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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21
Seite - 174 -
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Seite - 174 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21

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Pagliarucci Pahl studiren, jene Städte, in deren Gallerten sich seine Bilder befanden. Diese copirte sie alsdann mit großer Treue, immer tiefer in den Geist deS großen Meisters eindringend. Als das Altarbild der Kla- Zensurier Gymnasialcapelle schon so schadhaft geworden, daß es durch ein neues ersetzt werden mußte, bot sich die Künstlerin selbst an. zu diesem Zwecke eines zu malen. Ihre Wahl bewies künstlerischen Geschmack, die Ausführung ein seltenes Kunfttalent. Die Dame be> gab sick. um ihr Versprechen zu erfüllen, im Jahre 4838 eigens nach Dresden und copirte dort die berühmte Madonna Mur i l lo 's , dieses Juwel der Dresde- ner Bildergallerie. I n einer der letzten Wochen des Jahres 1838 erfolgte die feierliche Aufstellung und Enthüllung dieser werthvollen Kunstgabe. Wie be> merkt, hat die Künstlerin noch mehrere andere Werke M u r i l l o's, darunter den in der Münchener Gallerie, befindlichen „Vettrljnngen". in gelungener Weise co« pirt. I n ihrem Atelier befinden sich übrigens auch Originalarbeiten, Stu« dienköpfe, Bildnisse u. dgl. m. Car inth ia (Klagenfurter Wochenblatt, 4<>.) 48. Iahrg, si8.18). Nr. 4!>. S. 195. — Die Pa glia ru cci's — zwei Familien Pa< gliarucci Ritter von Kieselstein und Pagl iarucci von Edelbain — stammen beide aus dem Görzischen. Die Paalia« rucci Ritter von Kieselstein sind im Jahre 5809 in den erbländiscken Ri t ten stand erhoben worden, und zwar war der erste Erwerber des Adels der Arzt und Be- sitzer der Herrschaft Kieselstein in Kram, N>a- talis Pagl iarucci . der sich sowohl in seiner Eigenschaft als Arzt wie als Staats« dürger durch patriotisches Verhalten zur Zeit der französischen Einfälle in den Jahren l?9? und l8(»>>. ferner durch seine industrielle Unter« nehmung einer Siedbodeii'Manufactur. durch welche hundert und mehr Familien der Ge. gend um Krainbura Beschäftigung und Unter« halt gewannen, und bedeutende Summen aus der Fremd? in's Land gezogen wurden, solche Verdienste erworben hat, daß er in Anecken nung derselben mit dem erbländischen Ritter» stände ausgezeichnet wurde. ^Ritterstand s- Dip lom vom 28. März l809.) — Die P a. gl iarucci von Edel ha in erlangten aber ihren Adel durch Joseph Anton Pagl ia. rucci , Mauthoberamts'Controlor, dcr in Anerkennung seines patriotischen Verhaltens in den Invasionsjahren 4797 und 1799 mit Verleihung des Prädicates von Cdelbain in den crbländischen Adelstand erhoben wurde. ^Adelstands-Diplom vom 3. März 1819.) — Wappen. Das Ni tterst ands« Wappen der Paal ia rucci Ritter von Kieselstein ist in Blau ein gesenktes goldenes Schildes« Haupt. Im Schildesfuße drei grüne Hügel, auf deren mittlerem erhöhten eine natürliche Taube mit grünem Zweige im Schnabel. Auf dem Schilde ruhen zwei zueinander gekehrte gekrönte Tlirnierhelme. Aus der Krone des rechten Helms wächst ein einwärts gekehrter schwarzer Adler mit rothausgeschlagenrr Zunge; aus der Krone des linken wallen drei Strau» ßenfedern, eine goldene zwischen blauen, empor. Die Helm decken sind blau, mit Gold belegt. — Das Ad elstand s. Wapprn der Paal ia rucci von Edelh ain zeigt in Blau einen aufrechtstehenden silbernen Zwil< lingssparen, der in den oberen SchildeSwin» keln uon zwei goldenen Sternen begleitet ist. Im Schildeöfuße steht auf dem mittleren von drei grünen Hügeln eine weiße Taube, Auf dem Schilde ruht ein rechtsg^wandter gekrön« ter Turnierhelm, aus dessen Krone fünf Straußenfedern, drei blaue untertheilt von zwei silbernen sich erheben. Die Helm» docken sind zu beiden Seiten blau, rechts mit Gold. links mit Silber unterlegt. Pahl, Christian (Maler). Zeitge- noß. Unter obigem Namen trat zu Gnde der Dreißiger- und zu Anfang der Vier« ziger.Iahre ein Wiener Künstler auf, dessen wahrer Nam,^ Plattensteiner ist. Er malte Ansichten, mehrtheils jedoch Marinen, und stellte im Jahre 1839 zum ersten Male aus: „Gine Ansicht der Ahede bei Fiumr", bei Morgenbeleuchtung', — „Ansicht drr Ztlldt Finim", bei Nachmittag» beleuchtung. und einen „Sce5turm"; im folgenden Jahre brachte er außer zwöi „Marinen" einen „Prn5pert drr Stadt Wien
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Band 21
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
O'Donnel-Perényi
Band
21
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1870
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
542
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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