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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21
Seite - 334 -
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Seite - 334 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21

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Pasta 334 Pafta Jahre war er in der Wagnerischen „Zeit» schrift für österreichische Rechtsgelehrsamkeit", später in Wessely's „Themis" und inWild- ner's „Jurist", und zuletzt in den Jahren 1830 und 1832 in Haimerl 's „Magazin für Rechts» und Staatswijscnschaften" im Gebiete der StrafrechtSpflege schriftstellerisch thätig. Seine zahlreichen, mitunter umfassen» den Aufsätze u. a. über Theilnahme an Ver« untreuung, über strafbare Mitschuld am Selbstmorde, über die Lehre vom Nückfalle in den Diebstahl, über Kindesmord, Thei!« nähme an der Verfälschung öffentlicher Cre- ditspüpiere. über Nothzucht und Schändung einer unmündigen Person und sonst über ein» zelne strafrechtliche Bestimmungen und Crimi» nalfälle, sind in Stubenrauch'S „NidUo- tksca ^riäica«, S. 234. Nr. 2920-2947, aufgeführt In Haimerl 's „Magazin" hat er „Bemerkungen über die neue Ausgabe des österreichischen Strafgesetzes" (Bd. VI , S. 209, 317; Bd. VII , S. 233. u. Vd.VIH, S. lO4). sowie „Bemerkungen über die neue proviso» rische Strafproceß'Ordnung vom 17. Jänner 4830" (Bd. I , S. 3l3) veröffentlicht. — 3. Adele Passy.Cornet, Zeitgenossin, in Wien ansässig und daselbst als ausgezeichnete Gesangslehrerin sehr gesucht. Sie sang län- gere Zeit in Concerten, wo fie mit ihrer gut geschulten Stimme in Tonstücken schwierigerer Fassung durchzudringen und mit ihrer Me« thode sich Geltung zu verschaffen wußte. Ob auf Andringen ihrer Freunde, oder au5 eige« nem Dränge, dieß ist nicht bekannt, verließ sie den Concertsaal, den doch nur die Ein> geweihten und Priester der Kunst besuchen, um auf der dem großen Publicum zugäng« lichen Bühne ihre Kunstfertigkeit zu entfalten. Sie trat einige Male in Braunschweig, dann in Brünn und zuletzt, 1865, im Hof-Opern« theater, zuerst in Mozart 's „Zauberflöte", auf. in welcher sie den Part der Königin der Nacht und genau so sang, wie ihn Mozart geschrieben. Nach einiger Zeit jedoch gab sie das Singen auf der Bühne auf, und widmet sich seither ganz dem Unterrichte und der Aus» bildung junger weiblicher Gesangstalente, deren mehrere schon aus ihrer tresslichen Schule hervorgegangen sind. Pasta, Judith (k. k. Kammersän, gerin, geb. zu Saronna bei Como 9. April 1798, gest. in ihrer Villa am Comersee 4. April 1863). Die bei Ge- legenheit ihres Todes veröffentlichten und in vielen Blättern des In» und Aus» landes nachgedruckten biographischen Nachrichten enthielten vielfach Irrthümer, welche in folgenden Angaben berichtigt werden. Sie war nicht, wie es überall heißt, in Como geboren und stammte nicht von jüdischen Eltern, sondern ihr Geburtsort heißt Saronna und sie ge» hört ihrer Geburt nach der wohlhaben- den und gebildeten, in Saronna ansäßi» gen Familie Negri an. Ein Onkel mütterlicher Seits gab ihr den ersten Unterricht in der Musik, für welche sie großes Talent zeigte. Spater, 1803 bis 1811, war ihr Lehrer der im Jahre 1829 verstorbene Capellmeister der Domkirche zu Como, Bartolomeo Scotr i und zuletzt Gaetano Scappa . der im Jahre 1864 in England als Director der Hof. concerte gestorben ist. Neben der musika» tischen Ausbildung wurde auch der Unter» richt in anderen Fächern nicht vernach- lassigt; ihre Vorliebe für dramatische Dichter, unter denen sie Metastasio und Al f ier i besonders verehrte, und der häusige Besuch des Mailänder Thea- ters weckten und entwickelten ihre Neigung für die Bühne. I n den Jahren 1843 und 1816 trat sie nun auf dem i'OHtro LIo- ärammatioo, das kein öffentliches, son< dern ein großes Privattheater in Mailand war und zu dessen Darstellungen die Nil« leten unentgeltlich vertheilt wurden, in der Hauptrolle der „I^o Nieonoro« auf, zu welcher Oper den Text ein Freund ihres Hauses, Antonio Zanat ta , gedichtet und die Musik dazu ihr Lehrer Scappa gesetzt hatte. Sie sang damals auch in einer Reihe von Vorstellungen, welche die Dilettanten zu Ehren des in Mai- land anwesenden Kaisers Franz gaben. Ihr Ruf verbreitete sich bald und sie echielt unmittelbar darauf Anträge nach
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Band 21
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
O'Donnel-Perényi
Band
21
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1870
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
542
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
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