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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21
Seite - 352 -
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Seite - 352 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - O'Donnel-Perényi, Band 21

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Patrcka 332 Patrcka maligen Rüstungen für den Feldzug des Jahres 4813 sofort cmsgehoben und in daä Regiment Gyulciy eingetheilt wurde. Da- er im Schreiben und Lesen geschickt und in der deutschen und öechischen Sprache gut bewandert war. wurde er schon in kurzer Zeit Unterofficier und bald darauf Feldwebel. Nach beendigtem Kriege arbeitete P. einige Zeit bei dem von Hromadko in Wien begründeten öechischen Journal, gab aber diese Stelle bald wegen nicht hinreichender Bezahlung auf und wurde nun Lehrer an der militä» rischen Erziehungsanstalt in der Festung Iosephstadt. Dort beschäftigte er sich ne- benbei viel mit schriftstellerischen Arbeiten und mit dem Studium der Physik und lateinischen Sprache. Im Jahre 1823 gab er diesen Posten auf, übersiedelte nach Iaromer, wo er sich mit Anna Zei lenthal verhrirathete, von dort ging er wieder nach Kuttenberg, überall um eine Lehrerstelle sich bewerbend. Als alle seine Bemühungen fehlschlugen, warf er sich auf die Mnemonik und gab in Prag und an anderen Orten Proben seiner Gedä.chtnißkunst, beschäftigte sich daneben viel mil physikalischen Unter« suchungen und ersann mancherlei mecha- nische Apparate; versuchte es dann wie- der mit der Musik und selbst mit der Pyrotechnik. Alles nur, um seinen Lebens» unterhalt zu sinden. aber da ihm alle Geldmittel fehlten, auch ohne einen nur einigermaßen lohnenden Erfolg. So in allen seinen Erwartungen getäuscht, ge« brochen an Leib und Seele, von seinen ihm zunächst stehenden Angehörigen theils verlassen, theils hintergangen, beschloß er sein bedrängnißreiches Leben zu Iaromer im Alter von 31 Jahren, eine Witwe mit vier unversorgten Kindern zurück« lassend. P. nimmt, wie sein Biograph es ausdrücklich versichert, keine mittel« mäßige Stelle in der neueren öechi» schen Literatur ein. Durch fast zwanzig Iabre hat er an allen in Prag, König, gratz und Wien erscheinenden öechischen Zeitschriften mitgearbeitet; schon im Jahre 1812 schrieb er oechische Gedichte und seine im Jahre 1813 von Kramer ius in Prag herausgegebenen Kriegülieder s^iLlis vo^enLke) wurden bereits im Jahre 1813 bei Leipzig und in Paris von den böhmischen Regimentern gesun« gen. Von 1813 bis 1816 schrieb er für die literarische Beilage der Hromadko» schen Zeitung verschiedene, theils humo« ristische, theils belehrende Aufsätze. Nach« dem diese literarische Beilage aufgehört hatte, arbeitete er für Hybl 's „UMoL« (1820) und für den „ösokoLlav«, 1820 bis 1824. Erzählungen. Fabeln, humo- ristische und andere Gedichte u. dgl. m. Zu gleicher Zeit unterstützte er sehr eifrig den Geistlichen Joseph Liboslav Ziegler bei seinen verschiedenen lite« rarischen Arbeiten; schrieb für den " Erzählungen (Vaelav g. satyrische Aufsätze (klioua- nios). Dramen sKasa a Nvo^'), Biogra« phien österreichischer Feldherren; für die Zeitschrift „Niloxor" eine Biographie Wallenstein'S und eine Abhandlung über Wal len st ein's Feinde, zu welchen Arbeiten ihn zumeist Z i egler. ein stand» hafter Bewunderer Wallenstein's. an- regte und darin auch mit den nöthigen Materialien unterstützte, überdieß andere Erzählungen, Fabeln. Aphorismen, Schul« und Handwerkslieder; für den „I?rit6i m1aä526") d. i. Jugendfreund, Fabeln und eine Biographie Pesta- lozzi 's; für die Zeitschrift ^NUk« (1823), eine Biographie Zriny's; für Tomfa's „I>0ntnik Zlovanski" humo- ristische und biographische Artikel. I n der Folge, als ihn häusliche Sorge und
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich O'Donnel-Perényi, Band 21
Titel
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Untertitel
O'Donnel-Perényi
Band
21
Autor
Constant von Wurzbach
Verlag
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Ort
Wien
Datum
1870
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
13.41 x 21.45 cm
Seiten
542
Schlagwörter
Biographien, Lebensskizzen
Kategorien
Lexika Wurzbach-Lexikon
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