folgten Gregor's Söhne El iasundHanns Christoph; desElias Söhne Emanuel und Johann erscheinen schon nicht mehr als Künstler, hingegen war von Emanuel's Söhnen der älteste. Chri« stoph, noch Kunstgießer und ein anderer, Ferdinand, Münzmeister zu Hall. zwei andere, Gregor und Alexander, stan-. den im landschaftlichen und fürstbischöflichen Dienste, a) Peter Löff ler vom h. Kreuz, auch Layminger genannt, lebte zu Ende des 13. und Anfang des 16. Jahrhunderts als Büchsenmeister und Glockengießer im Dorfe Hötting nächst Innsbruck. Seiner Verdienste wegen erhob ihn Kaiser Fried- rich I I I . im Jahre 1489 m den Adelstand und erlaubte ihm, im Wappen einen schwär« zen Vogel, den man Löffler nennt, mit einer Krone und auf die Brust gesenktem Schnabel zu führen. Von seinen Arbeiten sind nur noch drei Glocken, und zwar im Dorfe Ambras nächst Innsbruck, in der Kirche N. 3. Fr. zu Schwaz und in der Pfarrkirche zu Wiltau. diese letztere gemeinschaftlich mit seinen Sohn Gregor im Jahre 1520 ge« gössen, bekannt. — o) Sein Sohn Gregor (gest. 11. Juni 1565). ist weitaus der berühm» teste aus dieser Familie. Er goß mehr als 100 größere und kleinere Feldstücke, die drei Glocken für die Kreuzkirche zu Innsbruck; er richtete die Zeughäuser in Tirol und den Vorlanden ein, erbaute im Jahre 1538 den Ansitz Büchsenhausen und wahrscheinlich auch das kaiserliche Gußhaus alldort. Noch wird ihm von Einigen der Guß der colossalen Erz- statuen am Mausoleum Maxi mil ian's I. in der Hofkirche zu Innsbruck zugeschrieben Jedoch fehlen für diese Annahme alle An« haltspuncte. I n keiner der darauf bezüglichen Urkunden und Rechnungen erscheint sein Name, während die drei Meister, die in der Regel als Gießer dieser Statuen angesehen werden, Stephan und Melchior God l und Hanns Lendenstrauch, öfter genannt erscheinen. Gewiß aber ist es, daß seiner Verdienste wegen ihm und seinen Söhnen von Kaiser Rudolph I I . im Jahre 1591 der von seinem Vater im Jahre 1489 er- worbene Adel wieder bestätigt wurde. — o) Gregor 's Sohn Hanns Ehristoph und auch sein Bruder Elias waren und nannten sich selbst Stück». Kunst» und Glocken« gießer; sie gössen anfänglich gemeinschaftlich mit ihrem Vater viele Feldstücke für Fer, dinand I I . und nach ihreS Vaters Tode für Max imi l ian I I . . Ma th i as und Rudolph I I . Die 23 kleinen Erzstatuen auf dem Chöre ober dem Schwibbogen in der Kreuzkirche zu Innsbruck werden als ihre gemeinschaftliche Arbeit bezeichnet; auch hat Hanns Christoph das Drey l in g'sche Monument in der Pfarrkirche zu Schwaz und mit seinem Bruder zusammen das Löff» ler'sche (nämlich das ihrem Vater und ihrer Mutter zu Ehren errichtete) gegossen. Von Hanns Christoph ist die Glocke in der DreifaltigkeitSkirche zu Innsbruck, von ihm und seinem Bruder El ias zusammen die Glocke der Domkirche zu Basel gegossen. Im Jahre 1580 theilten beide Brüder das väterliche Erbe, Hanns Christoph wurde Besitzer von Büchsenhausen und nannte sich Löffler von und zu Büchsenhausen, El ias kaufte aber von Georg von Fir« mian den Kammerhof zu Hötting. Hanns Christoph soll in Wien gestorben sein. — ä) Von seinen Söhnen beschloß Ehristoph die Reihe der Kunstgießer in dieser Familie. Er stand in Diensten des Kaisers RudolphII . , hielt sich in Wien auf, von wo er im Jahre 1622 nach Hötting zurückkehrte und daselbst im Jahre 1623 starb. l^Tirolisches Künst« ler»Lerikon oder kurze Lebensbeschreibung jener Künstler, welche geborne Tiroler waren (Innsbruck 1830. Fel. Rauch, 8°.) S. 15U u. f. — Staff ier (Ioh. Iac.). Das deutsche Tirol und Vorarlberg, topographisch mit geschicht» lichen Bemerkungen (Innsbruck 1347, Felic. Rauch, 8».) Bd. I , S. 543. mit ausführ- licheren Nachrichten über Gregor 3. — Die Künstler aller Zeiten und Völker. Begonnen von Prof. Fr. Mül ler , fortgesetzt von Dr. Karl Klunzinger (Stuttgart 1857, Ebner u. Seubert. gr. 8«.) Bd. I I , S. 6i l . — Nagler (G. K. Dr.). Neues allgemeines Künstler-Lerikon (München 1838, Fleischmann. 3°.) Bd. VI I I , S. 3. — Derselbe, Mono»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Leon-Lomeni, Band 15
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Leon-Lomeni
Band
15
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1866
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
499
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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