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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21
Seite - 179 -
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Seite - 179 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21

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479 (Wien. kl. Fol.) t867. Nr. 14 Daselbst heißt es, daß Päkh 52 Jahre alt geworden, das ist unrichtig, er hat nur das 44. Jahr erreicht). — Noch ist eines Architekten Johann Wapt. Pack — der auch Packh geschrieben erscheint — zu gedenken; derselbe ist bemerkenswerth ebenso in seiner Eigenschaft als Architekt, als wie durch sein grauenhaftes Zebensende. P. stammte aus Oedenburg in Ungarn und hatte seine Studien an der Akademie der bildenden Künste in Wien gemacht. Dann kehrte er in sein Vaterland Ungarn zurück und bearündete 1828 bereits seinen Ruf. Nach dem Tode seines Oheims mütterlicherseits übernahm er nach dessen Planen die Bauleitung des Domes in Gran. und bewies dabei große Gewandt, heit und Einsicht. Die Anlegung der Gruft, wozu er die Kirchenfundamente benutzte, ist ganz sein Werk und wurde dieselbe im Kunst« blatte des Jahres 1828 als ein höchst beach» tenswerthes. künstlerischerseits vortreffliches Werk bezeichnet. Ob er noch andere Bauten ausgeführt, ist nicht bekannt, und bei der Großartigkeit der Dombauten, die ganz seine Thätigkeit in Anspruch nebmen mochten, kaum anzunehmen. Er bekleidete die Stelle eines Primatial-Architekten und war Prädialist des Crzabtcs der Benedictinerabtei auf dem Mar< tinsberge. Am 9. Octobec 1839 fand man ihn in seinem Zimmer, worin er allein schlief, früh Morgens ganz angezogen, da er eben verreisen wollte, entseelt auf dem Boden im Blute liegen. Er hatte Löcher im Kopfe, die ihm mit einem Beile beigebracht worden waren, ein Finger war abgebrochen, die Klei» dungsstücke hin und wieder zerrissen und man fand bei ihm einen Aermel. welchen er dem Raubmörder, gegen den er sich lange gewehrt zu haben schien, abgerissen hatte. Aus seinem Schreibtische waren Geld. Uhren. Ringe und eine Dose entwendet. Seine Schriften waren zum Theile auf dem Boden zerstreut. In den Seitentaschen des Rockes, welchen er bereits anhatte, fand man noch eine beträchtliche Summe Geldes, welches er auf die Neise mitnehmen wollte. Der Mörder ist nicht ent» deckt worden. ^Nagler (G. K. Dr.). Neues allgemeines Künstler-Lexikon (München 1839, C.A. Fleischmann. 8°.) Bd. X, S. 433. - (Hormayr's) Archiv für Geschichte, Sta. tistik, Literatur und Kunst (Wien. 4°.) Jahr« gang 1827, S. 407, im Texte des Aufsatzes: „Der Graner Dom". Auch wird er in diesem Aufsatze zuerst F. B. Packh. dann I . B. Packt) geschrieben. Nagler schreibt ihn ein« fach Pack. — Kunst.Blatt (Stuttgart. Cotta. 4°.) Jahrg. 1828, S. 98 u. f.) Franz (Beschicht sfor- scher. geb. zu Hotzendorf sNoäsIg.- -nio^, einer zur Herrschaft Neutitschein in Mähren gehörigen Ortschaft. 14. Juni 4798). Sein Vater war ein armer cal» vinischer Schulmeister zu Hotzendorf. Der Sohn erhielt seine wissenschaftliche Aus« bildung in Preßburg, später in Wien, und beschäftigte sich anfänglich vornehm« tick mit Sprach, und ästhetischen Stu» dien, wofür auch seine ersten schriftstelle, rischen Versuche, unter anderen die An» fangsgründe der öechischen Dichtkunst, eine öechische Uebersetzung einiger Ge« dichte Ossian's und eine im „Trok« abgedruckte Uebersicht der Geschichte der Aesthetik und ihrer Literatur, Belege sind. Nach beendeten juridischen Studien war er einige Zeit als Hofmeister bei einer hochadeligen Familie in Ungarn bedienstet. Im Jahre 1823 übersiedelte er nach Prag. wo ihm die um die Förderung der Kunst und Literatur in Böhmen hochverdienten Kaspar und Franz Grafen Sternberg bald ihre Gunst zuwendeten und den unterrichteten strebsamen jungen Mann auf die rechte Fährte, nämlich auf die Geschichte, wie« sen. Unter ihrer Aegide warf sich P. mit Fleiß und Eifer auf das seitDobner, Pubitfchka und Pelzel ziemlich brach gebliebene Feld der böhmischen Geschicht» schreibung, wobei ihm die großen Bücher« und Urkundenschaße in den Bibliotheken und Archiven Prags, des böhmischen Adels, insbesondere das ungemein wich« tige Ro senberg'sche und Schwarzen« berg'sche zu Wittingau im Budweifer Kreise Böhmens und dann jene in Wien reiche Ausbeute lieferten. Im Jahre 1827 übernahm er nun auch die Re< daction der von dem böhmischen Museum
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Band 21
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
O'Donnel-Perényi
Band
21
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1870
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
542
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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