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Persönlichkeiten, ja sogar in ihre Thätig»
keit persönlich eingreifend, mitgelebt hatte.
Freiherrnstands« D ip lom vom 23. Novew»
ber t85i. — Katholischer Wahrhei ts.
freund (Grah. 4«.) 18<i3, Nr. 38 u. 39: „Da«
niel Freiherr uon Mensi'Klarbach. Nekrolog".
- Wiener Ze i tun« l863. Nr. 225.
S. 892: „Freiherr uon Mensi'Klarbach". —
Gothaisches genealogisches Taschen«
buch der freiherrl ichen Häuser (Gotha,
I . Perthes. 32°.) Jahrgang l866, S. 633. —
Heutiger Familienstand der Freiherren Meusi
von Klarlmch. Daniel Freiherr Mensi von
Klarbach war (seit 3l. Mai 1812) uermält
mit Felmtas gebornen Hulk'r, und staminen
aus dieser Ehe folgende Kinder: l) August
(geb. 5. März !8l9). k k. Haufttmann in der
Armee; — 2) Susanna (geb. 14 Februar
1813); — 3) Kar l (geb. 3. Jänner I82l),
k. k. Kreiscommissär zu Innsbruck, vermalt
mit Auguste gebornen Freiin von SlmiVach zum
5tock und !.'ulluch, welcher Ehe bisher drei
Söhne: Alfred (geb. 18. December «834).
Otto (geb. 28. Mai 1837). Hugo (geb.
8. August 1839) entstammen; — 4) Joseph
(geb. 29. April 1822). k. k, Ministerial-Con»
cipist im Finanzministerium, vermalt lseit
16. August l853) mit Aloifil! Airpl. Kinder
dieser Ehe sind: Frauz (geb. 21. April l854).
August (geb. 11. Ortuber 1835), Mar ia
(geb. 13. Juni 1837), Kar l (geb. 17. Sep.
tember 1861); — 3) Mar ia (geb, 14. Fe»
bruar1824). vermalte Schmidlcm; — 6) Anto-
nia(geb. 18. Dec. 1825), vermalte 5cl,ftrls,. —
Wappen. Gearteter Schild. 1.- in Vl^u die
aus einem in der unteren Hälfte sich ausbrei-
tenden Gewässer natürlicher Farbe aufstei»
gende goldene Sonne; 2: in Silber auf der
Theilung ein Adler mit ausgeschlagenrr rother
Zunge und ausgebreiteten Flügeln; 3: jli
Gold ein rocher, auf dem Fußrande stehender,
im Schnabel einen Zorbeerlranz emporhalten»
der Adler mit ausgespannten Flügeln; 4: in
Blau ein geharnischter, mit goldenen Span»
gen gezierter Ärm, der ein blankes Schwert
an einem goldenen Gefäße zum Streiche
schwingt. Auf dem Schilde ruht die Frei,
Herrnkrone, auf welcher sich zwei zueinander«
gekehrte gekrönte Turnierhelme erheben. Aus
der Krone des rechten Helms ragen zwei
offene, mit den Sachsen gegerninandergekehrte
Adlerftügel, der rechte von Silber und Roth,
der linke von Blau und Gold quer durch»
schnitten. Aus der Krone des linken Helms erheben sich drei wallende Straußenfedern,
deren mittlere golden, die rechte blau und die
linke roth ist. Helm decken Jene des rechten
Helms sind blau mit Gold. jene des linken
roth mit Silber belegt. Das frühere ritter»
liche Wappen war — mit Weglassung der Frei-
herrnkrone — ganz gleich mit dem obbeschrie»
- benen freiherrlichen.
Menteli, stehe: Wandelli, David
M . XVI, S. 360).
Meitter, Franz (Bürger von Wien
und Humanist, geb. zu Wien 27. No»
vember 1814, gest. ebenda 27. April
4866). Dem Fabriksfache sich widmend,
wurde er im I . 1836 Bürger von Wien,
und übernahm im Jahre 1840 eine Sei»
denzeugfabrik. welche er bis zu seinem
Tode fortführte. Von seinen Arbeitern,
für die er auch in höchst humaner Weise
sorgte, wie ein Vater geliebt, war, er
eine auf seinem Grunde — dem Neubau
- allgemein geachtete, ja verehrte Per«
sönlichkeit. In den Jahren 1840. 1842.
1845, 1850 und 1860 erbaute er auf
dem Grunde sieben Hauser, in welchen
zu wohnen sich Alles drängte, und der»
jenige sozusagen es als einen Glücksfall
ansah, der eine Wohnung in einem der«
stlbeu erlangte. Denn Menter steigerte
nie die Zinse und kündigte keiner seiner
Parteien. Es war ein offenes Geheim»
in'ß, daß der ZinS, den er von ärmeren
Parteien am Verfalltage erhielt, öfter
von ihm in heimlicher, der Partei nnbe»
kannter Weise derselben Tags vorher
zugestellt, oder wenn eine solche mit allen
Entbehrungen sich den Zins oft vom
Nöthigsten abgekargt hatte, ihr derselbe
ebenso heimlich wieder zurückgestellt
wurde. Edler Bürgersmn verbunden mit
echter Humanität, die sich steigerte, wenn
die Zeiten schlechter und bodrängnißvoller
wurden, bildeten den Grundzug seines
Charakters. Viele Jahre hindurch war
er Orlsschulaufseher und leistete als sol-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Maroevic-Meszlenn, Band 17
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- Maroevic-Meszlenn
- Band
- 17
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1867
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 506
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon