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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
Seite - 379 -
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Seite - 379 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17

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379 Meran ihm gemalten Bilder. Wo er sich gebil- det und wer seine Meister gewesen, ist auch nicht bekannt, jedoch nach seinen Gemälden zu schließen, hatte er einen tüchtigen Unterricht erhalten, mochte in Italien gewesen und sieb nach guten Werken der venetianischen Schule gebil» det haben. Das Merkwürdigste an diesem Künstler aber ist, daß er eigentlich ein Krüppel war, denn die vier Finger der rechten Hand waren über den Dau» men verwachsen, und er mußte, um zu malen, den Pinsel zwischen den Zeige- und Mittelfinger durchstecken, und auf diese Art malte er seine großen und schönen Altarbilder, deren in Krain in vielen Kirchen, in manchen sogar mehrere sich befinden. So z. B. besitzen in Lai» bach die St. Peterskirche, die Augustiner- kirche und jene der barmherzigen Schwe» stern, jede mehrere, i>ie letztgenannte nickt weniger denn sechs Altarbilder von seiner Hand. die aber schon sehr gellt» ten haben, und von denen in neuerer Zeit erst drei mit großer Mühe wieder restaurirt worden sind. Von Menzin- ge r's, in den Kirchen Laibachs vorhan» denen Bildern find anzuführen, in der Kirche zu St. Peter in Laibach: „Nn3 li. Nrenz mit der h. Migdaleim" und „Eine öchmrrzhnfle Mütter Gutteü" hinter dem Hocbaltare' — bei den Franziskanern ebenda: „Ncr H. Valentin"; — in der Capelle des fürstbischöflicken Schlosses zu Oberburg in Krain: „Der H. CliamnI" u. m. a. M. mag durch seine Bilder ein nicht unbedeutendes Vermögen sich er» wölben haben, denn er besaß in Laibach mehrere Hauser in der Vorstadt Gradischa und ein ziemlich ansehnliches Haus in der Stadt. M. starb in Laibach und wurde in der Gruft der Kapuzinerkirche beigesetzt. Handschriftli che Aufzeichnungen. Meran, Franz Ludwig Johann Baptist Graf von (erbliches Mitglied des Herrenhauses des Reichsrathes. ' geb. zu Brand Höfen in Steiermark 11. März 1839). Se. kaiserliche Hoheit der Erzherzog Johann (geb. zu Flo- renz 20. Jänner 1782, gest. zu Grcitz 10. Mai 1859) s^iehe denselben Bd. VI, 5. 280, Nr. 116) war (seit 18. Februar 1827) mit Anna geb. Plochel sgeb. 6. Jänner 1804, gest. im Mai 1866). der Tochter des Postmeisters Plochel zu Auffee am Grundelsee (im sogencmn- ten steirischen Salzkammergute), in mor« ganatischer Ehe vermalt. Er hatte fie auf seinen Gebirgsreisen zufällig bei einem Tanzvergnügen kennen gelernt. Sie wurde in der Folge, 1834, zu einer Freiin von Brand Hof — diesen Namen führt das in Steiermark gelegene, von dem Erzherzoge auf das sinnigste und anmu» thigste ausgestattete Lieblingsbefitzthum desselben — erhoben. Aus dieser Ehe ging ein Sohn Franz Ludwig Johann Baptist von Brand Höfen hervor; der< selbe trat in die kais. Armee, in welcher cr zur Zeit die Stelle eines k. k. Majors bekleidet. Als in Folge des Diploms vom 20. October 1860 und des kaiftr« lichen Patentes vom 26. Februar 186! Oesterreich in die Reihe der Staaten mit repräsentativer Verfassung eintrat, wurde Franz Graf von Meran mit Allerh. Handschreiben vom 18. April 1861 zum erblichen Mitgliede des Herrenhauses des Reichsrathes ernannt. Früher schon, mit Allerh. Entschließung vom 29. April 1844, wurde ihm der österreichische Gra- fenstand mit dem Namen eines Grafen von Meran und Freiherrn von Brand» hofen verliehen, und ääo. Wien 30. De« cember 1843 das Grafen<Diplom ausge- fertigt. Mit demselben Allerh. Hand. schreiben vom 29. April 1844 wurds
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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