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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21
Seite - 210 -
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Seite - 210 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21

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P-Uffy 210 Pilffy und dessen erster Gemalin Theresia Gräsin Czodor. Der Graf diente in der kaiserlichen Armee und war zuletzt Oberstlieutenant und Commandant oon seines Vaters Kürassier- Regiment. Auch er fand den Heldentod in der Scklacht bei Belgrad am 16. August 1?17, Von seiner Grmalin Anna Elconora Gräsin Eülerhl>zn. die ihn um 32 Jahre überlebte, hatte er nur zwei Töchter, denn ältere. Mar ia Anna. am !. Mai 1739, an den sardinischcn Staatsminister und Ge- sandten zu Nien, Ludwig Grafen Mala« baila ron Canale, uerheirathet wurde.— 14. Johann, auch Johann Kar l Graf P. (ülb. 7.'Iulii l797), vom jüngeren Zweige des jüngereii Astes der Nicolai'schen Haupt, linie. Ein Sohn des Grafen Rudolph, der cb'.n diesen jüngeren Zweig gestiftet, und der Gräfin Mar ia Kolowrat 'Krak ow s ky. Der Graf Johann diente in der kaiserlichen Armee, war Oberst im Huszaren<Negimente König von Sardinien Nr, 3 und zur Zeit der 48ger Revolution schon Feldm arschall < Lieutenant. Er bekleidete in der ungarischen Revolutionsperiode die Stelle des zweiten Vice-Präsidcnten im Hause der Gemeinen, war Mitglied dcs K o ssut h'schen Landes- vertheidigungs Ausschusses, unterschrieb als Nicc>Kainmerprasiden^ die Mittheilung des ungarischen Reichetages vom 10. October an den Wiener Reichstag, zugleich die Dank« adresse an Motiz Perczcl und sein Armee» corps sür den Sieg bei Ozora. endlich den Beschluß, die Verwendung der ungarischen Armee gegen Je. lach ich betreffend. Der Graf Johann, zur Zeit k. k. Feldmcirschall Lieu- tenant in Pension, ist (seit 4. September 183U) mit Amalia Gräfin Erd'ödu, ucrinält, aus welcher Ehe oier Söhne, die Grafin Geyfa. Emi l , Andreas und Gyula, stammen. Alle vier dienen in der kaiserlichen Arniee; rer älteste von ibnen ist (seit 17. Iän« ner 1859) mit Gisela Gräfin Erdödy vernialt, und der drittgeborne Graf Andreas ist Rittmeister im 4. HuszareN'Re'NÜ'.ente und zur Dienstleistung bei Sr. kais. Hoheit dem Kronprinzen Erzherzog Rudolph zugetheilt. I^Leuitschnigg (Heinrich Ritter v,), Kossuth und seine Bani'.crschaft. Silhouetten aus dem Nachmärz in Ungarn (Pesth 1830, Heckenast. 8«.) Bd. I I , 2. !67.) — ,3. Johann Leopold (geb. l8. August 1?28. gest. zu Vreßburg 23. Februar 1791), von der junge« ren ( Iohanni sche n) Hauptlinie, orr ein- zige Sohn Nikolaus' (VII.) M . 30) und der Gräfin Iosepha von Schlik. Betrat gleich seinem Vater die militärische Laufbahn und war zuletzt Capitän-Lieutenant der ungarischen adeligen Leibgarde,- General« Fcldzeugmeister und Inhaber des Infanterie« Regiments Nr. 33, heute Erzherzog Leopold Ludwig. Sein Sohn Franz Alois Mein< rad pflanzte den Stanun fort. Gegenwärtig rühr die jüngere ( I o h an n isch e) Haupilinie. nulmchr auf zwei Augen, denn es ist nur ein männlicher Sproß. Graf Johann <'a,cö. 12. August 1829), Sohn des Grafen Franz Alois Memrao, vorhanden. — 16, Joseph Graf P. (geb, 15. November 1810), voin jüngeren Zweige des jüngeren Astes der älteren (N iko la i 'schen) Hauptlinie. Cin Sohn des Grafen Franz und der Gräfin Iosepha Erdödy, und ein Neffe des Grafen Johann, auch Johann Kar l l^ Nr. 14). Graf Joseph spielte eine nicht unbedeutende Nolle im ungarischen Conuente des Jahres 1848. Er trat ganz enschieden auf, sprach, wie Levitschnigg ihn sil« houett i r t , „nie durch die Blume, seine Sarkasmm waren nie parfumirt, seine Worte duellirtcn sich nie iin Frack, nein, am liebsten im bloßen Hemde". Am 7. August grriethen der Graf und Kossuth aneinander, als es sich um die Errichtung eines Telegraphen zwischen beiden Häusern handelte, welche Välf fy verfocht. — Auch war er es. der den Antrag stellte, „Teutschland die unga- rischen Sympathien deßhalb auszudrücken, weil dadurch die Interessen der Nation, wie der Dynastie befördert würden". Als eine eigene Commission diesen Antrag modificirte, uerlangle Uäl f fy den Zusatz: „oenn wir glauben, daß in dieser Hinsicht unsere Politik mit jener der Dynastie, deren ausgezei ch» netcs Mitgl ied (Erzherzog Iohann) an der Spitze des deutschen Bundes steht, eine und dieselbe sei". Daß er den Mitgliedern des Parlaments ganz kuriose Dinge sagte, dafür ein Beispiel. Als Graf Julian Andrässy bei Zunahme der raitzi» schen Wirren die Statuten des Oberhauses dahin abgeändert wissen wcllle, daß zur Giltigkeit eines Beschlusseö nicht 60, sondern bloß 20 bis o0 Mitglieder zugegen sein müß» ten, fiel Pälf fy beißend ein: „Die paar Mitglieder des Hauses werden die National' garde nicht aufhalten, vor dem Feinde Reiß- aus zu nehmen, wie dieß neulich die Pesther Freiwilligen thaten. Auch glaube ich nicht, daß die zehn bis zwanzig sonst sehr ehren»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Band 21
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
O'Donnel-Perényi
Band
21
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1870
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
542
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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