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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17
Seite - 397 -
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Seite - 397 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Maroevic-Meszlenn, Band 17

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Merk 397 Merkle sein Lehrer wurde, und ihn so tüch. tig ausbildete, daß M., erst 18 Jahre alt, fchon im Orchester des Hof'Opern- theaters angestellt wurde. Einige Zeit darnach machte er eine Kunstreise nach Ungarn und trat nach seiner Rückkehr auch in Wien in einem Concert als Solospieler auf (13. December 1818). Der ehrenvolle Erfolg dieses Auftretens war zunächst seine Ernennung zum Mit« gliede der Hofcapelle und die Anstellung als Professor des Violoncellspiels am Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde deS österreichischen Kaiser- staates. In der Folge wurde M. durch Ernennung zum k. k. Kammervirtuosen ausgezeichnet. Er machte dann noch mehrere Kunstreisen nach Deutschland und Italien, seine Thätigkeit blieb aber vorzugsweise auf Wien beschränkt, wo sein gediegener Unterricht mehrere vortreffliche Meister des Violoncello herangebildet, darunter Leopold Böhm j^Bd. I I , S. 23). Dont sBd. XIV, S. 429 Nachtrages die Gebrüder Hart inger, Keller- mann, Stransky u. s. w. Als theils in Folge der Zeitereignisse, theils durch Fehler in der Organisation das Konser- vatorium einen entsprechenden Einfluß auf die Entwickelung des Kunjilebens im Bereiche der Musik in Wien auszu- üben aufgehört hatte, trat M. mit meh» reren, für die Musik und ihre Pflege begeisterten Männern zusammen. und wirkte für die Errichtung einer Akademie der Tonkunst, deren Lebensdauer jedoch nur sehr kurz bemessen war. Merk hat Mehreres für sein Instrument geschrieben, verschiedene Solostücke, ein Concertino, Variationen, Divertissements, Phantasien u. dgl. mit Begleitung deS Pianoforte, Quartetten, welche bei Mechetti in Wien, bei Meyer in Braun schweig und bei Hofmeister in Leipzig erschienen sind. Von diesen Kompositionen find zunächst bemerkenswerth: die gemein» schaftlich mit Re issiger geschriebenen 'F.^ ) in A" und ^ in Z" — ferner die „20 Z^sT-e^ss") 0^. 11) welche M. dem verewigten Franz Schu« bert gewidmet hat, und die »6 ^«^ss Fo^?- ?s v2'o?o?2e?6^s") 0p. 20) in welchen er den Kunstjüngern genall den Weg bezeichnet, um in Behandlung des Vio» loncells eine große Vollendung zu erlan- gen. Merk ist im Alter von 37 Jahren gestorben. Schil l ing (G. I)r.), Das musikalische Europa (Speyer 1842. F. C. Neiohard. gr. 8«.) S. 22l. — Neues Uni versal« Lexikon der Ton- kunst. Angefangen von !)^. Julius Schla« debach, fortgesetzt von Eduard Berns- dorf (Dresden l837. Rob. Schäfer, gr. 8".) Bd. I I , S. 974. - Gaßner (F. S. Dr.), Universal'Lcxikon der Tonkunst. Neue Hand» cmögabe in einem Bande (Stuttgart 1849. Franz Köhler. Lex. 8".) S. 608. — Meyrr (I.), Das grüße Conuersations-Lexikon für die gebildeten Stande (Hildburghausen, Bibliogr. Institut, gr. il«.) Vd. XXI, S. 298, Nr. 2. — Porträt. Lithogr. von K rieh über (Wien, bei Mechetti. Halb.Fol.). Merk, siche auch: Merck lS.384). Merkte, Meinrad (Benedictiner. lnönch. geb. zu Wiblingen unweit Ulm im Jahre 1781, gest. zu Feldkirch in Vorarlberg 28. October 1843). M. besuchte das Gymnasium bei den Bene- dictinern seines Geburtsortes, trat dann, nachdem er ungefähr ein Jahr als Mili« tar-Unterarzt fungirt hatte, zu Mehrerau in den Benedictinerorden, legte dort seine theologischen Studien zurück und wurde als Lehrer an der Klosterschule verwendet. Nach der Auflösung deS Klosters, die durch die k. bayerische Re- gierung am l. September 1807 erfolgte,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Maroevic-Meszlenn, Band 17
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Maroevic-Meszlenn
Band
17
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1867
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
506
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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