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verbesserten sich Stcphan'ö Verhältnisse sehr.
Im I. 1634 wurde St efth an in den Grafen«
stand erhoben In seiner Ehe mit Eva 3u<
fanna Gräfin ftuchljaim hatte er eine Tochter
Mar ia und einrn Sohn Nikolaus (IV.)
königlichen Kronhüter lNr. 28). — 38. Tho-
mas '(!,), der älteste Sobn des Peter
Pälf fy und der Sophie Der sffy. Tho«
mas war Hauptmann von Palota und er-
warb für siä, und seine Nachkommenschaft
im Jahre I38l die freiherrliche Würde. Die
Nachkommenschaft Thomas' erstreckte sich
aber nicht über seine Enkel hinaus, diese
waren ein Sohn und eine Tochter seines
Sohnes Thomas (II.). Die Tochter Sa-
bine ward cm Stanislaus Niczyl.'zki ver-
beirathet; der Sohn Thomas aber ist der
nachfolgende Thomas (III.). — 39. Tho-
mas (III.) (Bischof, zuletzt von Neutra,
gest. 7. Mai 1679), hatte die geistliche
Laufbahn betreten, wurde im Jahre 1648
Domherr von Gran und im Jahre 1630
Bischof von Csanäo. Von Csanäd kam er
1658 in gleicher Eigenschaft nach- Waitzen,
1661 nack Erlau und 167 l nach Neutra, wo
er auch. nachdem er die das I M - zuuor
übernommen? Würde eines ungarischen Hof-
kanzlers in schwerer Zeit bis zu seinem Tode
bekleidet hatte, im Jahre 1679 am 7. Mai
starb. Adam Wol f in seinem Werke: „Fürst
Wenzel Lobkowitz, erster geheimer Rath
Leopold I." (Wien 1863), gibt ein ebenso
treues, als wenig erbauliches Bild der Zu<
stände in Ungarn während der Jahre 1566
bis 1680, wo noch die Nachwehen der Ver<
schwörung von Nädnsdy. Zr iny. Tat-
trnbach und Fr an gift an fühlbar waren,
Ioh.'.nn Kaspar Freiherr von Ampringen
als Gubernator schaltete und die commandi«
renden Generale Span kau, Kobb, Ca->
raffa und Strassoldo auf eigene Faust
reformirten und Ungarn — das jedoch aus
seiner Vergangenheit immer noch keine Lchre
für eine gedeihliche Zukunft zichen will —
alle Segnungen des Säbelregiments fühlen
ließen. Auch ist von diesem Thomas
Pälffr, aus der Zeit, da er noch Domherr
in Gran war, eine Leichenrede bekannt, die
unter dem Titel: ^1^52 luruZ xerenuiü, seu,
oratio iu exshuiiä Mu,5tr. (.'oinitis . . .
3?l-3.nri8ci I'orFacs äs HimeL etc.
k2dita äis 17. Oec 1643" (Iren^illvi, 8<>.)
im Drucke erschienen ist.
lll. Wappen der Familie PlUffy — der fürst-
lichen Linie — und dcr Pälffy-Daun. Das Stamm wappen der Familie Pi l l f fy ist
ein blauer Schild, aus dessen Fuße auf drei
grünen Hügeln ein goldenes Rad mit fünf
Speichen hervorragt, auf welchem ein wach«
sender, nach den Diplomen bald goldener,
bald natürlicher Hirsch mit zehn Enden zu
sehen ist Dieses Wappenschild halten mit
ihren Pranken zwei auswärts gekehrte ge<
krönte goldene Löwen mit über den Rücken
aufgeschlagenen Schwänzen, und das ganze
Wappen umgibt ein rother herabhängender,
mit GolD eingefaßter, mit Hermelin gefütter<
ter Mantel, welcker mit einem Fürstenhute
bcdrckt ist — Da5 Wappen der Pälfsy-
Daun besteht aus einem Mittelschi lde:
das oben beschriebene Pälffy'sche Stamm«
Wappen, welcheS auf ein ein goldenen Rucken-
schiloe ruht. Diesen Rückenschild durchzieht
ein Gitter von sechs, je drei schräge in»
einander geflochtenen rothen Stäbeil, Auf
dein Schilde ruhen zwei zueinander gekehrte
Turnierhelme. Der rechte Helm tragt eine
Krone, aus welchrr dcr goldene vorwärts
gekehrte Hirsch des Stammwappens heraus
wächst; der linke Helln trägt eine runde
rothe Kappe nüt Hermelinaufschlag, auf
welcker aber ein silberner Knopf angebracht
ist, woraus drei silberne Straußenfedern sich
erschwingen. Die Helm decken des rechten
Helms find blau, Me des linkcn roth, beide
mit Gold belegt. Den Schild halten die oben
beschriebenen Löwen, deren jeder aber in
seiner Vorderpranke eine auswärts abflat»
tornde Fahne mit silberner 3al',zensvitze und
etwas über sich geneigt, umfaßt hält, Die
Fahne zur Rechten hat einen von Silber und
Blau geschachteten Fahnenstock und zeigt im
silbernen Felde vier, blaue Querbalken, wo»
von di> oberen zwei mit einer goldenen
Vierung belegt sind, welche zwei rothe Pfähle
durchziehen. Der obere Fahnenrand trägt die
Aufschrift „Aldenburg", dcr untere „Heder»
var" in schwarzen gothischen Schliftzügen.
Die Fahne, die der linke Löwe trägt, ist der
früheren gleich, nur ist d'er Fabnenstock von
Gold und Blau geschachtet, die bepfahlt? Vie«
rung liegt allen vier Querstreifen auf, dann
ist auf dem oberen Fahnernande „Poih".
auf dem unteren „Kont", gleichfalls in
schwarzen gothischen Schriftzügen, zu lesen.
Mlffy von Erdöd, Johann (IV.)
Graf(P alat i n und Ritter deS goldenen
Vließes, geb. nach Einigen zu Vöröskö
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
O'Donnel-Perényi, Band 21
- Titel
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Untertitel
- O'Donnel-Perényi
- Band
- 21
- Autor
- Constant von Wurzbach
- Verlag
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Ort
- Wien
- Datum
- 1870
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 13.41 x 21.45 cm
- Seiten
- 542
- Schlagwörter
- Biographien, Lebensskizzen
- Kategorien
- Lexika Wurzbach-Lexikon