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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21
Seite - 251 -
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Seite - 251 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21

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Palombini ren.Regiment, welches sich in der Folge unter dem Namen Napoleon-Dragoner so berühmt gemacht hat. Darauf begab er sich mit der italienischen Division nach Frankreich, wo diese Truppe längere Zeit unbeschäftigt blieb, bis sie im Kriege gegen Preußen und Schweden im Jahre 1807 wieder in Action kam, wo sich auch P. im Lager zu Selnow und dann bei der Belagerung Stralsunds hervorthat. Alsdann der Krieg in Spanien ausbrach, kam auch P. dahin, wo er drei Schwa- dronen Dragoner befehligte. I n Spanien zeicbnete sich P. auf den Schlachtfeldern Cataloniens in den Jahren 1809 bis 1811, wo er unter Pino's, dann unter Sev ero li's Oberbefehl stand, bei vielen Gelegenheiten durch seine Umsicht und Führung der ihm anvertrauten Truppen, wie durch Bravour in den blutigen Käm» pfen, welche statthatten, aus. Besonders gerühmt wurden seine kriegerischen Ver< dienste, welche er sich bei der Belagerung von Gerona (Juni bis 7. December 1809) und von Hostalrich (1810) erworben, in Folge deren er auch zum DivisionSgene« ral befördert wurde. Neue Lorbeern pflückte er im weiteren Verlaufe dieses entsetzlichen Krieges, in welchem von Seite aller kampfenden Theile Heldenthaten. welche an die Heroen des Alterthums erinnern, vollbracht wurden. P. focht nun unter dem Obercommanoo des Ge< nerals Suchet, erwarb sich neuen Ruhm bei der in der Kriegsgeschichte mit so blutigen Lettern verzeichneten Schlacht von Sagunt, dann bei der Belagerung von Valenzia und zuletzt, als er zum Schutze des Königs Joseph nach Ma- drid eilte. Die letzte Waffenthat Palom- bini 's in Spanien war die Einnahme Castro's, 11. Mai 1813. worauf er von dem Vicekönige nach Italien zurückberufen wurde, wo mittlerweile die Dinge eine Palombini sehr mißliche Wendung genommen hat« ten. P. commaudirte eine Division, welche zwischen Padua und Mestre aufgestellt war, seine Aufgabe war. das Vorrücken Nugent's aufzuhalten. Aber Kärnthen, Kram, Croatien und Istrien hatten sich gegen die französischen Bedränger erho« ben. Palombini 's Truppe war über» dieß sehr klein, unter solchen Umstanden gab es weiter keine Lorbeern zu pflücken, er zog sich zurück und schloß sich in der Festung Peschiera ein, welche er am 8. Februar 1814 wieder verließ, um an der Schlacht am Mincio theilzunehmm; diese entschied Italiens Loos. Peschiera fiel in die Hände der Oesterreicher und der Kampf war zu Ende. Unter den "Generalen, welche nach Beendigung die« ses Krieges Aufnahme in die österreichische Armee, die ihnen freigestellt wurde, fan« den, war auch Palombini , der in der Stellung eines Feldmarschall'Lieutenants übernommen wurde. Er wurde zunächst, 1813, zur Armee, die am Rhein stand, berufen. Nach Beendigung de6 Krieges wurde er Divisionär in Prag, im Jahre 7 Inhaber des Infanterie.RegunentS Nr. 36, heute Graf Degenfeld. Gegen Ende der Dreißiger-Iahre trat er seiner durch die Strapazen vieljähriger Kriege geschwächten Gesundheit wegen in den Ruhestand. Er lebte in den letzten Iah. ren meistens auf den Gütern seiner Frau, einer Tochter des Generals Dombrow> ski, in Sachsen, wo er als Greis im Alter von 76 Jahren starb. Von seinen Söhnen dienten zwei in der kaiserlichen Armee als Hauptleute. Sein Geist blieb bis zum letzten Augenblicke frisch, wie es ein Brief beweist, den er zehn Tage vor einem Hinscheiden an seinen Freund, den Feldmarschall-Lieutenant Vacano, rich< tete und der diesen im „Soldatenfreund" 1830, S. 324, mittheilte. Vacano
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Band 21
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
O'Donnel-Perényi
Band
21
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1870
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
542
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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