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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Band 18
Seite - 459 -
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Seite - 459 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Metastasio-Molitor, Band 18

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Molitor 489 Molitor Stiftskirche: „Maria Verkündigung" und die Fresken in der Kirche zu Liboch. Im Jahre 736 unternahm er eine Reise nach Krakau, wo er auch Einiges gemalt hat, aber schon nach kurzem Aufenthalte starb. Die Angabe Nagler's, daß M. in Wien im Jahre 1757 gestorben, be- richtigt Rastawiecki nach den For- schungen deS' rastlosen Alterthümlers A. GrabowSki in Krakau, welcher die Zeit seines Todes aus den Acten eines zwischen Mol i tor 's Sohne und Be« dienten stattgehabten Processes herausge- funden hat. Nagler erzählt, daß Mo« litor an seine Arbeiten mit großer Sorgfalt gegangen sei, und nie an ein Werk Hand angelegt habe, ohne vorher die Natur oder GypSabgüffe zu Rathe zu ziehen. Pelzel (Franz Martin), Böhmische, mährische und schlesische Gelehrte und Schriftsteller aus dem Orden der Jesuiten (Prag 1786 . 5«.) Bd. IV, S. 103 in der Biographie des Wen« zeslaus Reiner. — Dlabacz (Gottfried Ioh ). Allgemeines historisches Künstler-Leri« kon für Böhmen . . . (Prag 1815, Gottlieb Haase. 4".) Bd. I I , Sp. 327. — Nagler (G. K. Dr.). Neues allgemeines Künftler<Lexi< kon (München 1338, E. A. Fleischmann, 8<>.) Bd. IX, S. 370. — Die Künstler aller Zeiten und Völker. Begonnen von Prof. Fr. Müller, fortgesetzt von I)r. Karl Klunzin» g er (Stuttgart 1860. 8".) Bd. I I I , S. 1l3. tuclxioä odo^ok, n ?ol306 (1I/LÜ lul) C8K80N0^v ui d. i. Lexikon der polnischen Vialer, wie auch der fremden, die sich in Polen bleibend nieder» gelassen, oder aber nur einige Zeit aufgehalten haben (Warschau 18«l), Orgelbrand, Ler. 8".) Bd. I I , S. 84; Bd. I I I , S. 338. — Noch gibt es mehrere Maler des Namens Moli» tor, die in Krakau gelebt haben, und zwar: 1. Ein Franz Ignaz M., der im 18. Jahr« Hunderte lebte und Hofmaler des Bischofs von Krakau war; im Jahre 1739 wurde er in die Zunft der Maler Krakau's aufgenom« men und durfte jetzt erst die ihm aufgetrage« nen Arbeiten ausführen. Man kennt von ihm in dem in der Nähe Krakau's gelesse« nen Cisterzienserkloster Mogila mehrere Sei» tenaltarbilder. und zwar: „Der h. Joseph", — „Der h. Bernhard", — „Der h. Florian" — und „Der h. Benedict", Arbeiten, die ein nicht gewöhnliches Talent verrathen. Der Künstler nennt sich auf den Bildern, auf denen die Jahre 1761 und 1762 beigesetzt sind. Er starb im April 1794. — 2. Ein zweiter Mo< li tor. Peter Franz, aus Böhmen gebür- tig, lebte gleichfalls im 1s. Jahrhunderte und arbeitete um die Mitte desselben in Kra- kau. Er malte Fresken und Oelbildnisse mit großem Geschicke. Lange Zeit arbeitete er im Hause des Markgrafen Myskowski 'Wie- lopolski. Von Werken seines Pinsels sind bekannt die Fresken des Plafonds der Barbara» kirche in Krakau, „Die apostolischen Thaten des Ordens der Gesellschaft Jesu" vorstellend. M. hat dieselben im 1.1763 vollendet. Sein und seiner Gemalin Bildniß war vor noch nicht langer Zeit im Besitze des Sammlers und Kunstfreundes M. Skotnicki in Kra- kau. Wie Rastawiecki berichtet, hinterließ er zwei Söhne, die gleichfalls Maler waren, über welche, wie über ihre Arbeiten, Näheres nicht bekannt ist. Was diesen Peter Franz Mo l i tor betrifft, der als aus Böhmen ge» bürtig bezeichnet wird, so könnte er mit dem von Dlabacz erwähnten Mol i tor dem Jüngeren eine und dieselbe Person sein, der für die Reichenberger Kreuzkirche einen „H. Laurenz" und einen „H. Severus", Bi» schof und Schutzpatron der Tuchmachergilde, gemalt hat. ^a5ia?5i6e?ki, am bez. Orte, Bd. I I , S. 54; Bd. I I I , S. 338 u. 339. — Dlabacz, am bez. Orte. Bd. I I , Sp. 328.) — 3. Ein Johann Mo l i tor, auch aus Böhmen gebürtig und Maler, wurde bei dem Grodzker Thore, bei Gelegenheit eines Aus- falleS, den die Russen am 4. August 1768 machten, tödtlich getroffen, so daß er am 8. d. M. bereite starb. — 4. Und Johann Peter Mo l i to r — nicht mit dem obigen Johann Peter M.. der schon im Jahre 1756 gestorben, zu verwechseln — gleichfalls Maler, wurde am 24. April 1775 unter die Krakauer Maler aufgenommen und starb in Krakau am 24. December 1798. ^Ueber diese beiden letzten, Johann und Johann Pe< t e r, und über Franz Ignaz Mo l i tor vergleiche: O^slo^o^ö krakonskis. lob, 621226, 2>vodo6?, 2^v l^l23Hs i t. z»., d. i. Die Kra» kauer Zünfte, ihre Geschichte. Ordnungen, Freiheitsbriefe, Gewohnheiten u. s. w. (Kra«
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Metastasio-Molitor, Band 18
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
Metastasio-Molitor
Band
18
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1868
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
522
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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